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Nachlesen und raushalten

Dienstag, 25. Juli 2006, 09:37 Uhr
Nordhausen/Sollstedt (nnz). Schwere Vorwürfe gab es gestern von Dr. Horst Kox in Richtung Landratsamt. Indirekt warf das Kreistagsmitglied der Verwaltungsspitze ein „Schmieren-Theater“ vor. Es geht um die Schwimmhalle in seinem Heimatdorf. Jetzt reagiert der Landrat in Ihrer nnz.


Dr. Kox hätte sich vielleicht mal im Archiv der nnz informieren sollen, so der Verwaltungschef. Dann hätte er mitbekommen, dass Joachim Claus (CDU) bereits vor vier oder fünf Jahren gesagt hatte, dass die Sollstedter Schwimmhalle nicht mehr zu halten – sprich: zu finanzieren - sei, wenn größere Investitionen anstehen würden. Jetzt seien diese nötig, hinzu komme die vorläufige Haushaltsführung, die eine zusätzliche Ausgabe von Geld unmöglich mache. Selbst dann nicht, wenn das Geld da wäre.

Die Zusammenhänge, die mit den Vorgängen in Bad Reichenhall hergestellt wurden erläuterte Joachim Claus wie folgt. Man sei nach den tragischen Ereignissen in Bayern vom Landesverwaltungsamt aufgefordert worden, die Dächer von Hallen zu untersuchen. Dabei habe man die Mängel am Dach der Halle in Sollstedt festgestellt.

Warum man Bürgermeister Jürgen Hohberg nun aber nicht eher davon informiert habe, wollte die nnz wissen. Wie das Krankenhaus, so sei auch die Sollstedter Schwimmhalle ein Thema gewesen, das Joachim Claus aus dem Wahlkampf im Frühjahr heraushalten wollte. Hätte man das zum Thema gemacht, dann hätten sich alle Wahlkämpfer für das Weiterbestehen der Einrichtung stark gemacht. Um anschließend vor der gleichen Situation zu stehen, wie sie sich aktuell darstellt.

Joachim Claus kündigte an, er werde sich in der kommenden Woche zu einem sachlichen Gespräch mit Sollstedts Bürgermeister Jürgen Hohberg treffen.
Autor: nnz

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