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nnz-Rückspiegel: 20. Dezember 2000

Donnerstag, 20. Dezember 2001, 08:11 Uhr
Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war? Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden.


Präsident unzufrieden mit jungen Spielern - Partner für Trainer im Gespräch
Nach der wirtschaftlichen Rettung von Wacker Nordhausenn plagen Präsident Wolfgang Lutze momentan ganz andere Sorgen. Für ihn steht fest, daß vor allem die „mittlere Reihe“ des Kaders begreifen müsse, daß in Nordhausen Oberligafußball gespielt werde. „Da sollten Spieler wie Sven Pistorius, René Facius oder Sten Prokosch endlich merken, daß sie ihr persönliches Leben auch auf die Anforderungen des Fußballs einstellen müssen. Nur das Dress von Wacker zu tragen, das reicht für die Oberliga nicht aus“, so Lutze gegenüber nnz. Mit anderen Worten, der Präsident fordert mehr Professionalität, unter anderem in punkto Zweikampfverhalten. Als vorbildlich bezeichnet er das Engagement von Dirk Malura, der keinem Zweikampf aus dem Wege gehe. In der zweiten Januarwoche soll die Mannschaft zu einem Trainingslager zusammengezogen werden. Da werden vielleicht auch neue Gesichter im Kader auftauchen. Kontakte gibt es nach nnz-Informationen mit Jens Funke aus Leinefelde und einem neuen Torhüter aus einem der großen Thüringer Leistungszentren. Sollte es bis zum Beginn der Rückrunde zu den entsprechenden Vertragsabschlüssen kommen, dann hätte Wacker einen Kader von 20 bis 25 Mann. Einzig aus diesem Grund heraus, soll auch Trainer Dirk Fuhrmann Verstärkung erhalten. „Wir sind derzeit auf der Suche nach einem erfahrenen Partner für Fuhrmann, der ihn in taktischer Hinsicht unterstützen kann“, betont Wolfgang Lutze.


Gaswerkgelände: Staatsanwaltschaft bestätigt Anfangsverdacht der Untreue
Bei der Mühlhäuser Staatsanwaltschaft laufen immer noch die Ermittlungen zum Ankauf des Gaswerkgrundstückes (nnz berichtete in dieser Woche). Gegenüber nnz bestätigte Behördensprecher Dirk Germerodt einen Anfangsverdacht gegen einige Mitarbeiter der Kreisverwaltung. Untreue lautet der Verdacht der Ermittler. Die entsprechenden Personen hätten in den kommenden Wochen Gelegenheit, sich zu den Vorwürfen zu äußern. Angeblich, so Germerodt, sollen Verantwortliche im Landratsamt bei der Anbahnung des Kaufs von der erheblichen ökologischen Belastung des Grundstückes Kenntnis gehabt haben. Allerdings stehe diese Behauptung noch auf „wackligen Füßen“. Mit dem Abschluß der Ermittlungen rechnet die Staatsanwaltschaft nicht vor Februar des kommenden Jahres.


Suche nach Markus: Polizei verteilt am Donnerstag Handzettel an der B 80
Die Nordhäuser Polizei hat heute die Suche nach dem 12-jähirgen Markus Heinrich aus Niedergebra verstärkt. Der Junge ist seit 13 Tagen verschwunden. Um alle Möglichkeiten der Fahndung auszuschöpfen, werden morgen an der B 80 in der Ortslage Niedergebra Fahrzeugführer befragt. In der Zeit zwischen 17 und 18 Uhr werden durch Polizeibeamte Handzettel verteilt. Die Polizei hat die Hoffnung, dabei Hinweise von Berufspendlern zu erhalten. Für eventuell auftretende Verkehrseinschränkungen in diesem Bereich bittet die Polizei um Verständnis. Bereits in den zurückliegenden Tagen hatte die Polizei mit einem Großaufgebot und der Unterstützung von Hundestaffeln und einem Hubschrauber nach dem verschwundenen Kind gesucht.
Autor: nnz

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