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Harte Woche

Freitag, 25. August 2006, 10:16 Uhr
Nordhausen (nnz). Wer da meint, die Ferien sind allein zur Erholung bestimmt, den will die nnz eines Besseren belehren. Für junge Nachwuchsfußballer des FSV Wacker 90 Nordhausen war die zurückliegende Woche ganz schön anstrengend. Heute wurden die kleinen Kicker jedoch belohnt.

Harte Woche (Foto: nnz) Harte Woche (Foto: nnz)

Seit einer Woche befinden sich 18 Kinder im Alter zwischen acht und elf Jahren in einem fußballerischen Erlebniscamp. Täglich standen zwei Trainingseinheiten auf dem Programm, übernachtet wurde im Schullandheim Harzrigi. Doch ein wenig Ferien sollten für die Youngster natürlich auch dabei sein. Und so es am Mittwoch einen Ausflug auf den Brocken und gestern einen Besuch im Nordhäuser Badehaus als „Entschädigung“.

Am heutigen Vormittag dann der sportliche Höhepunkt, das Abschlußtraining mit den „Großen“. Die nnz war beim Aufwärmtraining dabei. Zwischen den Nachwuchs mischten sich Sven Pistorius, Daniel Braun, Tino Steinberg und Stephan Hoffmann von der „Ersten“. Die fachmännische Anleitung übernahm kein geringerer als Cheftrainer Uwe Etzrodt.

Für acht der Kinder startet heute noch ein zusätzliches Abenteuer, sie sind die Sieger der Mini-WM auf dem Petersberg und können sich das Zweit-Bundesliga-Spiel Jena gegen Köln ansehen. Der „Rest“ vergnügt sich beim Bowling. Dann wird noch einmal im Schullandheim übernachtet, morgen nach dem Frühstück geht es nach Hause.

Die Kinder wurden während des „Erlebnis-Camps“ von Katrin Hildebrandt und Daniel Braun betreut. Katrin Hildebrandt übernahm den Part der allgemeinen Fürsorge, Daniel Braun hatte all das gemanagt, was mit dem Verein zusammenhing. Katrin Hildebrandt ist den nnz-Lesern längst keine Unbekannte. Sie berichtete ausführlich von der Mini-WM und hat ein großes Herz für den Nachwuchssport bei Wacker. Strahlende Kinderaugen sind oftmals der einzige Dank der couragierten Frau, die für diese „Erlebnis-Woche“ wieder einige Urlaubstage geopfert hatte. Macht sie gern, vor allem für ihren achtjährigen Sohn Oliver, aber auch für den Nachwuchssport bei Wacker.

Für Katrin Hildebrandt und die vielen anderen ehrenamtlichen Helfer in den Sportvereinen im Landkreis Nordhausen hat die öffentliche Hand kaum Geld, höchstens mal ein Dankeschön, wenn es der offizielle Politkalender Anfang Oktober so vorschreibt. Wenn dieses Engagement nicht mit Hochkultur vergleichbar ist, ein Teil des so genannten gesellschaftlichen Lebens ist es allemal.
Autor: nnz

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