Werk soll vollendet werden
Freitag, 08. September 2006, 09:28 Uhr
Nordhausen (nnz). Uwe Peters treibt die Unruhe um. Immer, wenn er hoch zur Uhr am Rathausturm schaut, beschleicht ihn ein mulmiges Gefühl. Er muss unbedingt etwas fortsetzen, was er vor 18 Jahren begonnen hatte.
Werk soll vollendet werden (Foto: nnz)
Der 46jährige Uwe Peters ist ein Bastler vor dem Herrn, wie man so geflissentlich sagt. Zweimal konnten sich die Zuschauer beim Seifenkistenrennen in der Nordhäuser Altstadt von den Produkten dieser handwerklichen Intention überzeugen. Peters steuerte das herrliche Mobil, das eigentlich schon gar nichts mehr mit einer Seifenkiste zu tun hatte. Den Unfall vor einer Woche hat der Nordhäuser schon verwunden, er hat momentan eine größere Sorge. Es ist die Uhr am Rathausturm, genauer gesagt, es sind die Zeiger.
Hier die Vorgeschichte. Wir schreiben das Jahr 1988. Von der damaligen Stadtspitze gab es den Auftrag an die Nobas, die Rathausuhr aufzupeppen. Diesem Auftrag nahm sich Uwe Peters an. Wer sich noch an die damaligen Zeiten erinnert der weiß, wie schwer nicht nur Ersatzteile für mobile Untersätze zu erheischen waren.
Also stellten Peters und Kollegen das Zifferblatt und die Zeiger sozusagen als einen Teil der privaten Konsumgüterproduktion her. Die Zeiger bestanden aus V2A-Stahl, sie wurden schließlich noch vergoldet. Letztlich aber mangelte es an Schrauben. Im Geschäft von Fahrrad-Ströwer in der Stolberger Straße wurden die Uhren-Experten fündig. Einziges Manko – es waren keine rostfreien Schrauben aufzutreiben.
Und so gehen jetzt, 18 Jahr später, die Blicke von Uwe Peters sorgenvoll nach oben, wie das nnz-Foto beweist. Die Schrauben sind fast durchgerostet. Die Zeiger könnten abfallen. Hier fühlt sich der 46jährige sozusagen in der Pflicht. Erinnern kann er sich noch, dass im Jahr 1988 die Feuerwehr beim Anbringen der Uhr Hilfe leistete. So könnte seiner Meinung nach auch in diesem Jahr die Hilfe aussehen. Mittels einer Leiter oder eines Hubkorbes würde Uwe Peters sein Uhrenwerk gern vollenden. Die Schrauben hat er schon besorgt. Kosten wird er nicht in Rechnung stellen, schließlich habe man auch damals alles in der Freizeit gemacht. Und: es ist ja irgendwie auch seine Uhr.
Autor: nnz
Werk soll vollendet werden (Foto: nnz)
Der 46jährige Uwe Peters ist ein Bastler vor dem Herrn, wie man so geflissentlich sagt. Zweimal konnten sich die Zuschauer beim Seifenkistenrennen in der Nordhäuser Altstadt von den Produkten dieser handwerklichen Intention überzeugen. Peters steuerte das herrliche Mobil, das eigentlich schon gar nichts mehr mit einer Seifenkiste zu tun hatte. Den Unfall vor einer Woche hat der Nordhäuser schon verwunden, er hat momentan eine größere Sorge. Es ist die Uhr am Rathausturm, genauer gesagt, es sind die Zeiger.
Hier die Vorgeschichte. Wir schreiben das Jahr 1988. Von der damaligen Stadtspitze gab es den Auftrag an die Nobas, die Rathausuhr aufzupeppen. Diesem Auftrag nahm sich Uwe Peters an. Wer sich noch an die damaligen Zeiten erinnert der weiß, wie schwer nicht nur Ersatzteile für mobile Untersätze zu erheischen waren.
Also stellten Peters und Kollegen das Zifferblatt und die Zeiger sozusagen als einen Teil der privaten Konsumgüterproduktion her. Die Zeiger bestanden aus V2A-Stahl, sie wurden schließlich noch vergoldet. Letztlich aber mangelte es an Schrauben. Im Geschäft von Fahrrad-Ströwer in der Stolberger Straße wurden die Uhren-Experten fündig. Einziges Manko – es waren keine rostfreien Schrauben aufzutreiben.
Und so gehen jetzt, 18 Jahr später, die Blicke von Uwe Peters sorgenvoll nach oben, wie das nnz-Foto beweist. Die Schrauben sind fast durchgerostet. Die Zeiger könnten abfallen. Hier fühlt sich der 46jährige sozusagen in der Pflicht. Erinnern kann er sich noch, dass im Jahr 1988 die Feuerwehr beim Anbringen der Uhr Hilfe leistete. So könnte seiner Meinung nach auch in diesem Jahr die Hilfe aussehen. Mittels einer Leiter oder eines Hubkorbes würde Uwe Peters sein Uhrenwerk gern vollenden. Die Schrauben hat er schon besorgt. Kosten wird er nicht in Rechnung stellen, schließlich habe man auch damals alles in der Freizeit gemacht. Und: es ist ja irgendwie auch seine Uhr.
