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Konzeptioneller Umzug der Museen

Mittwoch, 12. Dezember 2001, 13:56 Uhr
Nordhausen (nnz). „Bäumchen - wechsle dich!“, dieses beliebte Kinderspiel wurde vermutlich der neuen Konzeption für die Nordhäuser Museumslandschaft zugrunde gelegt. nnz hat sich die Neuordnung angesehen.


Lange hatte es gedauert. Ein auswärtiges Expertenbüro musste beauftragt werden. Ein Museumsworkshop sollte seinen Segen geben. Nun steht die neue Konzeption. Ihr Grundtenor: Es wird umgezogen! Die Galerie, in diesem Jahr erst in der Flohburg etabliert, wird sich auf den Weg in die Oberstadt machen. Das Meyenburg-Museum soll künftig seinen Schwerpunkt in einer Kunstausstellung haben, soll zu einem „Kunsthaus“ mutieren. In der Flohburg wird es dafür Nordhäuser Geschichte zu erleben geben. Grund hierfür, so die Experten: Die Flohburg wird als Galeriestandort nicht so angenommen, wie das vorgesehen war. Ob das beim Meyenburg-Museum ­ weitab von der Innenstadt ­ anders sein wird, darüber sagten die Experten nichts. Hellseher sind auch sie vermutlich nicht.

Ziele der neuen Konzeption sind Besucher, Besucher und nochmals Besucher. Sie sollen dann in Scharen kommen und vor allem am Meyenburg-Museum am Sonntag nicht mehr vor verschlossenen Türen stehen. Außerdem soll eine Museumspädagogik etabliert werden. Diese wendet sich mit ihren Inhalten vor allem an Familien. So könnten Kinder zum Beispiel spielend Nordhäuser Geschichte erleben. Im Februar soll der Nordhäuser Stadtrat die Visionen der Museumsexperten beschließen. Und dann kann der Umzug beginnen. Das einzig Beständige an der jetzigen Konzeption ist der Tabakspeicher. Der wird sich an seinem jetzigen Standort behaupten und technische Geschichte präsentieren.
Autor: nnz

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