Montessori wird zehn
Samstag, 09. September 2006, 13:59 Uhr
Nordhausen (nnz). Sogar Bürgermeister Matthias Jendricke besuchte den Kindergarten in der Hardenbergstraße. Mit der Pädagogik von Maria Montessori hatte er damals allerdings noch nichts zu tun. Jetzt lernen hier rund 200 Kinder von zwei bis zehn Jahren. Heute feiern sie.
Montessori wird zehn (Foto: nnz)
Heute wird gefeiert. Ab 14.00 Uhr steigt ein großes Kinderfest im Montessorihaus in der Hardenbergstraße. Zehn Jahre wird diese Bildungseinrichtung alt. Alles begann mit einem Kindergarten, wo die Jüngsten mit den Spielmaterialien nach dem Konzept der Maria Montessori selbstständig spielen konnten. Das gefiel einigen Eltern so gut, daß sie auch gern eine Grundschule gehabt hätten, wo ihre Kinder weiter nach den eigenen Vorstellungen und Begabungen lernen können. 1999 war es so weit. Zuerst gründete sich der Förderverein des Montessori-Kinderhauses, dann entstand die Grundschule. Sie befindet sich mit in dem Kindergartenbau aus DDR-Zeiten.
Vier Klassen mit insgesamt 70 Schülern können hier lernen. Um das pädagogische Konzept umsetzen zu können, ist die Schülerzahl begrenzt. 18 Kinder pro Klasse sind möglich. Bewerbungen gibt es viele. Unter Mangel an Schülern und Kindergartenkindern leidet das Haus nicht. Wer die Schule besuchen will, muß nicht zwangsläufig im Kindergarten gewesen sein. Nicht alle Kindergartenkinder wollen die Schule besuchen. Das ist auch nicht möglich, denn jährlich werden etwa 30 Kinder der Einrichtung schulreif.
Andere Schulen hätten Vorbehalte gegen die Grundschule gehabt, berichtet Marita Pflume, die Leiterin des Kindergartens. Mitten in der Neugestaltung des Schulkonzepts waren die Eltern an die Stadt herangetreten um diese Einrichtung zu schaffen. Oberbürgermeisterin Barbara Rinke habe sie aber immer unterstützt, da ein wenig Konkurrenz bei den Bildungsangeboten wünschenswert sei, so Fördervereinsvorsitzender Schulz.
Zum Konzept Montessouris gehört zudem die Integration behinderter Kinder. Sie werden ganz normal in den Klassen aufgenommen und können sich entsprechend ihrer Möglichkeiten betätigen. Gesunde Kinder lernen so Andersartigkeit zu akzeptieren und auf ihre Mitschüler Rücksicht zu nehmen.
Die Ausrichtung der Schule basiert auf der Pädagogik der Italienerin Maria Montessori, die 1907 ihre erste Kindertagesstätte eröffnete. Nach ihrem Studium beschäftigte sie sich zuerst mit Kinderheilkunde und hielt Vorträge über die Erziehung geistig behinderter Kinder. Ihre Erfahrungen über die Individualität des Kindes flossen in das Konzept der Spielmaterialien.
Autor: wf
Montessori wird zehn (Foto: nnz)
Heute wird gefeiert. Ab 14.00 Uhr steigt ein großes Kinderfest im Montessorihaus in der Hardenbergstraße. Zehn Jahre wird diese Bildungseinrichtung alt. Alles begann mit einem Kindergarten, wo die Jüngsten mit den Spielmaterialien nach dem Konzept der Maria Montessori selbstständig spielen konnten. Das gefiel einigen Eltern so gut, daß sie auch gern eine Grundschule gehabt hätten, wo ihre Kinder weiter nach den eigenen Vorstellungen und Begabungen lernen können. 1999 war es so weit. Zuerst gründete sich der Förderverein des Montessori-Kinderhauses, dann entstand die Grundschule. Sie befindet sich mit in dem Kindergartenbau aus DDR-Zeiten.
Vier Klassen mit insgesamt 70 Schülern können hier lernen. Um das pädagogische Konzept umsetzen zu können, ist die Schülerzahl begrenzt. 18 Kinder pro Klasse sind möglich. Bewerbungen gibt es viele. Unter Mangel an Schülern und Kindergartenkindern leidet das Haus nicht. Wer die Schule besuchen will, muß nicht zwangsläufig im Kindergarten gewesen sein. Nicht alle Kindergartenkinder wollen die Schule besuchen. Das ist auch nicht möglich, denn jährlich werden etwa 30 Kinder der Einrichtung schulreif.
Andere Schulen hätten Vorbehalte gegen die Grundschule gehabt, berichtet Marita Pflume, die Leiterin des Kindergartens. Mitten in der Neugestaltung des Schulkonzepts waren die Eltern an die Stadt herangetreten um diese Einrichtung zu schaffen. Oberbürgermeisterin Barbara Rinke habe sie aber immer unterstützt, da ein wenig Konkurrenz bei den Bildungsangeboten wünschenswert sei, so Fördervereinsvorsitzender Schulz.
Zum Konzept Montessouris gehört zudem die Integration behinderter Kinder. Sie werden ganz normal in den Klassen aufgenommen und können sich entsprechend ihrer Möglichkeiten betätigen. Gesunde Kinder lernen so Andersartigkeit zu akzeptieren und auf ihre Mitschüler Rücksicht zu nehmen.
Die Ausrichtung der Schule basiert auf der Pädagogik der Italienerin Maria Montessori, die 1907 ihre erste Kindertagesstätte eröffnete. Nach ihrem Studium beschäftigte sie sich zuerst mit Kinderheilkunde und hielt Vorträge über die Erziehung geistig behinderter Kinder. Ihre Erfahrungen über die Individualität des Kindes flossen in das Konzept der Spielmaterialien.
