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ROV abgeschlossen

Freitag, 23. Juni 2006, 18:49 Uhr
Nordhausen/Weimar (nnz). Wenn neue Straßen oder Ortsumfahrungen gebaut werden, dann muss dem, Baubeginn ein umfangreicher Planungsprozess vorausgehen. So war das auch bei den Ortsumfahrungen der B 4 in Richtung Südharz. Hier gibt es jetzt „grünes Licht“ aus Weimar. Teilweise.


Das Landesverwaltungsamt in Weimar hat das Raumordnungsverfahren (ROV) „B 4 Ortsumfahrung Nordhausen, Niedersachswerfen und Ilfeld“ für den Teilabschnitt der Ortsumfahrungen Nordhausen und Niedersachswerfen abgeschlossen. Die Ortsumfahrung Ilfeld kann erst nach Vorlage weiterer Untersuchungsergebnisse zu dem von der Planung berührten FFH - Gebiet „Beretal mit Seitentälern“ abgeschlossen werden.

Die geprüften Umfahrungen für Nordhausen und Niedersachswerfen sind im Bundesverkehrswegeplan als vordringlich eingestuft. Bedeutung und Dringlichkeit ergeben sich aus dem überdurchschnittlich hohen Verkehrsaufkommen sowohl in der Ortsdurchfahrt Niedersachswerfen mit über 17.000 Fahrzeuge und in Nordhausen mit mehr als 21.000 Fahrzeuge pro Tag. In Niedersachswerfen trägt zusätzlich ein hoher Anteil Schwerlastverkehr zur Verkehrssituation bei.

Mit dem Abschluss des Raumordnungsverfahrens ist für die Trassen ein Korridor für das nachfolgende Planfeststellungsverfahren vorgegeben. Die raumverträgliche Trasse mit einer Länge von etwa 9 km beginnt an der B 243, verläuft westlich am Holungsbügel und den Wasserbehältern vorbei in nördlicher Richtung bis zum Salzaquellbad. Nach Querung der Salza und der Straße der Opfer des Faschismus erfolgt bis nah der Querung der Zorge eine bahnparallele Führung der Umgehungsstraße. Im weiteren Verlauf wird die Ortsumfahrung östlich von Niedersachswerfen trassiert und endet vorläufig südlich von Ilfeld an der Kreuzung mit der alten B 4.

Insbesondere zwischen der Salza- und Zorge – Querung waren zahlreiche Konfliktfelder zu beachten und zu lösen. Mit der Trassenführung ist es nunmehr möglich, die Belange der Gedenkstätte Mittelbau – Dora, die Trinkwasserversorgung für Nordhausen, den Umgebungsschutz für Obersalza und Krimderode, die landwirtschaftlichen und naturschutzfachlichen Aspekte raum- und umweltverträglich zu berücksichtigen und zu sichern.

Verknüpfungen zum bestehenden Straßennetz mit der Straße der Opfer des Faschismus, mit der B 4 im Bereich des Industriegebietes Kohnstein und mit der L 1037 sowie am nördlichen Ortausgang von Niedersachswerfen sind vorgesehen.
Autor: nnz

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