nnz-Doku: Für unser Theater (13)
Montag, 31. Juli 2006, 11:39 Uhr
Nordhausen (nnz). Nach vielen Statements von Bürgern und politischen Vereinigungen haben sich jetzt auch führende Vertreter der evangelischen Kirche in Nordhausen für den Erhalt des Theaters ausgesprochen. Die nnz veröffentlicht einen offenen Brief der Kreissynode des Südharzes.
Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,
die Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Südharz bittet Sie eindringlich, die geplanten Kürzungen der Landesmittel für das Theater Nordhausen und das Lohorchester Sondershausen nicht zu beschließen, um den langfristigen Erhalt dieser für die Region Nordthüringen Identitätsfördernden Kultureinrichtungen zu sichern.
Wir sind uns bewusst, dass auch das Land Thüringen in Zeiten zurückgehender finanzieller Mittel nach Wegen gesucht werden muss, den Haushalt langfristig zu konsolidieren. Wir halten die geplante einschneidende Kürzung der Landesmittel für diese Kultureinrichtungen aber für eine gefährliche kulturpolitische Weichenstellung für die Region Nordthüringen.
Der Einzugsbereich des Nordhäuser Theaters umfasst mehr oder weniger die gesamte Region Nordthüringen und die angrenzenden Gebiete der Bundesländer Sachsen-Anhalt und Niedersachsen. Zudem hat sich in den letzten Jahren ein dichtes Netz der Zusammenarbeit mit anderen Bildungsträgern, wie z.B. den Schulen in Nordhausen und im Landkreis entwickelt. Das vorbildlich arbeitende Jugendtheater Nordhausen ist eine Frucht dieser guten Vernetzung der bildungs- und kulturpolitischen Arbeit.
Zu diesem Netz gehört auch die überaus gute Zusammenarbeit zwischen dem Theater Nordhausen und dem Lohorchester Sondershausen auf der einen und dem Evangelischen Kirchenkreis Südharz auf der anderen Seite. Zahlreiche gemeinsame Aufführungen von Theater, Lohorchester und der Nordhäuser Kantorei und die gemeinsame Planung und Durchführung von besonderen Projekten sind Ausdruck dieser guten und lebendigen Tradition der Zusammenarbeit von Theater und Kirche.
Mit der geplanten Mittelkürzung wäre auch diese Vernetzung des Theaters mit anderen Bildungsträgern gefährdet und die Folgewirkungen für die Region Nordthüringen als Heimat und Lebensraum für mehrere hunderttausende Menschen dramatischer, als sich dies mit nüchternen Zahlen ausdrücken und darstellen lässt.
Wir bitten Sie, sehr geehrter Herr Ministerpräsident Althaus, daher dringend, die Landesmittel für das Theater Nordhausen und das Lohorchester Sondershausen nicht in der vorgeschlagenen Weise drastisch zu senken, damit beide Kultureinrichtungen für die Menschen in Nordthüringen ihre heimat- und Identitätsstiftende Bedeutung behalten können.
Die Präses der Kreissynode, Petra Gunst, und der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Südharz, Michael Bornschein, im Auftrag der Kreissynode
Autor: nnzSehr geehrter Herr Ministerpräsident,
die Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Südharz bittet Sie eindringlich, die geplanten Kürzungen der Landesmittel für das Theater Nordhausen und das Lohorchester Sondershausen nicht zu beschließen, um den langfristigen Erhalt dieser für die Region Nordthüringen Identitätsfördernden Kultureinrichtungen zu sichern.
Wir sind uns bewusst, dass auch das Land Thüringen in Zeiten zurückgehender finanzieller Mittel nach Wegen gesucht werden muss, den Haushalt langfristig zu konsolidieren. Wir halten die geplante einschneidende Kürzung der Landesmittel für diese Kultureinrichtungen aber für eine gefährliche kulturpolitische Weichenstellung für die Region Nordthüringen.
Der Einzugsbereich des Nordhäuser Theaters umfasst mehr oder weniger die gesamte Region Nordthüringen und die angrenzenden Gebiete der Bundesländer Sachsen-Anhalt und Niedersachsen. Zudem hat sich in den letzten Jahren ein dichtes Netz der Zusammenarbeit mit anderen Bildungsträgern, wie z.B. den Schulen in Nordhausen und im Landkreis entwickelt. Das vorbildlich arbeitende Jugendtheater Nordhausen ist eine Frucht dieser guten Vernetzung der bildungs- und kulturpolitischen Arbeit.
Zu diesem Netz gehört auch die überaus gute Zusammenarbeit zwischen dem Theater Nordhausen und dem Lohorchester Sondershausen auf der einen und dem Evangelischen Kirchenkreis Südharz auf der anderen Seite. Zahlreiche gemeinsame Aufführungen von Theater, Lohorchester und der Nordhäuser Kantorei und die gemeinsame Planung und Durchführung von besonderen Projekten sind Ausdruck dieser guten und lebendigen Tradition der Zusammenarbeit von Theater und Kirche.
Mit der geplanten Mittelkürzung wäre auch diese Vernetzung des Theaters mit anderen Bildungsträgern gefährdet und die Folgewirkungen für die Region Nordthüringen als Heimat und Lebensraum für mehrere hunderttausende Menschen dramatischer, als sich dies mit nüchternen Zahlen ausdrücken und darstellen lässt.
Wir bitten Sie, sehr geehrter Herr Ministerpräsident Althaus, daher dringend, die Landesmittel für das Theater Nordhausen und das Lohorchester Sondershausen nicht in der vorgeschlagenen Weise drastisch zu senken, damit beide Kultureinrichtungen für die Menschen in Nordthüringen ihre heimat- und Identitätsstiftende Bedeutung behalten können.
Die Präses der Kreissynode, Petra Gunst, und der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Südharz, Michael Bornschein, im Auftrag der Kreissynode
