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Fahrradbeleuchtung – ein Herbstproblem?

Donnerstag, 21. September 2006, 07:34 Uhr
Nordhausen (nnz). Es ist ein Problem! Von der Jahreszeit hängt es jedoch nicht ab. Bei den immer kürzer werdenden Tagen und der damit zunehmenden Fahrten in der Dämmerung wird es gegenwärtig jedoch immer deutlicher. Dazu ein Beitrag des ADFC in Nordhausen.


Es ist festzustellen, dass leider nur wenige Radfahrer die Beleuchtung rechtzeitig einschalten. Scheinbar gehen immer noch die meisten von der Meinung aus, solange sie genug sehen brauchen sie kein Licht. Dazu kommt, dass sich bei der kommenden Jahreszeit aus unterschiedlichsten Gründen die Sicht der Kraftfahrer verschlechtert. Mittlerweile sollte es sich aber herumgesprochen haben, dass es darum geht, gesehen zu werden.

Die Ursachen des Problems sind vielfältig. Dazu zählen sicherlich Nachlässigkeit, Cool seien zu wollen und technische Mängel. Erwachsene und Jugendliche sollten sich selbst „an die Nase fassen“ und überlegen, ob sie weiter zu den „Lichtmuffeln“ zählen wollen. Bei Kindern sind natürlich die Eltern gefragt ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Die Möglichkeiten beginnen bereits bei der Bekleidung, wo helle und reflektierende Materialien die Sichtbarkeit stark erhöhen sollten.

Gleiches gilt für das Fahrrad selbst, wo es die unterschiedlichsten Reflektoren gibt. Beim Radkauf fängt oft das Problem an. Jedes zweite ist sicherlich ein schickes Mountainbike, jedoch ohne Lichtanlage. Wenn man daran denkt, werden noch aufsteckbare batteriebetriebene Lampen mit erworben, aber das war’s. Diese sind in der Handhabung unzuverlässig, da sie oft vergessen werden oder die Batterien sind mal wieder leer.

Die bequemste Lösung und am zuverlässigsten sind sicherlich
Nabendynamos. Ihre Anschaffung ist bei Nachrüstung sehr teuer, weshalb man besser gleich beim Fahrradkauf darauf achten sollte. Preiswerter sind Speichendynamos, die auch bei Regenwetter ohne Verluste arbeiten. Zuverlässig sind nach wie vor Dynamos, da sie auch immer zur Verfügung stehen. Hier gibt es jedoch große Unterschiede in der Qualität der Geräte (Energieausbeute, Rutschsicherheit, Laufgeräusche, Dauerhaftigkeit).

Ohne fachmännischen Rat kommt man da nicht weiter. Das gilt natürlich auch für die Lampen selbst. Beim Rücklicht ist besonders der Typ zu empfehlen, der noch einige Minuten nach dem Anhalten leuchtet. Ohne Zutun des Radlers bewerkstelligt das ein Kondensator, der im Rücklicht eingebaut ist und sich während der Fahrt auflädt. So ist man von hinten immer noch gut zu sehen, wenn man z.B. an einer Kreuzung warten muß.“
Lothar Burkhardt
Autor: nnz

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