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Zwei Minuten

Sonntag, 20. August 2006, 17:45 Uhr
Nordhausen (nnz). Wer ist die Fussball-Macht in Nordhüringen: Nordhausen oder Sondershausen? Diese Frage sollte heute Nachmittag in der „Vorstadt“ geklärt werden. Die nnz war mitten drin unter 1.200 Zuschauern und hat die Antwort mit einem sportlichen Klick.

Zwei Minuten (Foto: nnz) Zwei Minuten (Foto: nnz)

Die Stimmung war recht aufgeheizt. Die „wilden Horden“ aus Nordhausen hatten bereits eine halbe Stunde vor Spielbeginn ihre Stellung hinterm Zaun auf dem Göldner bezogen. Sie sahen nach dem Anpfiff eine munter aufspielende Wacker-Truppe, die in den ersten zehn Minuten reihenweise Chancen (Braun/4., Klaus/5.) hatte, diese aber nicht verwerten konnte. Lars Pohl sorgte in der 13. Minute per Kopf noch einmal für Gefahr vor dem Sonderhäuser Tor. Dann verflachte die Begegnung, die Nordhäuser ließen sich von spieltechnisch schwachen Sondershäusern einlullen.

Dann aber – wie aus heiterem Fußballhimmel – der Doppelschlag von Sebastian Caspar. Der Sondershäuser nutze katastrophale Abwehrfehler der Wackeren und erzielte das 1:0 in der 36. sowie das 2:0 in der 37. Minute. Besonders schlecht sah Cornelius Brack aus, Caspar war eigentlich sein Mann.

Doch die Nordhäuser gaben nicht auf, in der 40. Minute köpfte Torsten Klaus den Anschlusstreffer in die Maschen von Lars Grenschke. In der Pause hatte Trainer Uwe Etzrodt seine Mannschaft ordentlich zusammengestaucht. Und auf dem Platz machte Wacker wieder Druck. Aber die Sondershäuser waren eher auf zerstören denn auf spielen aus, in der 57. Minute verpasste Pohl eine Eingabe vom brillanten Spielmacher Jacek Ciesla.

Und so musste der Nordhäuser Anhang bis zur 70. Minute warten, ehe wieder Torsten Klaus als „Knipser“ zuschlug. Der Ex-Sondershäuser wurde auf der rechten Seite angespielt und zog flach ab ins linke untere Eck.

Ein Unentschieden, mit dem eigentlich nur die Nordhäuser unzufrieden sein müssen. Sie waren die spieltechnisch bessere Mannschaft. Die Klasse reichte aber nicht, um das Kick and Rush der Heimmannschaft knacken zu können. Die Frage nach der Vormacht in Nordthüringen bleibt erst einmal unbeantwortet. Vielleicht auch gut so – am Mittwoch kicken beide Team zusammen, gegen Rot Weiß aus der Landeshauptstadt, für Theater und Loh-Orchester.
Autor: nnz

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