Es ist nicht alles toll was glänzt
Freitag, 14. Dezember 2001, 13:13 Uhr
Nordhausen (nnz). Gerade in der Adventszeit erfreuen sich Orangen, Mandarinen, Satsumas und Co. großer Beliebtheit. Beim Einkauf lohnt sich ein genauer Blick auf das Etikett. Denn es ist nicht alles so, wie es glänzt.
Oft wird die Oberfläche von Zitrusfrüchten mit Konservierungsstoffen und Wachsen behandelt. Solche Früchte eignen sich nicht für den bunten Teller, wo sie in unmittelbare Berührung mit Äpfeln, Lebkuchen oder anderen unverpackten Lebensmitteln kommen. Zitrusfrüchte sind sehr empfindlich - sie schimmeln und faulen leicht. Deshalb werden sie häufig mit Oberflächenbehandlungsmitteln, die Konservierungsstoffe enthalten, behandelt. Auch werden natürliche und künstliche Wachse als Schutzschicht aufgebracht, um den Feuchtigkeitsverlust der Früchte gering zu halten. Zulässige Konservierungsstoffe für die Schale von Zitrusfrüchten oder für deren Einwickelpapier sind Diphenyl (E 230), Orthophenylphenol (E 231), sein Salz Natriumorthophenylphenolat (E 232) sowie Thiabendazol (233).
Die so behandelten Früchte müssen gekennzeichnet sein, egal ob sie lose oder verpackt angeboten werden. Vorgeschrieben ist dann der Hinweis gewachst, konserviert mit... bzw. mit Konservierungsmittel.... Wer meint, bei Früchten mit dem Vermerk unbehandelt oder nach der Ernte unbehandelt Öko-Ware einzukaufen, irrt leider. Tatsächlich wurde die Schale nur nach dem Ernten nicht behandelt, während der gesamten Wachstumsperiode können Pestizide wie bei behandelter Ware eingesetzt werden.
Öko- oder Bio- Orangen & Co. hingegen geben Ihnen Sicherheit: Bei der Erzeugung wird ganz bewusst auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel verzichtet und auch nach der Ernte erfolgt keine Behandlung mit Konservierungsmitteln. Öko- oder Bio-Ware erkennen Sie an den Logos der einzelnen Anbauverbände, der angegebenen Nummer der Öko-Kontrollstelle und vielleicht auch schon am neuen Bio-Siegel. Auch ausländische Ware unterliegt den Bestimmungen der EU-Verordnung für Bio-Lebensmittel.
Die für konventionelle Zitrusfrüchte zugelassenen Konservierungsstoffe gefährden nicht unmittelbar die Gesundheit. Beim Schälen der Früchte kann jedoch ein Teil der Konservierungsstoffe von der Schale auf die Hände und das Fruchtfleisch übertragen werden. Deshalb empfiehlt es sich, gewachste und konservierte Früchte vor dem Schälen gründlich mit warmem Wasser zu waschen. Wenn Sie die Schale für den direkten Verzehr verwenden wollen, sollten Sie unbedingt unbehandelte Früchte oder noch besser Zitrusfrüchte aus ökologischem Anbau verwenden. Auch wenn Orangen, Mandarinen, Satsumas und Co. sich auf dem bunten Teller oder in der Obstschale in direktem Kontakt mit anderen Lebensmitteln befinden, sollten sie frei von Schalenbehandlungsmitteln sein.
Autor: nnzOft wird die Oberfläche von Zitrusfrüchten mit Konservierungsstoffen und Wachsen behandelt. Solche Früchte eignen sich nicht für den bunten Teller, wo sie in unmittelbare Berührung mit Äpfeln, Lebkuchen oder anderen unverpackten Lebensmitteln kommen. Zitrusfrüchte sind sehr empfindlich - sie schimmeln und faulen leicht. Deshalb werden sie häufig mit Oberflächenbehandlungsmitteln, die Konservierungsstoffe enthalten, behandelt. Auch werden natürliche und künstliche Wachse als Schutzschicht aufgebracht, um den Feuchtigkeitsverlust der Früchte gering zu halten. Zulässige Konservierungsstoffe für die Schale von Zitrusfrüchten oder für deren Einwickelpapier sind Diphenyl (E 230), Orthophenylphenol (E 231), sein Salz Natriumorthophenylphenolat (E 232) sowie Thiabendazol (233).
Die so behandelten Früchte müssen gekennzeichnet sein, egal ob sie lose oder verpackt angeboten werden. Vorgeschrieben ist dann der Hinweis gewachst, konserviert mit... bzw. mit Konservierungsmittel.... Wer meint, bei Früchten mit dem Vermerk unbehandelt oder nach der Ernte unbehandelt Öko-Ware einzukaufen, irrt leider. Tatsächlich wurde die Schale nur nach dem Ernten nicht behandelt, während der gesamten Wachstumsperiode können Pestizide wie bei behandelter Ware eingesetzt werden.
Öko- oder Bio- Orangen & Co. hingegen geben Ihnen Sicherheit: Bei der Erzeugung wird ganz bewusst auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel verzichtet und auch nach der Ernte erfolgt keine Behandlung mit Konservierungsmitteln. Öko- oder Bio-Ware erkennen Sie an den Logos der einzelnen Anbauverbände, der angegebenen Nummer der Öko-Kontrollstelle und vielleicht auch schon am neuen Bio-Siegel. Auch ausländische Ware unterliegt den Bestimmungen der EU-Verordnung für Bio-Lebensmittel.
Die für konventionelle Zitrusfrüchte zugelassenen Konservierungsstoffe gefährden nicht unmittelbar die Gesundheit. Beim Schälen der Früchte kann jedoch ein Teil der Konservierungsstoffe von der Schale auf die Hände und das Fruchtfleisch übertragen werden. Deshalb empfiehlt es sich, gewachste und konservierte Früchte vor dem Schälen gründlich mit warmem Wasser zu waschen. Wenn Sie die Schale für den direkten Verzehr verwenden wollen, sollten Sie unbedingt unbehandelte Früchte oder noch besser Zitrusfrüchte aus ökologischem Anbau verwenden. Auch wenn Orangen, Mandarinen, Satsumas und Co. sich auf dem bunten Teller oder in der Obstschale in direktem Kontakt mit anderen Lebensmitteln befinden, sollten sie frei von Schalenbehandlungsmitteln sein.
