Wann fließt das erste Wasser?
Montag, 25. September 2006, 09:25 Uhr
Nordhausen/Sollstedt (nnz). Der 19. September 2006 hätte für alle Nutzer und Freunde der Sollstedter Schwimmhalle zunächst einmal ein guter Tag sein können: Durch den Landrat des Landkreises Nordhausen wurde in der Sitzung des Kreisausschusses symbolisch ein Startschuss für die Service GmbH als Betreiber gegeben...
Das Beckenwasser der Schwimmhalle Beckenwasser hätte mittlerweile eingelassen werden können und die Sport- und Freizeitstätte hätte geöffnet werden können, sie wie es Landrat Joachim Claus (CDU) am vergangenen Dienstag formulierte. Heute hätte es soweit sein können, dass die Freizeitsportler, Schul- und Kindergartenkinder aus Sollstedt und Umgebung von ihrer Schwimmhalle wieder Gebrauch machen könnten und darüber hoch erfreut gewesen wären.
Auch wenn die Freude durch die Tatsache, dass es vorerst nur eine Nutzung auf Zeit gewesen wäre, ein wenig getrübt wurde, hätte sich dadurch aber ein Hoffnungsschimmer gezeigt, der schon erloschen schien. Bis zum 31.12.2006, so lautete zunächst die Aussage des Landrates in jener Sitzung, sollte der Betrieb der Schwimmhalle zunächst weitergehen. Ausschlaggebend dafür war die Erklärung der Gemeinde Sollstedt, ihren diesjährigen Zuschuss von 40.900,00 € um 15.000,00 € zu erhöhen, mit der Zusage des Bürgermeisters wurden da noch etwa 1.500,00 bis 2.000,00 € draufgepackt – die damit gewährte Gnadenfrist war dem Bürgermeister diese Zugabe wert. Auch eine am 21.09.2006 geforderte schriftliche Erklärung, dass die Gemeinde Sollstedt ab dem 01.01.2007 selbst für die Betreibung der Schwimmhalle aufkommt, wurde in Abstimmung mit den Fraktionsvorsitzenden des Gemeinderates noch am selben Tag abgegeben. Was aber leider wieder einmal ausblieb, war eine entsprechende Weisung des Landrates.
Bislang ist noch kein Liter Wasser in das großen Becken gelassen worden. Sollte per Landrats-Weisung der Hahn aufgedreht werden, dann dauert es maximal drei Tage, bis es randvoll ist.
Die Gemeinde Sollstedt ist fest entschlossen, alles in ihren Kräften stehende für einen Erhalt der Schwimmhalle, auch über den 31.12.2006 hinaus, zu leisten. Als erster Schritt in diese Richtung sollen landkreisweit Gespräche geführt werden, die die Bildung eines Zweckverbandes zum Ziel haben könnten.
Zum Schluss noch ein Wort zum baulichen Zustand der Schwimmhalle: Die für das Schließungserfordernis gebrauchten Argumente hinsichtlich der Gefahr imVerzug haben sich als haltlos erwiesen! Alle Badegäste können gewiss sein, dass ihnen weder die Decke auf den Kopf fällt noch sie sich im Badewasser irgendwelche Krankheitserreger einfangen. Ein mittelfristiger Sanierungsbedarf ist zweifellos vorhanden, doch es muss auch diesbezüglich in Ruhe nach Finanzierungswegen gesucht werden. So leicht geben wir die Hoffnung nicht auf, denn dass wir damit dem Willen zahlreicher Bürgerinnen und Bürger entsprechen, haben die zahlreich geleisteten Protestbekundungen gezeigt, so Bürgermeister Jürgen Hohberg zur nnz.
Autor: nnzDas Beckenwasser der Schwimmhalle Beckenwasser hätte mittlerweile eingelassen werden können und die Sport- und Freizeitstätte hätte geöffnet werden können, sie wie es Landrat Joachim Claus (CDU) am vergangenen Dienstag formulierte. Heute hätte es soweit sein können, dass die Freizeitsportler, Schul- und Kindergartenkinder aus Sollstedt und Umgebung von ihrer Schwimmhalle wieder Gebrauch machen könnten und darüber hoch erfreut gewesen wären.
Auch wenn die Freude durch die Tatsache, dass es vorerst nur eine Nutzung auf Zeit gewesen wäre, ein wenig getrübt wurde, hätte sich dadurch aber ein Hoffnungsschimmer gezeigt, der schon erloschen schien. Bis zum 31.12.2006, so lautete zunächst die Aussage des Landrates in jener Sitzung, sollte der Betrieb der Schwimmhalle zunächst weitergehen. Ausschlaggebend dafür war die Erklärung der Gemeinde Sollstedt, ihren diesjährigen Zuschuss von 40.900,00 € um 15.000,00 € zu erhöhen, mit der Zusage des Bürgermeisters wurden da noch etwa 1.500,00 bis 2.000,00 € draufgepackt – die damit gewährte Gnadenfrist war dem Bürgermeister diese Zugabe wert. Auch eine am 21.09.2006 geforderte schriftliche Erklärung, dass die Gemeinde Sollstedt ab dem 01.01.2007 selbst für die Betreibung der Schwimmhalle aufkommt, wurde in Abstimmung mit den Fraktionsvorsitzenden des Gemeinderates noch am selben Tag abgegeben. Was aber leider wieder einmal ausblieb, war eine entsprechende Weisung des Landrates.
Bislang ist noch kein Liter Wasser in das großen Becken gelassen worden. Sollte per Landrats-Weisung der Hahn aufgedreht werden, dann dauert es maximal drei Tage, bis es randvoll ist.
Die Gemeinde Sollstedt ist fest entschlossen, alles in ihren Kräften stehende für einen Erhalt der Schwimmhalle, auch über den 31.12.2006 hinaus, zu leisten. Als erster Schritt in diese Richtung sollen landkreisweit Gespräche geführt werden, die die Bildung eines Zweckverbandes zum Ziel haben könnten.
Zum Schluss noch ein Wort zum baulichen Zustand der Schwimmhalle: Die für das Schließungserfordernis gebrauchten Argumente hinsichtlich der Gefahr imVerzug haben sich als haltlos erwiesen! Alle Badegäste können gewiss sein, dass ihnen weder die Decke auf den Kopf fällt noch sie sich im Badewasser irgendwelche Krankheitserreger einfangen. Ein mittelfristiger Sanierungsbedarf ist zweifellos vorhanden, doch es muss auch diesbezüglich in Ruhe nach Finanzierungswegen gesucht werden. So leicht geben wir die Hoffnung nicht auf, denn dass wir damit dem Willen zahlreicher Bürgerinnen und Bürger entsprechen, haben die zahlreich geleisteten Protestbekundungen gezeigt, so Bürgermeister Jürgen Hohberg zur nnz.
