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Mehr Umsatz, weniger Beschäftigte

Montag, 03. Juli 2006, 10:37 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Industrieumsätze in Deutschland, Thüringen und in den neuen Bundesländern lagen im ersten Halbjahr 2006 über denen des Vorjahres. Dabei erhöhte sich der Umsatz in Thüringen schneller als in Deutschland, jedoch geringer als in den neuen Bundesländern. Die Beschäftigtenzahlen sanken in Thüringen und in Deutschland. Aktuelle Zahlen finden Sie hier.

Von Januar bis März 2006 stieg der Umsatz in den größeren Thüringer Industriebetrieben1) gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 10,8 Prozent. In der Summe der neuen Bundesländer wurde mit 13,5 Prozent ein höherer Zuwachs erreicht. Deutschlandweit fiel der Umsatzanstieg mit 9,4 Prozent etwas geringer aus. Im bundesweiten Ländervergleich erreichte Thüringen den 6. Platz beim Umsatzzuwachs.

Der Auslandsumsatz Thüringens stieg von Januar bis März 2006 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 10,0 Prozent. In den Industriebetrieben aller neuen Bundesländer wurden 24,8 Prozent und in Deutschland 14,2 Prozent mehr Auslandsumsatz erzielt. Mit seinem Zuwachs im Auslandsgeschäft rangierte Thüringen auf dem 12. Platz.

Die Exportquote, d.h. der Anteil des Auslandsumsatzes am Gesamtumsatz, betrug in Thüringen 30,2 Prozent. Damit war sie um 0,8 Prozentpunkte höher als die der neuen Bundesländer, lag aber um 12,4 Prozentpunkte unter dem deutschlandweiten Wert.

Bei der Beschäftigtenentwicklung hatte Thüringen von Januar bis März 2006 zum gleichen Zeitraum des Vorjahres ein Minus von 0,7 Prozent. In den neuen Bundesländern wurde ein Anstieg um 0,2 Prozent ermittelt; in Deutschland ging die Beschäftigtenzahl um 1,3 Prozent zurück. Thüringen lag damit an 6. Stelle aller Bundesländer.

Die unterschiedliche Beschäftigtenentwicklung blieb nicht ohne Einfluss auf die Umsatzproduktivität:
Der Umsatz je Beschäftigten stieg in Thüringen langsamer als im Durchschnitt der neuen Bundesländer, jedoch schneller als im Bundesdurchschnitt. Im Vergleich der 16 Bundesländer rangierte Thüringen auf Platz 7.

1) Zur Entlastung kleinerer Betriebe werden monatlich nur die Betriebe von Unternehmen mit im Allgemeinen 20 und mehr Beschäftigten der Industrie (Bergbau und Verarbeitendes Gewerbe) befragt.
Autor: nnz

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