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Welterbe weiter gefährdet

Montag, 07. August 2006, 06:55 Uhr
Nordhausen (nnz). Unter dem Druck der UNESCO gewinnen die Gegner der Waldschlößchenbrücke in Dresden an Einfluss. Laut einer Umfrage sank das Ergebnis eines ersten Bürgerentscheids um 15 Prozentpunkte.


Knapp vier Wochen nach Ankündigung der Welterbekommission, das Elbtal beim Bau der Brücke von der Weltkulturerbe-Liste zu streichen, würden sich heute noch 47 Prozent für die Brücke und 53 Prozent dagegen aussprechen. Mit 60 Prozent sei die Ablehnung unter den jüngeren Dresdnern (18-30 Jahre) besonders hoch, ergab eine Umfrage der «Sächsischen Zeitung» (Montagausgabe) unter 500 Dresdnern.

Der Ausgang eines möglichen neuen Bürgerentscheids würde jedoch maßgeblich von der Wahlbeteiligung abhängen. Bei einer Befragung derjenigen, die sich im Frühjahr 2005 am Bürgerentscheid beteiligten - das waren 50,8 Prozent der Wahlberechtigten - ergebe sich ein anderes Bild. 53 Prozent würden sich heute wieder für die Waldschlößchenbrücke entscheiden. Das seien zwar 15 Prozentpunkte weniger als beim ersten Bürgerentscheid. Trotzdem hätten die Bau-Befürworter nach Angaben des Blattes noch eine knappe Mehrheit.

Wie dazu ddp berichtet ist von den Gegnern der Waldschlößchenbrücke nur etwa jeder sechste der Meinung, dass in Dresden überhaupt keine neue Elbbrücke gebaut werden sollte. Fast die Hälfte derer, die die Brücke ablehnen, wolle alternativ einen Tunnel.
Autor: nnz

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