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nnz-Forum: Zulieferer entsetzt

Mittwoch, 26. Juli 2006, 16:12 Uhr
Nordhausen (nnz). Mit der Schließung der Nobas Ende 2007 würde nicht nur eine Traditionsbranche in Nordhausen sterben, es würden nicht nur Arbeitsplätze verloren gehen. Auch die Zulieferer haben dann Probleme. Und die haben der nnz einen Brief geschrieben.


Die Zulieferer und Dienstleister der Günter Papenburg AG im BT HBM/Nobas erzielen einen jählichen Umsatz von 2,06 Millionen Euro. Da seit acht Jahren die Oberbürgermeisterin und der Landrat mit Ihren Gremien kein Industriegebiet anbieten konnten, zählt besonders dieser Verlust des Auftragsvolumens. Gewiss gab es seit dem 02.10.2003 mit der Rahmenvereinbarung zur Standortsicherung Meinungsverschiedenheiten zwischen Belegschaft und Geschäftsleistung, aber es kann nicht sein, das ein Unternehmer unter derartigen Druck keinen weiteren Ausweg sieht, als den Betrieb zu schließen.

Auch wenn die Gewerkschaft in Ihrer einseitigen Berichterstattung nur von der Insolvenz der Nobas Spezialstahlbau GmbH mit 49 Arbeitskräften spricht, so bleibt dies der Zuliefererbetrieb. Die Günter Papenburg AG mit dem BT HBM- Nobas mit 86 Arbeitskräften, fertigt weiter Baumaschinen auf hohem Niveau mit einer überdurchschnittlich guten Auftragslage. Diesen Zustand wünscht sich jedes Unternehmen in der Marktwirtschaft, mit gefüllten Auftragsbüchern in die Zukunft zu sehen.

Diese Geschäftsführung, die für 86 Arbeitnehmer einen sicheren Arbeitsplatz ermöglichen könnte, wird durch die Gewerkschaft in der öffentlichen Kommunikation angeprangert. Mit solchen Parolen wie „der Nobas- Chef meldet zu spät Insolvenz an“ oder „Ermittlung gegen Nobas- Chefs“ versucht die IG Metall- Bevollmächtigte Astrid Schwarz-Zaplinski die Geschäftsführung zu kriminalisieren, was an dieser Stelle klar verurteilt wird. Es ist bei der Insolvenz eines jeden Betriebes der Zustand gegeben, das die Staatsanwaltschaft die gegebenen Umstände überprüft und nicht nur bei den Geschäftsführern der Nobas, wie es Frau Schwarz-Zaplinski darstellt.

Ungläubig und verständnislos kann man die gegenwärtige Situation der Nobas Spezialstahlbau GmbH beschreiben. Seit 27.06.2006 hat die Belegschaft, Betriebsrat und die Geschäftsleitung ein gemeinsames Strategiepapier entwickelt, was den Fortbestand des Betriebes zur Folge hätte. Die Umsetzung scheiterte, weil seit 27.06.06 die IG- Metall Ihre Zustimmung versagt.

Wir als Zulieferer und Dienstleister für die HBM/Nobas vertreten die Meinung, dass mit derartiger Denunziation eine Wirtschaft nicht leben kann und dass damit gezielt Arbeitsplätze vernichtet werden. Frau Schwarz-Zaplinski war vermutlich seid der Einführung der Marktwirtschaft nicht an der Erarbeitung von materiellen Werten für die Gesellschaft beteiligt und aus diesem Grunde fehlt vermutlich ein gewisser Zusammenhang.

Für einige Gewerkschafter des insolventen Betriebes ist mit einem Alter um die 60 Jahre durch einige soziale Maßnahmen eine gewisse Sicherheit gegeben. Aber welche Unterstützung und Kompetenz erfahren jüngere Angestellte von der IG Metall nach der doch seit langem vorhersehbare Insolvenz? Nach dem gegenwärtigen Stand sind 9 Beschäftigte in anderen Betrieben eingestellt worden, obwohl sie dort teilweise einen geringeren Stundenlohn erhalten, als der gekürzte Nobas- Lohn.

Eine logische Antwort darauf, hat vermutlich nur das Arbeitsgericht und die IG- Metall Bevollmächtigte Frau Schwarz- Zaplinski.

Wir als Dienstleister und Zulieferer möchten die Gesellschafter der HBM/ Nobas ermutigen, den Standort zu halten und mitzuhelfen, eine schwache Region in Thüringen auf ein gutes, wirtschaftliches Niveau zu stellen.
C. Schmidt, im Namen der Nobas-Zulieferer
Anmerkung der Redaktion:
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Autor: nnz

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