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Countdown läuft

Dienstag, 22. August 2006, 18:45 Uhr
Nordhausen (nnz). Zum außergewöhnlichsten Fußballspiel der letzten Jahre läuft der Countdown. Alles ist vorbereitet und selbst das Wetter soll besser werden. Während man sich im Theater über einen Brief aus Bochum freute, freute sich Wacker über einen neuen Spieler.

Im Nordhthüringer Lager kristallisieren sich inzwischen auch die Mannschaftsaufstellungen für den gemeinsamen Super-Kick heraus, die aber von den Vereinen vor dem Spiel nicht bekannt gegeben werden, um zum Spiel noch einen Überraschungseffekt zu erzielen. Fest steht inzwischen, dass die Nordthüringer in blau-weiß gegen die Rot Weißen antreten werden. Die weißen Trikots ziert das Logo der Theater-Kampagne „Theater macht Zukunft!“, Hose und Stutzen unseres Teams sind blau. Die Erfurter werden in traditionellem Rot auflaufen.

Während das Theater schon eine Stunde vor Spielbeginn mit einem bunten Rahmenprogramm für Stimmung sorgen will, wird die Halbzeitpause ganz im Zeichen sportlicher Aktivität stehen. Eine illustre Schar von Prominenten wird sich zum Elfmeterschießen einfinden, Nordhausens Bürgermeister Matthias Jendricke, der Landrat des Kyffhäuserkreises Peter Hengstermann, der mehrfache Thüringer Boxmeister Michael Werner, die Oberspielleiterin des Nordhäuser Theaters Kerstin Weiß, der Initiator des Matches und Geschäftsführer der Nordhäuser Stadtwirtschaft Arndt Forberger, Wacker-Legende Frank Ludwig und nicht zuletzt die beiden Präsidenten der Nordthüringer Vereine Matthias Cchochlow für die Sondershäuser Eintracht und Detlef Zeitler als Wacker-Präsident.

Ebenfalls in der Halbzeitpause werden die drei Eintrittskarten für das Bundesligaspiel Werder Bremen gegen Borussia Mönchengladbach unter den Zuschauern verlost, die der Nordclub dem Theater großzügig zur Verfügung gestellt hatte. Alle Zuschauer werden aufgefordert, ihre Karte morgen gut aufzuheben. Auf drei der Tickets wird sich ein Stempel des FSV Wacker 90 finden. Wer eine solche Karte hat, der bekommt eines der begehrten Werder-Tickets.

Großen Anteil am Zustandekommen der außergewöhnlichen Partie haben zwei Männer, die in einer Firma, aber für unterschiedliche Fußballvereine arbeiten. Helmut Meyer ist Vorstandsvorsitzender der GeAT AG in Erfurt und sitzt dort im Aufsichtsrat des FC Rot Weiß Erfurt. Sein Nordhäuser Filialleiter Bernd Fritschler ist Schatzmeister bei Wacker Nordhausen. Beide haben über ihre heißen Drähte entscheidend zur schnellen und unkomplizierten Einigung bei diesem Match beigetragen. Darüber hinaus engagierte sich die GeAT AG auch finanziell, um anfallende Kosten abzufedern.

Als letzter Neuzugang für die Saison 2006/07 hat jetzt Hauke Lattmann einen Zweijahresvertrag beim FSV Wacker 90 unterschrieben. Der dreißigjährige Allrounder kommt vom Ligakonkurrenten Blau Weiß Niederpöllnitz, wo er die vergangenen sechs Jahre einer der Leistungsträger war. Hauke ist ein echter Harzer Junge aus Braunlage und besuchte Anfang der Neunziger Jahre das Sportgymnasium in Oberhof, wo er zum Kader der Skilanglauf-Juniorennationalmannschaft und später zur Sportfördergruppe der Bundeswehr gehörte. 1999 siegte sein Fußballerherz und er schloss sich dem Landesligisten Niederpöllnitz an.

Momentan schließt Hauke Lattmann sein Studium der Bauwirtschaft in Weimar ab und schreibt seine Diplomarbeit. Parallel sucht er sich in Nordhausen eine berufliche Existenz aufzubauen. Bis Ende September werden wir sich die Nordhäuser Fußballfans noch gedulden müssen, ehe er im Wacker-Trikot in Aktion treten wird.
Autor: osch

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