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Erinnerungen an Albert Kuntz

Donnerstag, 22. Juni 2006, 19:29 Uhr
Nordhausen (nnz). „Liebste Ellen“ schreibt Albert Kuntz an seine Frau, bis der Antifaschist am 23. Januar 1945 ermordet wurde. 238 Briefe kamen durch die Zensur und wurden inzwischen in einem Buch veröffentlicht. Leo Kuntz laß heute daraus vor.

Erinnerungen an Albert Kuntz (Foto: nnz) Erinnerungen an Albert Kuntz (Foto: nnz)

Ein außergewöhnliches Dokument der Zeitgeschichte sind die Briefe, die Albert Kuntz aus Gefängnis und Konzentrationslager an seine Familie schickte. In dem Buch „Liebste Ellen“ wurden sie veröffentlicht. Für Kuntz Frau waren die Lebenszeichen ihres Mannes der größte Schatz, sie trug sie immer bei sich und nahm sie sogar mit in den Luftschutzkeller. 17 Jahre nach dem Tod der Mutter entschloß sich Sohn Leo die Briefe anderen in einem Buch zugänglich zu machen.

Heute Abend las er gemeinsam mit seiner Frau aus dem Buch vor. Eingeladen zu diesem Abend in der Galerie der Kreissparkasse hatte der LV Altstadt. Das Geldinstitut ermöglichte die Veranstaltung. Zahlreiche Nordhäuser waren gekommen, um Leo Kuntz zuzuhören. Die Bürger der Stadt haben eine besondere Verbindung zu dem Antifaschisten. Sie widmen ihm jährlich den Albert-Kuntz-Lauf. Außerdem gibt es in der Stadt seines Todes eine Grundschule und einen Sportplatz, die seinen Namen tragen.
Autor: wf

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