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Druck auf Erfurt machen

Montag, 10. Juli 2006, 12:29 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Nordhäuser und alle anderen Theaterfreunde in Nordthüringen sollen Druck auf die Thüringer Landesregierung machen. Das wünscht sich Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) im Vorfeld des heutigen Abends.


Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke ruft „alle Nordhäuserinnen und Nordhäuser und alle Freunde des Theaters, der Bildung und der Kultur“ auf, an der für heute 18 Uhr geplanten Demonstration gegen die vom Freistaat geplanten Theater-Kürzungen teilzunehmen, die auf dem Theaterplatz stattfindet. „Wir müssen gemeinsam und deutlich unsere Stimmen dafür erheben, dass das einzige Theater Nordthüringens weiter leben darf“, so Frau Rinke.

Als Sprecher habe sich auch Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer angekündigt, der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrates der Theater Nordhausen/Loh-Orchesters Sondershausen GmbH. „Ich würde mir wünschen, dass möglichst viele Menschen heute Abend öffentlich und klar und deutlich sagen: Diesen kulturellen Kahlschlag in Nordthüringen, diese Ungleichbehandlung nehmen wir nicht hin“, so Frau Rinke.

„Meine Einladung für heute Abend geht natürlich besonders herzlich - und nachdrücklich - an die Abgeordneten, die unsere Stadt, unseren Landkreis und ganz Nordthüringen im Thüringer Landtag vertreten. Denn deren Stimmen werden ausschlaggebend sein, ob der Landtag im Oktober den geplanten Kürzungen zustimmt oder nicht - ob unser Theater also weiterleben darf oder nicht “, so die Oberbürgermeisterin.

Auf der Veranstaltung vor dem Theaterplatz werde sie die Öffentlichkeit über die Ergebnisse der Aufsichtsrats- und Gesellschafterversammlung vom Nachmittag informieren und über die dort beschlossenen Maßnahmen zur Verhinderung der Kürzungen. „Darüber hinaus wünsche ich mir, dass sich als ein Ergebnis der Veranstaltung ein Bürgerkomitee gründet, quasi als Speerspitze des Protestes gegen die Kürzungspläne“, so die Oberbürgermeisterin.
Autor: nnz

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