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Fast alles beim Alten

Freitag, 22. September 2006, 12:02 Uhr
Nordhausen (nnz). Wie schön klingt doch das Wort „OPTOPOL“. Dahinter verbirgt sich die Optimierung der Thüringer Polizei. Aus den derzeit sieben Polizeidirektionen sollen vier gemacht werden. An der PD Nordhausen geht der Schrumpfungs- oder Optimierungsprozess vorbei. Fast. Die Änderungen stellte Innenminister Karl-Heinz Gasser heute vor.

Fast alles beim Alten (Foto: nnz) Fast alles beim Alten (Foto: nnz)
PD-Chef Köppen, Minister Gasser

Für die Polizeidirektion Nordhausen und ihre 1002 Mitarbeiter (Beamte, Angestellte und Arbeiter) hat OPTOPOL kaum Auswirkungen. Auch nach der Optimierung wird die Mitarbeiterzahl nahezu konstant bleiben, verkündete der Innenminister. Wohl aber gibt es Verschiebungen innerhalb der Direktion. So soll zum Beispiel der Bereich Prävention, Opferschutz und Öffentlichkeitsarbeit verstärkt werden. Am Standort Nordhausen wird es künftig 460 Mitarbeiter geben. Die Polizeiinspektion erhält getreu dem OPTOPOL-Motto „Beamte auf die Straße“ acht zusätzliche Frauen und Männer in Uniform. Dafür wird die künftige Kriminalpolizeiinspektion Nordthüringen 15 Mitarbeiter abgeben, die gleiche Zahl wird die Inspektion Zentrale Dienste verlieren. Andererseits sollen die Beamten bei der Verkehrspolizei aufgestockt werden. Von derzeit 55 auf 99. Wo der Sitz der Verkehrspolizeiinspektion inklusive Autobahnpolizei in Zukunft angesiedelt sein wird, das ließ sich der CDU-Landespolitiker nicht entlocken. In „Kürze“ gebe es dazu eine Entscheidung, noch in diesem Jahr.

Gasser betonte mehrfach, dass in seinem Ministerium und in dem eigens gebildeten Stab für OPTOPOL sehr sorgfältig gearbeitet werde und Entscheidungen akkurat vorbereitet werden. Und so wollte die nnz denn auch wissen, ob die Personalentscheidung an der Spitze der Direktion (nnz berichtete) auch so erfolgt sei. Dazu der Minister: „Zu Personalien geben wir keine Auskünfte. Herr Lierhammer íst ein erfahrener Praktiker, der seine Erfahrungen als Dozent in Meiningen sehr gut einbringen kann. Es war eine Entscheidung wie sie jeden Tag in der Thüringer Polizei getroffen werden kann!“

Zumindest der letzte Satz könnte das Anliegen von OPTOPOL ins Gegenteil verkehren. Er beunruhigt einfach.
Autor: nnz

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