Premiere im Landratsamt
Dienstag, 18. Dezember 2001, 19:14 Uhr
Nordhausen (nnz). Im Nordhäuser Landratsamt wurden heute neue deutsche Staatsbürger begrüßt. Auch für Landrat Joachim Claus (CDU) eine Premiere.
Alle Bürger, die in diesem Jahr im Landkreis Nordhausen in den deutschen Staatsverbund aufgenommen wurden, sollte in Form eines Festaktes gewürdigt werden. So stand es in der Einladung geschrieben und die meisten der 17 neuen deutschen Bürger waren dieser gefolgt. Für sie wurde der Plenarsaal, in dem sonst die Fraktionäre des Kreistages streiten, mit einem würdigen und festlichen Rahmen versehen. Als kulturellen Zuschlag gab es Musikstücke, vorgetragen von Solisten der Nordhäuser Kreismusikschule.
Das Besondere am Erhalt der deutschen Staatsbürgerschaft wolle man würdigen, meinte Joachim Claus und dankte vor allem seiner zweiten Beigeordneten Loni Grünwald (PDS) für deren Initiative. Claus blickte in seinen Grußworten auch auf den 8. Dezember in Nordhausen zurück. Da habe die Region ihr Gesicht gegen einen rechten Aufmarsch und damit gegen Fremdenhaß gezeigt. Für den Landrat seien dies Tendenzen, deren wegen es sich lohnen würde hier in Deutschland zu leben und sich zu diesem Staat und seinem Grundgesetz zu bekennen. So wertete Claus die Aufgabe der bisherigen Staatsbürgerschaft als eine Lebensentscheidung, in der schließlich auch das Vertrauen in diese Gesellschaft zum Ausdruck komme.
Die Würde des Menschen ist unantastbar, diese ersten Sätze des Grundgesetzes seien auch für die Menschen aus Indien, Kasachstan, Rumänien, der Türkei, Tschechien oder Griechenland, die jetzt einen deutschen Paß haben, zur obersten Handlungsmaxime. Mit der Annahme der deutschen Staatsbürgerschaft übernehmen die Geehrten nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten, erinnerte der Landrat. Da seien zum Beispiel Ehe und Familie. Die hätten in Deutschland eine tiefe Verwurzelung, sie zu schützen und zu pflegen werde nicht nur durch den Staat gewürdigt, sondern müsse durch jeden Bürger praktiziert werden. Im Anschluß an die Rede des Landrates erhielten die Gäste eine Rose, eine Urkunde und ein Buch. Bleibt zu hoffen, dass aus dieser heutigen Premiere im nächsten Jahr bereits eine Tradition wird.
Autor: nnzAlle Bürger, die in diesem Jahr im Landkreis Nordhausen in den deutschen Staatsverbund aufgenommen wurden, sollte in Form eines Festaktes gewürdigt werden. So stand es in der Einladung geschrieben und die meisten der 17 neuen deutschen Bürger waren dieser gefolgt. Für sie wurde der Plenarsaal, in dem sonst die Fraktionäre des Kreistages streiten, mit einem würdigen und festlichen Rahmen versehen. Als kulturellen Zuschlag gab es Musikstücke, vorgetragen von Solisten der Nordhäuser Kreismusikschule.
Das Besondere am Erhalt der deutschen Staatsbürgerschaft wolle man würdigen, meinte Joachim Claus und dankte vor allem seiner zweiten Beigeordneten Loni Grünwald (PDS) für deren Initiative. Claus blickte in seinen Grußworten auch auf den 8. Dezember in Nordhausen zurück. Da habe die Region ihr Gesicht gegen einen rechten Aufmarsch und damit gegen Fremdenhaß gezeigt. Für den Landrat seien dies Tendenzen, deren wegen es sich lohnen würde hier in Deutschland zu leben und sich zu diesem Staat und seinem Grundgesetz zu bekennen. So wertete Claus die Aufgabe der bisherigen Staatsbürgerschaft als eine Lebensentscheidung, in der schließlich auch das Vertrauen in diese Gesellschaft zum Ausdruck komme.
Die Würde des Menschen ist unantastbar, diese ersten Sätze des Grundgesetzes seien auch für die Menschen aus Indien, Kasachstan, Rumänien, der Türkei, Tschechien oder Griechenland, die jetzt einen deutschen Paß haben, zur obersten Handlungsmaxime. Mit der Annahme der deutschen Staatsbürgerschaft übernehmen die Geehrten nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten, erinnerte der Landrat. Da seien zum Beispiel Ehe und Familie. Die hätten in Deutschland eine tiefe Verwurzelung, sie zu schützen und zu pflegen werde nicht nur durch den Staat gewürdigt, sondern müsse durch jeden Bürger praktiziert werden. Im Anschluß an die Rede des Landrates erhielten die Gäste eine Rose, eine Urkunde und ein Buch. Bleibt zu hoffen, dass aus dieser heutigen Premiere im nächsten Jahr bereits eine Tradition wird.
