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Bullen und Bären im nnz-Aktien-Tipp

Freitag, 14. Dezember 2001, 09:09 Uhr
Nordhausen/Frankfurt (nnz). Die nnz bietet in lockerer Folge Analysen und Markteinschätzungen an. Das Material wird nnz von der „Helaba“ zur Verfügung gestellt. Heute: 14.12.2001


Börse Die amerikanischen Aktienmärkte haben gestern sehr schwach geschlossen. In erster Linie Technologietitel mussten erhebliche Kursabschläge hinnehmen. Auslöser für die schlechte Stimmung waren gestern wieder einige Gewinnwarnungen, insbesondere Telekomausrüster Lucent erwartet für das laufende Quartal noch mehr Verluste als erwartet. Auch Einzelhandelstitel wurden nach unten gedrückt, nachdem die Umsatzzahlen für November mit ­3,7% schlechter als erwartet ausgefallen waren. Hier setzt sich das Verhalten der amerikanischen Wirtschaftszahlen weiter fort. Die messbaren Zahlen bleiben weiter schlecht, lediglich bei den meiner Ansicht zu optimistischen gefühlsmäßigen Schätzungen für die Zukunft drehen die Indikationen in einen positiven Bereich (siehe NAPM oder consumer confidents). Der Dow Jones 30 Index sank um 1,30 Prozent auf 9.766,45 Punkte und schloss damit nahe seines Tagestiefs von 9.745,07 Zählern. Der marktbreite S&P 500 Index verlor 1,56 Prozent auf 1.119,38 Punkte. Der alle Werte umfassende Nasdaq Composite Index beendete den Handel mit einem Minus von 3,16 Prozent auf 1.947,92 Punkte und sackte damit unter die psychologisch wichtige Marke von 2.000 Zählern.

Diese Vorgaben aus USA bedeuten natürlich nichts Gutes für den deutschen Aktienmarkt. Schon gestern mussten wir feststellen, dass lediglich die Unterstützung bei 4950 halten konnte. Auch die Marke von 5000 im Dax war überhaupt keine Hilfe. Da unsere erste Indikation im Dax bei 4934 notiert, gehe ich von einer erneut schwachen Eröffnung unter der Unterstützungsmarke von 4950 aus. Sollte dies der Fall sein haben wir nur noch eine einzige Unterstützung bei 4870. Sollte diese sehr gute Unterstützung nicht zu halten sein, würde der Dax seine nun vierwöchige Handelsbreite nach unten verlassen. Davon gehe ich allerdings heute nicht aus. Da wir nun den sechsten Tag in Folge eine schlechte Börse hatten, könnte ich mir zum Wochenschluss eine schwache Eröffnung vorstellen und im Tagesverlauf sogar eine Beruhigung. Nach oben dürfte die Luft aber im Bereich 4980 bis 5000 dünner werden. Auch haben wir nur noch 8 Handelstage bis zum Jahresende. Ob die Jahresendrally noch kommt, die viele Marktteilnehmer sehen, bezweifle ich doch stark.
Jörg Dechert, Aktienhandel
Autor: nnz

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