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nnz-Rückspiegel: Schlacht und Schmankerl

Dienstag, 12. September 2006, 06:45 Uhr
Nordhausen (nnz). Auch vor einem Jahr waren die Kassen des Landratsamtes nicht allzu voll. Die Verwalter durften nur noch ausgeben, was der Kreisausschuss zuvor abgesegnet hatte. Über was die nnz am 12. September 2005 noch berichtete, das erfahren Sie mit einem einzigen Klick.


Die Schlacht ums Geld
Im Nordhäuser Landratsamt kann kaum noch Geld ausgegeben werden. Summen über 10.000 Euro müssen vom Kreisausschuß beschlossen werden. Heute wurde wieder mal verteilt. Die Haushaltssperre im Landratsamt macht den Kreisausschuss schon seit einigen Wochen zum orientalischen Basar. Hier wird das Geld verteilt und wer keine Lobby hat, der geht leer aus. Wie zum Beispiel die Kreismusikschule. Die hatte 11.000 Euro beantragt für die Anschaffung eines Konzertflügels. 5.000 Euro hatte unlängst das Land Thüringen „spendiert“, der Förderverein sammelte, den Rest zu mehr als 20.000 Euro soll der Kreis drauflegen ...ausführlich im nnz-Archiv


Briefmarken-Schmankerl
In Bleicherode gibt es eine Regelschule, die leitet Klaus-Dieter Drick. Der leitet aber auch die FDP-Fraktion im Nordhäuser Kreistag und sitzt somit im Kreisausschuß. Und dort hatte er eine Anekdote zum Thema Bürokratie zum Besten gegeben. In allen Wahlprogrammen der Parteien steht irgendetwas zum Bürokratieabbau. Das dieser Abbau notwendig ist, hat man jüngst in der Regelschule in Bleicherode erfahren. Dort benötigte man 50 Briefmarken, schließlich muß auch eine Schule ab und zu mal einen Brief schreiben und verschicken. Das Geld für die 50 Briefmarken fehlte jedoch in der Schule. Also musste FDP-Mann Drick einen Antrag schreiben und an die Kreisverwaltung schicken. Von dort schrieb man ihm zurück, dass er das Geld in der Kreiskasse abzuholen habe, und zwar zu einem exakt vorgeschriebenen Termin ...ausführlich im nnz-Archiv


Bewegung
Die FDP stellt im Kreistag die kleinste Fraktion, im Nordhäuser Stadtrat hat sie nur Gruppenstatus. Jetzt werden zwei fast gleichlautende Anträge gestellt, die zwei Ämter abschaffen sollen. Morgen wollen die Liberalen Thüringenweit symbolisch die Arbeitsagenturen zuschließen. Wer sich im FDP-Programm zur Bundestagswahl ein wenig auskennt, der weiß ob der Befindlichkeit liberaler Politik gegenüber der Nürnberger Mammutbehörde. Geht es nach dem Kreisverband der FDP, dann sollten auch die Büros der Ämter für Wirtschaftsförderung in Stadt- und Kreisverwaltung bald abgeschlossen werden. „Um eine wettbewerbsfähige lokale Wirtschaft zu entwickeln sowie sich gegenüber anderen Wettbewerbern zu positionieren und zu profilieren, sind regionale Potentiale zu bündeln und bürokratische sowie politische Hürden abzubauen. Als FDP sehen wir daher die dringende Notwendigkeit, die Wirtschaftsförderung von Landkreis und Kreisstadt in einer leistungsfähigen und eigenständigen Einrichtung zu bündeln“ ...ausführlich im nnz-Archiv
Autor: nnz

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