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Neue Sieger

Montag, 28. August 2006, 13:37 Uhr
Nordhausen (nnz). Am vergangenen Wochenende fand die 4. Auflage des Scheunenhof-Triathlon in Sundhausen statt. Trotz eher mäßigen Wetters nahmen 320 Ausdauersportler aller Leistungskategorien daran teil. Die nnz mit einem detaillierten Bericht von Toralf Grafe.

Neue Sieger (Foto: nnz) Neue Sieger (Foto: nnz)

Der Kindertriathlon verzeichnete mit 36 Kindern zunächst einen Teilnehmerrekord. Bei den Jungs war die Übermacht des mit einer großen Teilnehmerzahl anreisenden HSV Weimar deutlich zu spüren. Über die Distanz 100 m Schwimmen, 2,5 km Rad und 400 m Lauf siegte Richard Rietschel (HSV Weimar, 11:47 min) vor Robert Bergling (LTV Erfurt, 11:54 min) und Ricardo Ammarell (HSV Weimar, 12:03 min). Beste Nordhäuser waren in der Gesamtwertung Florian Stalke mit Platz 10 (LV Altstadt, 13:38 min) und Elias Busch mit Platz 11 (SVN ’90, 13:40min). Bei den Mädchen kam die Gesamtsiegerin mit Luise Schulze dagegen aus Nordhausen (13:16 min), gefolgt von Leonie Haensel (HSV Weimar, 13:21 min) und Maxi Schorcht (SV Nordhausen ’90, 13:27 min).

Beim Jugend- und Einsteiger-Triathlon über die Strecke 400 m Schwimmen, 10 km Rad und 2,5 km Lauf gingen Sieg und Platzierungen sämtlich nach außerhalb: In der männlichen Wertung siegte Franz Schöps (HSV Weimar, 32:27 min) vor Sascha Poppe (LTV Erfurt, 35:30 min) und Amadeus Pötschke (Triathlon Jena, 35:36 min), bei den Damen wurde Marie Haensel (HSV Weimar, 37:22 min) Siegerin vor Julia Klink (38:08 min) und Julia Assing (HSV Weimar, 40:47 min).

Das bis dahin für das Hauptrennen um den Sparkassen-Cup bestehende Favoritengefüge wurde durch eine kurzfristige Anmeldung am Samstag morgen noch einmal gehörig durcheinander gebracht: Thomas Springer, Kaderathlet der deutschen Triathlon-Nationalmannschaft, hatte von seinem Trainer die Freigabe zur Teilnahme am Scheunenhof-Triathlon erhalten. Am Wochenende zuvor konnte Springer noch den internationalen U23 - Schweizer-Meistertitel erringen. Das beim Scheunenhof-Triathlon mit mehreren Bundesliga-Startern besetzte und so ohnehin schon Spannung versprechende Hauptrennen erhielt damit einen bislang nicht auf der Rechnung stehenden Favoriten, der seiner Rolle letztlich auch gerecht wurde.

Über 2000 Zuschauer sahen einen spannenden und hochkarätigen Wettkampf um den Sparkassen-Cup, bei dem sich die Kontrahenten nichts schenkten. Der neue Sieger Thomas Springer benötigte für die Strecke 750 m Schwimmen, 20 km Rad und 5 km Lauf eine Gesamtzeit von 00:57:28 h. Die Bundesliga-Konkurrenz folgte auf den Plätzen: Per Bittner vom envia-Team SV Halle belegte Platz zwei in der Zeit 00:58:56 h, dahinter folgten Frank-Peter Müller (Stadtwerke Leipzig) mit 00:59:20 h und Christian Ritter (envia-Team SV Halle, 00:59:35 h). Der Vorjahreszweite Henry Beck (TC Suhl) musste sich trotz harten Kampfes mit Platz fünf (00:59:44 h) zufrieden geben und wirkte nach dem Rennen enttäuscht. Aufgrund seiner derzeit guten Form hatte er sich offensichtlich mehr ausgerechnet.

Der enttrohnte dreifache Scheunenhof-Triathlon-Gewinner Mario Kopf lief auf Rang 8 ins Ziel (01:01:34 h), war jedoch nicht unzufrieden. „Angesichts der erwartet starken Konkurrenz konnte ich meine Chancen realistisch einschätzen“, so sein Kommentar nach dem Rennen. Gute Gegner werten einen Wettkampf auf. Er sei sicher, dass der Scheunenhof-Triathlon in den Folgejahren weitere Leistungsträger anziehen wird. Ein Super-Ergebnis angesichts der starken Konkurrenz erzielte der Nordhäuser Michael Schorcht (SVN ’90). Platz 10 hieß es am Ende in der Zeit 01:05:27 h.

Auch in der Damen-Konkurrenz gab es an der Spitze neue Namen. Dabei machte sich die Gesamtsiegerin Katja Dörre vom Tri-Finish Münster gleichzeitig ihr schönstes Geburtstagsgeschenk. Mit der Zeit 01:08:53 h hatte sie die Konkurrenz jederzeit im Griff, welche mit Judith Lotz (HSV Weimar, 01:12:14 h) und Susann Kramer (SV Halle, 01:12:30 h) auf den Plätzen folgte. Einen heißes Duell lieferten sich die Nordhäuserin Ann-Kathrin Sourell (SVN ’90) und Franziska Wittig (HSV Weimar) um die Plätze 4 und 5, das Wittig am Ende zwar äußerst knapp für sich entschied, auf der Ziellinie jedoch völlig entkräftet zusammenbrach (Wittig 01:12:36 h, Sourell 01:12:46 h). Ann-Kathrin Sourell hat mit ihrem 5. Platz im Damengesamtklassement von 29 Teilnehmerinnen ihre gute Saison mit einem Klasse-Ergebnis gekrönt.

Die Staffel-Wertungen gingen in der Sprint-Distanz an HSV Weimar (01:02:17 h) vor Team Eldorado (Nordhausen, 01:02:17 h) und Team Südharzer Laufshop (NDH, 01:03:42 h), in der Einsteiger-Distanz an SV Hermannsacker 2 ( 34:11 min) vor Blind Date (NDH, 37:05 min) und The three checka bunnys (37:29min). Alle Ergebnisse sind auch im Internet abrufbar.
Toralf Grafe
Autor: nnz

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