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nnz-Forum: Miteinander reden

Donnerstag, 27. Juli 2006, 11:24 Uhr
Nordhausen (nnz). Am Montag veröffentlichte die nnz einen Brief von Dr. Horst Kox. Darin übte der Sollstedter massive Kritik an der Kreisverwaltung, insbesondere an der Beigeordneten Loni Grünwald von der Linkspartei.PDS. Jetzt antwortet ein ehemaliger Schüler von Dr. Kox im Forum der nnz.


„Ich kann mir nicht erklären, warum sich Dr. Kox über fehlende Kommunikation in Bezug auf das Landratsamt beschwert. Hat er doch selbst nie den Hörer in die Hand genommen und versucht einen Konsens mit seinem Bauernopfer, Loni Grünwald, zu arrangieren. Anscheinend ist auch er nicht bereit den direkten Weg zu wählen, sondern bevorzugt eine Konfrontation in den regionalen Medien. Als ehemaliger Schüler von Dr. Kox kann ich dazu nur sagen: Hätte ich mich bei jedem Problem, dass ich mit ihm hatte an die Schülerzeitung des Bleicheröder Schillergymnasiums gewendet, hätte die Redaktion dieser kleinen aber feinen Zeitung sicher einiges zu tun gehabt. Aber wenn er sich recht erinnert, habe ich ihn wohl immer direkt angesprochen.

Als Mitarbeiter des Landtagsabgeordneten Werner Buse und Mitglied im Kreisvorstand der Linkspartei.PDS, arbeite ich mit Frau Grünwald zu aktuellen Belangen eng zusammen. Sei es zum Thema Schwimmhalle oder der von Herrn Dr. Kox wieder aufgeworfenen Problematik der Schulnetzplanung. Gerade zu Letzterem hatte ich weit mehr als einen Termin im Landratsamt und habe mir die Sachlage erläutern lassen. Abgesehen davon, haben Frau Grünwald und ich das angesprochene Bleicheröder Gymnasium besucht und die „Vision“ einer Gesamtschule für Bleicherode und somit dem Erhalt aller Schularten in dieser Stadt erläutert. Eine Vision, die ihre herausragenden Beispiele in Thüringen findet.

Vielleicht erinnert sich Herr Dr. Kox auch an die letzte Kreistagssitzung, bei der sich Frau Grünwald eingehend und mit umfassender Begründung für die Beschließung des Kreishaushaltes ausgesprochen hat. Das dieser nicht zustande kam, findet seine Gründe vielleicht auch in den Archiven der Vergangenheit, ist der jetzigen Situation aber sicher nicht dienlich und hat somit auch Auswirkungen auf die Sollstedter Schwimmhalle.

An dieser Stelle wünschte ich mir einen Vorschlag von Dr. Kox und/oder seiner Partei, wie die anstehenden Reparaturen finanziert werden sollen und zwar mit dem Hintergrund eines nicht beschlossenen Haushaltes und somit ohne Möglichkeit weiterer Kreditaufnahmen. Ich finde es mindestens genauso bedauerlich, dass die Schwimmhalle die ich viele Jahre gern besuchte, nun vor dem Aus steht.

Parteien und deren Vertreter neigen gelegentlich zu Standpunkten, die einzig und allein dazu dienen den politischen Gegner vorzuführen. Da unterscheidet sich sicher auch meine Partei nicht von den Anderen und irgendwie gehört es auch zu diesem Geschäft. Aber für mich gibt es eine Grenze. Und diese Grenze beginnt auf kommunaler Ebene bei solch elementaren Problemen wie der Schulnetzplanung, die von Dr. Kox in unsachlicher Art und Weise ausgenutzt werden.

Ich hoffe nur, dass diese Stimmungsmache ihre Wurzeln nicht in den Archiven der Vergangenheit findet!? Die herausragenden Probleme vor denen der Landkreis und dessen Bürger stehen, brauchen meiner Meinung nach eine sachliche sowie inhaltliche Diskussion und keine Stimmungsmache mit dem Ziel einzelne Personen zu denunzieren.“
Alexander Scharff, Nordhausen
Anmerkung der Redaktion:
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Autor: nnz

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