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Kurzes aus dem Ausschuss

Mittwoch, 21. Juni 2006, 17:49 Uhr
Nordhausen (nnz). Der Hauptausschuss des Nordhäuser Stadtrates beschäftigte sich heute mit vielen Tagesordnungspunkten. Die aber wurden schnell durch gewunken - die nnz hörte trotzdem aufmerksam zu.


Diplomarbeit
Das städtische Bewusstsein für die nahezu 1.500 Studenten in Nordhausen müsste besser ausgeprägt sein. Zu dieser Auffassung kommt Nadine Aurin, eine Absolventin der hiesigen Fachhochschule in ihrer Diplomarbeit. Die junge Frau hatte Studenten befragt, wie Zuhause sie sich in der Rolandstadt fühlen.

Vor allem der Einzelhandel und die Gastwirte hätten sich nur ungenügend bewegt. Es gebe keine Rabatte, Sonderaktionen oder Bonuskarten für Studenten. Auch allgemein seien Informationen über Nordhausen eher schwer als leicht zu ergattern. Hier will die Stadtverwaltung reagieren: Neuen Studenten sollen Führungen durch städtische Mitarbeiter angeboten werden, auch über abgestimmte Kulturangebote soll geredet werden. Auf jeden Fall sei die Zusammenarbeit zwischen der Verwaltung und der FH noch zu verbessern.


Was denn nun?
Martin Höfer, seines Zeichens FDP-Stadtrat, hatte angefragt, was die Verwaltung hinsichtlich der aufgetretenen Mängel am Theaterplatz und der Pflasterung vor der Hauptstelle der Kreissparkasse unternehmen wolle? Dietrich Beyse, seines Zeichens der zuständige CDU-Dezenernet, findet die Mängel nicht so gravierend. Man befinde sich innerhalb der Garantiezeit und werde kurz vor deren Ende entsprechend handeln. Bis dahin werde beobachtet und abgewartet. Für Claus Peter Rossberg (FDP) war diese saloppe Formulierung nicht ausreichend. Er wünsche sich eine Prüfung, ob die Mängel in der Bauausführung begründet seien oder ob es sich um ein Nutzungsproblem handele.


Kaum genutzt
Seit dem 1. März 2006 bis jetzt seien in Nordhausen 49 Nordhausen-Pässe ausgestellt worden. Damit gibt es insgesamt 119 solcher Pässe. Außerdem fünf bis zehn Nachfragen nach Ermäßigungen bei Theaterkarten. Man habe weiterhin 30 Monatskarten und 10 Wochenkarten der Straßenbahn verkauft. Alles in allem, so Amtsleiterin Dr. Cornelia Klose, habe die Verwaltung 160 Euro für den Nordhausen-Pass ausgeben müssen.


Das Ding ist erledigt
Eine weitere Beschlussvorlage der FDP-Gruppe hat kaum Chancen auf eine abschließende „Abarbeitung“ im Stadtrat. Es ist die Bündelung der Wirtschaftsförderung der Region und damit ein indirekter Angriff auf die Besitzstände der Stadt- und der Kreisverwaltung. Für Bau- und Wirtschaftsdezernent Dietrich Beyse (CDU) ist „das Ding erledigt“. Gemeint war damit die Beschlussvorlage der Liberalen. Das soll die Fachhochschule machen, dort soll ein Konzept erstellt werden und dann könne man weitersehen. Und eigentlich sei das auch so im zuständigen Ausschuss des Kreistages beraten worden. In dem sitzt aber auch ein FDP-Mann und Claus Peter Rossberg fand diese Behauptung von Beyse überhaupt nicht lustig. Da aber der Wirtschafts- und Bauauschuss im Kreistag hinter verschlossenen Türen tagt, konnte Rossberg natürlich auch im öffentlichen Teil des Hauptausschusses nichts sagen.


Initiativen zusammenbringen
In der „Destille“ in der Grimmelallee soll am 8. Juli ein Projekt gegen Rechtsradikalismus gestartet werden. Daran beteiligen sich interessierte junge Menschen, aber auch die Thüringenweite Initiative Mobit sowie die Landeszentrale für politische Bildung. Unterstützt werden die Macher dabei von der Kreissparkasse, der Stadtverwaltung sowie einigen linken Parteien. Nach dem Auftakt sollen weitere Veranstaltungen geplant sein. In der „Destille“ sollen vor allen die verschiedenen Gruppen, die sich gegen den Rechtsradikalismus wenden, zusammengeführt werden.
Autor: nnz

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