Wacker Nordhausen verliert zu Hause gegen Grimma mit 0:3
Samstag, 28. Oktober 2000, 17:29 Uhr
So spielte Wacker: Michael - Ludwig - Klause, Elle - Kannenberg, Prokosch, Schneider, Pistorius (Gottschald 36.), Wiegleb (Dornhofer 65.) - Kurzeja, Rüdiger.
Zuschauer: 301
Tore: 0:1 (5.) Brumme; 0:2 (27.) Ziffert; 0:3 (56.) Brumme
Nordhausen (nnz). Die Elf aus Grimma hätte sich vor Spielbeginn wohl kaum vorgestellt, dass sie an diesem Samstag zu einem Trainingsspiel nach Nordhausen reisen wird. Die Mannschaft von Trainer Rainer Lisiewicz konnte im Albert-Kuntz-Sportpark nach Belieben schalten und walten. Sämtliche Tore von Grimma hatten ihren Ausgangspunkt in katastrophalen Abwehrfehlern.
Die beiden Nordhäuser Stürmer Kurzeja und Rüdiger konnten sich nicht in Szene setzen, da zu ihnen kein Paß kam. Die Bälle wurden sowohl aus der Abwehr als auch im Mittelfeld planlos geschlagen. Eine solch desolate Leistung hatte der treue Wacker-Anhang lange nicht mehr gesehen. So hieß das Fazit aus Nordhäuser Sicht zum Beispiel in der zweiten Halbzeit: Ein(!) Fernschuß von Kannenberg aufs Tor in der 60. Minute. Der Beobachter ist fast dazu geneigt zu sagen: Soll das Präsidium doch die gesamte Mannschaft verkaufen. Die Spieler, die von sich überzeugt, sie könnten ohne Bedenken zum Beispiel in Sondershausen spielen, die lieferten heute eine "bewundernswerte Kaufempfehlung ab". Sein letztes Spiel im Wacker-Dress machte heute auf jeden Fall Mariusz Kurzeja, gestern schon räumte Torwart Lihsa seinen Schrank aus. Über die restlichen Wackel-Kandidaten berichtete nnz bereits am Donnerstag.
Gegenüber nnz meinte Wacker-Präsident Wolfgang Lutze, dass er den Weggang von Lihsa und Kurzeja verkraften könne, wichtig wäre für ihn, Ludwig und Schneider zu halten. Um diese beiden Spieler herum soll eine neue Wacker-Elf formiert werden. Lihsa und Kurzeja waren wohl auch die beiden dicksten Brocken auf der Gehaltsliste. Für das frei werdende Geld allein für Kurzeja können problemlos vier bis fünf neue Spieler eingekauft werden. Insider sprechen bei Kurzeja von einem Gehalt bei rund 4.000 Mark. Hinzu kommen die kompletten Kosten für seine Nordhäuser Wohnung.
Nach dem heutigen Spiel wird wohl in der Vereinsführung mit dem Abstieg in die Thüringen-Liga geplant. Vielleicht ist eine derartige Rosskur auch vernünftig. Zuschauer und Fans wollen die eigene Mannschaft siegen und Torenschießen sehen. Ob das nun in der Oberliga oder in der Landesliga passiert, das dürfte nach kurzen Anpassungsschwierigkeiten egal sein. Letztlich muß man dem Präsidium eine harte Linie bescheinigen. Der Erhalt des Verein steht vor dem Erhalt der Spielklasse.
Mitte November wird sich am Mühlhäuser Amtsgericht zeigen, ob dieser Plan in seinen Anfängen aufgehen kann.
Autor: nnzZuschauer: 301
Tore: 0:1 (5.) Brumme; 0:2 (27.) Ziffert; 0:3 (56.) Brumme
Nordhausen (nnz). Die Elf aus Grimma hätte sich vor Spielbeginn wohl kaum vorgestellt, dass sie an diesem Samstag zu einem Trainingsspiel nach Nordhausen reisen wird. Die Mannschaft von Trainer Rainer Lisiewicz konnte im Albert-Kuntz-Sportpark nach Belieben schalten und walten. Sämtliche Tore von Grimma hatten ihren Ausgangspunkt in katastrophalen Abwehrfehlern.
Die beiden Nordhäuser Stürmer Kurzeja und Rüdiger konnten sich nicht in Szene setzen, da zu ihnen kein Paß kam. Die Bälle wurden sowohl aus der Abwehr als auch im Mittelfeld planlos geschlagen. Eine solch desolate Leistung hatte der treue Wacker-Anhang lange nicht mehr gesehen. So hieß das Fazit aus Nordhäuser Sicht zum Beispiel in der zweiten Halbzeit: Ein(!) Fernschuß von Kannenberg aufs Tor in der 60. Minute. Der Beobachter ist fast dazu geneigt zu sagen: Soll das Präsidium doch die gesamte Mannschaft verkaufen. Die Spieler, die von sich überzeugt, sie könnten ohne Bedenken zum Beispiel in Sondershausen spielen, die lieferten heute eine "bewundernswerte Kaufempfehlung ab". Sein letztes Spiel im Wacker-Dress machte heute auf jeden Fall Mariusz Kurzeja, gestern schon räumte Torwart Lihsa seinen Schrank aus. Über die restlichen Wackel-Kandidaten berichtete nnz bereits am Donnerstag.
Gegenüber nnz meinte Wacker-Präsident Wolfgang Lutze, dass er den Weggang von Lihsa und Kurzeja verkraften könne, wichtig wäre für ihn, Ludwig und Schneider zu halten. Um diese beiden Spieler herum soll eine neue Wacker-Elf formiert werden. Lihsa und Kurzeja waren wohl auch die beiden dicksten Brocken auf der Gehaltsliste. Für das frei werdende Geld allein für Kurzeja können problemlos vier bis fünf neue Spieler eingekauft werden. Insider sprechen bei Kurzeja von einem Gehalt bei rund 4.000 Mark. Hinzu kommen die kompletten Kosten für seine Nordhäuser Wohnung.
Nach dem heutigen Spiel wird wohl in der Vereinsführung mit dem Abstieg in die Thüringen-Liga geplant. Vielleicht ist eine derartige Rosskur auch vernünftig. Zuschauer und Fans wollen die eigene Mannschaft siegen und Torenschießen sehen. Ob das nun in der Oberliga oder in der Landesliga passiert, das dürfte nach kurzen Anpassungsschwierigkeiten egal sein. Letztlich muß man dem Präsidium eine harte Linie bescheinigen. Der Erhalt des Verein steht vor dem Erhalt der Spielklasse.
Mitte November wird sich am Mühlhäuser Amtsgericht zeigen, ob dieser Plan in seinen Anfängen aufgehen kann.
