nnz-online

Neuer "Heimatbote" ist erschienen

Freitag, 21. Dezember 2001, 10:53 Uhr
Nordhausen (nnz). Das fünfte Heft des „Heimatbote“ präsentiert sich in einem neuen Outfit. nnz-Mitarbeiter Rainer Hellberg hat für Sie schon mal eine Probe geschnuppert.


„Der Schnupftabak führte ein unspektakuläres Dasein, denn er löste keine Stadtbrände aus. Es ist also eine stille Geschichte, dessen Protagonisten lüsterne Nasen, fröhliche Schnupfer und Taschentücher auswaschende Personen sind“, beginnt Jörg-Michael Junker seinen Beitrag „Der Schnupftabak im Tabakgewerbe von Nordhausen - ein vergessener Produktionszweig der Stadt“. Der Autor entführt den Leser in das 18. Jahrhundert, in dem dieses Erzeugnis weit umfangreicher hergestellt wurde als der Kautabak. Junker berichtet über die Feuergefahren beim Rauchen in der einstigen alten Reichsstadt Nordhausen, über Verordnungen, die das Rauchen in Höfen, Ställen und Scheunen unter Strafe stellte, und spannt den Bogen bis ins erste Viertel des 21. Jahrhunderts und widmet sich schließlich den Tabakfabrikanten der Stadt.

Nachzulesen ist dieser Beitrag im neuen „Heimatboten“, der mit 5. Ausgabe ein anderes Outfit erhielt. Die Broschüre, jetzt im A5- Format, ist handlicher. Die Abbildungen sind qualitativ weiter verbessert worden und der Einband hat ein dekoratives und ansprechendes Äußere erhalten. Trotz dieser erfreulichen Veränderungen hat sich der Preis von 14,90 Mark nicht geändert. Geblieben ist auch die Themenvielfalt, die diese Publikationsreihe auszeichnet. So gibt Steffen Iffland in seinem Beitrag einen kleinen geschichtlichen Exkurs über die Untermühle und das Gemeindebackhaus in Salza und Michael Stampniok beschreibt „Die Siegel der Südharzer Dynastenfamilien vom 12. bis 14. Jahrhundert“. Des weiteren enthält der neue „Heimatbote“ eine Biographie von Dr. Arthur Lutze, einer der bekanntesten Homöopathen Deutschlands, der in Nordhausen das erste Rüstzeug für seine erfolgreiche Tätigkeit erhielt. Er entwickelte u.a. das Rezept für den Gesundheitskaffee „Echt Dr. Lutze“, der ab Mitte des 19. Jahrhunderts bis vor wenigen Jahren in der Nordhausen hergestellt wurde. Zwei Fortsetzungen „Die Ursprünge des Hexenglaubens“ und „Nordhäuser Straßen im Wandel der Zeit“ komplettieren die %. Ausgabe des 82-seitigen „Heimatboten“ (ISBN 3-9807032-4-X), der ab sofort in allen Buchhandlungen und auch auf dem derzeit stattfindenden Nordhäuser Weihnachtsmarkt zum Preis von 14,90 DM erhältlich ist.
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de