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„WortKlänge“

Dienstag, 12. September 2006, 12:09 Uhr
Nordhausen (nnz). Am kommenden Dienstag gibt es in der Galerie der Kreissparkasse in Nordhausen einen besonderen Leckerbissen für die Sinne. Den macht vorab Heidelore Kneffel den Lesern der nnz schmackhaft.


In der Reihe „WortKlang - Lyrik im Konzert“ lesen ab 19.00 Uhr Daniela Danz, eine begabte jüngere Autorin aus Halle und Uwe Kolbe, ein allseits anerkannter Dichter aus Berlin. Den musikalischen Part übernehmen Schülerinnen und Schüler der Kreismusikschule Nordhausen. Damit die zur Lesung Gekommenen die Möglichkeit haben, die Autoren näher kennenzulernen, bietet das Buchhaus Rose deren Werke an, die Daniela Danz und Uwe Kolbe auf Wunsch gern signieren. Die Reihe „WortKlang“ wird von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, dem Lesezeichen e. V. Jena und den Sparkassen vor Ort und den dortigen Bibliotheken veranstaltet, in Nordhausen also von der Kreissparkasse und der Stadtbibliothek „Rudolf Hagelstange“. „WortKlang“ findet in diesem Jahr außer in Nordhausen in Eisenach, Greiz, Sömmerda, Mühlhausen, Suhl und Ranis statt. Jeder Ort kann Wünsche bei der Auswahl der Lesenden und der Musizierenden äußern.

Für Nordhausen wurden die Mitglieder der „Dichterstätte Sarah Kirsch“ befragt, da sie in Bezug auf Lyrik in den 10 Jahren ihres Wirkens Erfahrungen sammeln konnten. Daniela Danz wurde vorgeschlagen, da sie im Jahr 2005 bei den Limlingeröder Diskursen auftrat und mit ihren Gedichten, ihrer Kurzprosa und ihrer Vortragskunst die Zuhörer höchst erfreute und neugierig auf weitere Arbeiten machte. Uwe Kolbe, ein gestandener Autor mit einer das geteilte Deutschland aufzeigenden Biographie, befreundet mit Franz Fühmann und Sarah Kirsch, ist ein Lyriker und Prosaist, der keinem Programm verpflichtet ist, sondern seine Formen souverän gebraucht, jedoch mit jedem Werk auch Neues zulässt.

Daniela Danz ist Jahrgang 1976 und stammt aus Eisenach. Sie studierte Kunstgeschichte und Germanistik, lebt als freie Autorin und Kunsthistorikerin in Halle, ist verheiratet und Mutter zweier Töchter. Danz erhielt mehrere Stipendiate, aktuell das Hermann-Lenz Stipendium. Besondere Aufmerksamkeit erfuhr ihr Lyrikband „Serimunt“, erschienen 2004. In diesem Jahr kam der Roman „Türmer“ heraus.

Uwe Kolbe wurde 1957 in Berlin geboren, veröffentlichte erste Texte in „Sinn und Form“. Er studierte am Literaturinstitut „Johannes R. Becher“ in Leipzig und lebte als freier Autor. In der Zeit von 1982-1985 hatte er Publikationsverbot in der DDR. Trotzdem gab er eine Kleinzeitschrift heraus. 1987 siedelte er in die BRD über. Mehrere Jahre leitete er das Studio Literatur und Theater an der Universität Tübingen. Jetzt lebt er wieder als freier Autor in Berlin. Seine jüngsten Veröffentlichungen sind: „Die Farbe des Wassers“, Gedichte, „Thrakische Spiele“, Kriminalroman, und „Ortvoll“, Gedichte.

In der Ankündigung der Veranstaltung am 19. 9. 2006 in der Kreissparkasse heißt es: „Aber vielleicht ist gerade das Schöne an der Lyrik, daß sie unrentabel ist. Ein Luxus sondersgleichen! Da können die Konzerne einpacken. Machtlos müssen sie mit ansehen, wie die Poesie, Globalisierung hin oder her, zäh und glücklich weiter blüht und gedeiht.“ Karten für die „Lyrik im Konzert“ gibt es an der Abendkasse.
Autor: nnz

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