Löchriger Haushalt
Sonntag, 24. September 2006, 16:12 Uhr
Bleicherode (nnz). Im Landkreis ist bekanntlich das Geld knapp. Auch in Bleicherode klafft ein Loch in der Kasse. Die nnz mit Einzelheiten aus der Stadtratssitzung .
In der öffentlichen Sitzung stand unter anderem die Beratung und Beschlussfassung zur Jahresrechnung 2005 auf der Tagesordnung. Die Aufstellung einer Haushaltssatzung für das vergangene Jahr war wegen Fehlbeträgen sowohl im Vermögens- als auch im Verwaltungshaushalt nicht möglich.
Der Schuldenstand der Stadt hat sich zwar im Vergleich zu 2004 um etwas mehr als 233.000 Euro verringert, beträgt aber immer noch 9.022.438,58 Euro. Das entspricht etwa 1400 Euro Schulden pro Einwohner. Da im letzten Jahr 126 Bürger weniger in Bleicherode gemeldet waren als im Jahr zuvor, ist die Höhe der Pro-Kopf-Verschuldung gleich geblieben. Die Stadtverwaltung möchte sich daher weiterhin bemühen, das Haushaltskonsolidierungskonzept umzusetzen, um die Schulden begleichen zu können. Die Jahresrechnung wurde einstimmig angenommen.
Des weiteren berichtete Bürgermeister Frank Rostek (CDU) über verschiedene Ereignisse der letzten Wochen und gab einen Ausblick auf zukünftige Vorhaben. Unter anderem zog er eine positive Bilanz aus dem Tag des offenen Denkmals - es herrschte reger Besucherandrang. Rostek hofft, im Jahr 2008 eine Veranstaltung der Deutschen Fachwerkstraße, ähnlich dem Oldtimer-Treffen in Mühlhausen, das am 10. September anlässlich der Einweihung der neuen Beschilderung stattfand (nnz berichtete), nach Bleicherode holen zu können.
Außerdem informierte der Bürgermeister über Baumaßnahmen in der Stadt und ihrer Umgebung. Den schleppenden Fortschritt im Bau der Autobahn A38 bedauerte er sehr.
Auch wird sich der seit einiger Zeit andauernde Streit mit der Kassenärztlichen Vereinigung fortsetzen. Die Stadt Bleicherode benötigt einen zusätzlichen Allgemeinmediziner, den die Vereinigung für unnötig hält, da sie die Gesamtzahl der im Landkreis tätigen Allgemeinärzte für ihre Berechnungen zu Grunde legt. Da jedoch die meisten Mediziner ihre Praxis in Nordhausen haben und den Bleicherödern nicht zugemutet werden kann, für jeden Arztbesuch in die Kreisstadt zu fahren, engagieren sich nun auch die Bleicheröder Ärzte für einen weiteren Kollegen in ihrer Stadt.
Rostek kündigte außerdem an, dass am Montag (25. September) eine Delegation aus Bleicherode die polnische Partnerstadt Orneta besuchen wird.
Autor: agIn der öffentlichen Sitzung stand unter anderem die Beratung und Beschlussfassung zur Jahresrechnung 2005 auf der Tagesordnung. Die Aufstellung einer Haushaltssatzung für das vergangene Jahr war wegen Fehlbeträgen sowohl im Vermögens- als auch im Verwaltungshaushalt nicht möglich.
Der Schuldenstand der Stadt hat sich zwar im Vergleich zu 2004 um etwas mehr als 233.000 Euro verringert, beträgt aber immer noch 9.022.438,58 Euro. Das entspricht etwa 1400 Euro Schulden pro Einwohner. Da im letzten Jahr 126 Bürger weniger in Bleicherode gemeldet waren als im Jahr zuvor, ist die Höhe der Pro-Kopf-Verschuldung gleich geblieben. Die Stadtverwaltung möchte sich daher weiterhin bemühen, das Haushaltskonsolidierungskonzept umzusetzen, um die Schulden begleichen zu können. Die Jahresrechnung wurde einstimmig angenommen.
Des weiteren berichtete Bürgermeister Frank Rostek (CDU) über verschiedene Ereignisse der letzten Wochen und gab einen Ausblick auf zukünftige Vorhaben. Unter anderem zog er eine positive Bilanz aus dem Tag des offenen Denkmals - es herrschte reger Besucherandrang. Rostek hofft, im Jahr 2008 eine Veranstaltung der Deutschen Fachwerkstraße, ähnlich dem Oldtimer-Treffen in Mühlhausen, das am 10. September anlässlich der Einweihung der neuen Beschilderung stattfand (nnz berichtete), nach Bleicherode holen zu können.
Außerdem informierte der Bürgermeister über Baumaßnahmen in der Stadt und ihrer Umgebung. Den schleppenden Fortschritt im Bau der Autobahn A38 bedauerte er sehr.
Auch wird sich der seit einiger Zeit andauernde Streit mit der Kassenärztlichen Vereinigung fortsetzen. Die Stadt Bleicherode benötigt einen zusätzlichen Allgemeinmediziner, den die Vereinigung für unnötig hält, da sie die Gesamtzahl der im Landkreis tätigen Allgemeinärzte für ihre Berechnungen zu Grunde legt. Da jedoch die meisten Mediziner ihre Praxis in Nordhausen haben und den Bleicherödern nicht zugemutet werden kann, für jeden Arztbesuch in die Kreisstadt zu fahren, engagieren sich nun auch die Bleicheröder Ärzte für einen weiteren Kollegen in ihrer Stadt.
Rostek kündigte außerdem an, dass am Montag (25. September) eine Delegation aus Bleicherode die polnische Partnerstadt Orneta besuchen wird.
