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nnz-Rückspiegel: 19. Dezember 2000

Mittwoch, 19. Dezember 2001, 07:15 Uhr
Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war? Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden.


968 Mark Spendenerlös für AIDS-Hilfe und UNICEF
Das Gesundheitsamt der Nordhäuser Kreisverwaltung hat der AIDS-Hilfe Unstrut-Hainich e.V. in Mühlhausen und der UNICEF 968 Mark übergeben. Das Geld stammt aus dem Erlös einer Spendenaktion anläßlich des Welt-AIDS-Tages. Bei den Spendern wurden vor allem Schulen des Landkreises Nordhausen hervorgehoben, die sich maßgeblich an der Aktion beteiligt hatten. Am Aktionstag fanden auch die Informationsstände, die von Schülern betreut wurden, ein großes Interesse. Bedanken wollen sich die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes auch beim Management der Südharz-Galerie und der Staatlichen Berufsbildenden Schule für Gesundheit und Soziales für die Unterstützung bei der Organisation von Veranstaltungen am 1. und 4. Dezember.


Kreistagsmitglieder fordern detaillierte Information
„Als oberster Dienstbehörde der Beamten und Dienstvorgesetztem der Bediensteten der Kreisverwaltung obliegt dem Landrat die disziplinarische Verantwortung. Entsprechende disziplinarische Konsequenzen erscheinen in einzelnen Ämtern dringendst angeraten.“ Diese beiden Sätze haben schon fast nostalgischen Charakter. Sie sind dem Abschlußbericht des Ausschusses zur Untersuchung der Vorgänge beim Ankauf des ehemaligen Gaswerkgeländes durch den Landkreis Nordhausen entnommen. Datiert ist der einstimmig gefaßte Beschluß auf den 7. Februar 2000. Nur umgesetzt wurde dieser Beschluß bislang nicht. Landrat Joachim Claus (CDU) verweist in seiner Antwort zum Bearbeitungsstand des Beschlusses auf die Mühlhäuser Staatsanwaltschaft. Die hätte von der Kreisverwaltung die Aktenberge zur Bearbeitung erhalten. Die Mühlhäuser Staatsanwaltschaft soll klären, ob die Umstände des Ankaufs des Gaswerksgeländes strafrechtlich relevant seien. Zum Hintergrund: Die Kreisverwaltung hatte das Gaswerksgelände von der TEAG gekauft, um weitere Parkplätze für die benachbarte Musikschule anzulegen. Nicht berücksichtigt wurde, daß dieses Gelände besonders stark belastet ist. Das Staatliche Umweltamt Sondershausen ging in einer Sanierungsanordnung von Kosten in mehreren Millionen Mark aus. Diese müsse nach dem derzeitigen Stand der Kreis zahlen, abzüglich eventuell erwartender Fördermittel. In einer überarbeiteten Sanierungskonzeption wird immer noch von fast fünf Millionen Mark ausgegangen.


Turmbekrönung am Altentor heute komplett aufgesetzt
Am 23. November 2000 wurde auf das denkmalgeschützte Haus „Am Altentor 8“ ein Erkerturm gesetzt (nnz berichtete), der zur ursprünglichen Ausstattung des Hauses gehörte. Heute nun wurde der Turm durch eine Krönung ergänzt. Auf einer Metallmanschette befindet sich eine Kugel, darüber eine Wetterfahne und ganz oben eine zweite kleinere Kugel. Dieses Ensemble wurde heute aufgesetzt. Geschmiedet wurde die Bekrönung vom Metallgestalter Martin Figulla aus Wolkramshausen. Für die gesamte Dachsanierung wurden beim Erfurter Landesamt für Denkmalpflege Fördermittel beantragt. Davon wurden über 100.000 Mark bewilligt, auf den Turm entfallen dabei rund 40.000 Mark. Das Haus entstand 1893 und gehörte der Familie Carl Bohnhardt, die eine Weinhandlung betrieb. In den 70er Jahren war darin der VEB Kraftverkehr untergebracht, später das Bauamt des Kreises Nordhausen. Das Gebäude, das heute das Sozialgericht und das Arbeitsgericht beherbergt, gehört seit 1992 dem Landkreis Nordhausen.
Autor: nnz

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