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Weihnachtsmarkt und KILA-Café

Montag, 17. Dezember 2001, 09:35 Uhr
Nordhausen (nnz). Weihnachtsmarkt in Nordhausen. Der Auftakt am zurückliegenden Wochenende war vielversprechend...


Was der Markt wert ist, was er den Händlern bringt, das werden allerdings die folgenden Tage zeigen. Am Samstag und Sonntag drängelten sich Tausende Nordhäuser und Gäste der Rolandstadt zwischen altem und neuem Rathaus. Mit Kind und Kegel waren die Leute unterwegs, Glühwein wurde geschlürft, in Rostbratwürste gebissen, die Kleinsten konnten Karussell fahren oder basteln. Wenn auch das „Kulturprogramm“ auf der Bühne vor dem Rathaus an Qualität zu wünschen übrig ließ, für die Besucher hatte sich der Weg gelohnt.

Gelohnt hatte sich das Wochenende auch für die Macher des „Kinder-Kirchen-Ladens“. Deren Cafè erwies sich als wahrer Besuchermagnet. Wie die nnz erfuhr, konnten mehr als 400 Gäste gezählt, begrüßt und bedient werden. „Die Räder der Spinnfrauen surrten und eifrige Kinder huschten von Tisch zu Tisch, um die Wünsche ihrer Gäste zu erfüllen“, beschrieb Frank Tuschy das Geschehen. Noch mehr Andrang herrschte an den über 100 Bücherkisten. In denen konnten die Besucher wühlen und sich für 5 Mark ein Kilo Bücher mitnehmen. Von Kochbüchern bis zur „Geschichte der SED“ war alles zu finden. Täglich werden die Lücken gefüllt, so dass sich auch ein mehrmaliger Weg in das Cafè durchaus lohnt.

Im Café, das mit antiken Möbeln ausgestattet ist, finden die Gäste neben heißen Getränken auch die berühmte „Nordhäuser Trümmerkrippe“ aus dem Jahr 1947. Die Geburt Christi wird in den Ruinen der Nordhäuser Kirchen dargestellt. Aus bekannten Gründen kann diese Krippe in diesem Jahr nicht in der Blasii-Kirche gezeigt werden. Noch die ganze Woche über wollen die Kinder und die KILA-Mitarbeiter ihr Cafè offen halten. Interessierte und Neugierige müssen einfach vom Weihnachtsmarkt den roten Fußspuren folgen.
Autor: nnz

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