Weihnachtszeit - Zeit voller Kassen?
Mittwoch, 19. Dezember 2001, 14:47 Uhr
Nordhausen (nnz). Das Weihnachtsgeschäft ist im vollen Gange. Die Kassen der Händler klingeln wie noch nie in diesem Jahr. Doch sind auch alle zufrieden?
Die bisher vermeldete Umsatz-Euphorie der Händler im diesjährigen Weihnachtsgeschäft trifft nicht überall zu. Darauf machte die IHK Erfurt aufmerksam. Im Ergebnis einer Umfrage unter rund 500 Thüringer Einzelhändlern berichteten immerhin 55 Prozent von niedrigeren Umsätzen im Vergleich zum Vorjahr. Lediglich 27 Prozent erzielten danach bessere Ergebnisse.
Allerdings zeigt sich eine deutliche regionale Differenzierung, berichtet IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Während vor allem die Händler in den Zentren und Einkaufsparks großer Städte - wie der Landeshauptstadt - zusätzliche Umsätze verbuchen konnten, verzeichnen die Geschäfte in Randlagen und kleineren Orten mitunter erhebliche Rückgänge. Ein breites und vielfältiges Warenangebot sowie eine gute Erreichbarkeit und ausreichend Parkplätze würden dem Kundenwunsch nach einem schnellen und bequemen Einkauf am ehesten entsprechen.
Vier Monate nach Abschaffung des Rabattgesetzes und der Zugabeverordnung hätten sich zudem die Händler auf die Veränderungen im Kundenverhalten gut eingestellt. Die Anwendung von Kundenbindungssystemen habe deutlich zugenommen. Jeder dritte Geschäftsinhaber würde mit kleinen Zugaben werben. Weiterhin unterschiedlich sei auch der Vorbereitungsstand der Einzelhändler auf die Euro-Einführung. Während große Handelskonzerne und -filialisten die Euro-Vorbereitung weitestgehend abgeschlossen haben, wären kleine und mittlere Handelsunternehmen noch verunsichert. Verständlich, agiert doch der Einzelhandel in den nächsten Wochen und Monaten als eine gigantische Wechselstube, so Grusser.
Autor: nnzDie bisher vermeldete Umsatz-Euphorie der Händler im diesjährigen Weihnachtsgeschäft trifft nicht überall zu. Darauf machte die IHK Erfurt aufmerksam. Im Ergebnis einer Umfrage unter rund 500 Thüringer Einzelhändlern berichteten immerhin 55 Prozent von niedrigeren Umsätzen im Vergleich zum Vorjahr. Lediglich 27 Prozent erzielten danach bessere Ergebnisse.
Allerdings zeigt sich eine deutliche regionale Differenzierung, berichtet IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Während vor allem die Händler in den Zentren und Einkaufsparks großer Städte - wie der Landeshauptstadt - zusätzliche Umsätze verbuchen konnten, verzeichnen die Geschäfte in Randlagen und kleineren Orten mitunter erhebliche Rückgänge. Ein breites und vielfältiges Warenangebot sowie eine gute Erreichbarkeit und ausreichend Parkplätze würden dem Kundenwunsch nach einem schnellen und bequemen Einkauf am ehesten entsprechen.
Vier Monate nach Abschaffung des Rabattgesetzes und der Zugabeverordnung hätten sich zudem die Händler auf die Veränderungen im Kundenverhalten gut eingestellt. Die Anwendung von Kundenbindungssystemen habe deutlich zugenommen. Jeder dritte Geschäftsinhaber würde mit kleinen Zugaben werben. Weiterhin unterschiedlich sei auch der Vorbereitungsstand der Einzelhändler auf die Euro-Einführung. Während große Handelskonzerne und -filialisten die Euro-Vorbereitung weitestgehend abgeschlossen haben, wären kleine und mittlere Handelsunternehmen noch verunsichert. Verständlich, agiert doch der Einzelhandel in den nächsten Wochen und Monaten als eine gigantische Wechselstube, so Grusser.
