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Weitere Belastungen für Baubetriebe

Freitag, 28. Dezember 2001, 12:40 Uhr
Nordhausen (nnz). Für die Unternehmen der Baubranche stehen im kommenden Jahr weitere Belastungen an. So sollen zum Beispiel die Beiträge zur Berufsgenossenschaft erhöht werden.


Die Bau-Berufsgenossenschaft mit Sitz in Frankfurt am Main kündigt mit Schreiben vom 10.12.01 an die Mitgliedsunternehmen drastische Erhöhungen der gesetzlichen Unfallumlage bis zu 15 % an. Die Berufsgenossenschaften, als Träger der gesetzlichen Unfallversicherung, sind nach Branchen organisiert. Sie finanzieren Renten, Verletztengeld und Heilbehandlung bei Arbeits- und Wegeunfällen der Arbeitnehmer. Arbeitgeber zahlen die Unfallumlage bezogen auf die Bruttolohnsumme allein. Sie sind als Lohnnebenkosten Bestandteil der Arbeitskosten. Die Argumente der Bau-Berufsgenossenschaft für eine Beitragserhöhung gründen sich auf den Rückgang der Beitragseinnahmen infolge der hohen Insolvenzrate der Baubetriebe und des Abbaus der Beschäftigungsverhältnisse.

„Mit einer Umlageerhöhung werden die Unternehmen in unvertretbarer Höhe zusätzlich belastet, was sich kontraproduktiv auf den Erhalt der Baubetriebe und der Arbeitsplätze auswirkt. Auch die gesetzlichen Unfallversicherungsträger können es sich nicht so einfach machen, sondern auch sie haben Verwaltungskosten und Ausgaben auf den Prüfstand zu stellen, bevor sie den Mittelstand weiter belasten“, so BVMW-Kreisgeschäftsführer, Volker Beiersdorf. Der Thüringer Mittelstandsverband weist die angekündigten Beitragserhöhungen als unangemessen und zum völlig falschen Zeitpunkt entschieden zurück.
Autor: nnz

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