Und was sagt die IHK?
Montag, 19. Juni 2006, 07:21 Uhr
Nordhausen/Erfurt (nnz). Die Bundesregierung plant eine Reform der Unternehmenssteuern. Das, was bislang bekannt ist, dass ruft auch die Industrie- und Handelskammer in Erfurt auf den Plan. Was die Kammer befürchtet, das erfahren Sie mit einem einzigen Klick.
In der Debatte um die Unternehmensteuerreform übt die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt deutliche Kritik am Vorhaben von Finanzminister Peer Steinbrück, die Gewerbesteuer auszuweiten. Nach den vorgelegten Eckpunkten plant man in Berlin derzeit, ertragsunabhängige Bestandteile wie Zinsen, Pachten, Lizenzgebühren und Leasingraten noch stärker der Gewerbesteuer zu unterwerfen.
Für IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser ein Alarmsignal für den Mittelstand. Das passt nicht zur wirtschaftlichen Realität. Vielfach können Unternehmer ihren Betrieb ohne Fremdfinanzierung nicht aufrechterhalten. Nun sollen sie auf Fremdkapitalzinsen noch mehr Gewerbesteuer bezahlen – auch wenn keine Gewinne erwirtschaftet werden.
Angesichts der bevorstehenden Beratung im Koalitionsausschuss fordert die Kammer deshalb als ersten Schritt, alle ertragsunabhängigen Elemente aus der Gewerbesteuer zu streichen anstatt sie zu verstärken. Eine grundlegende Neuregelung der kommunalen Finanzen müsse aber zentraler Bestandteil einer umfassenden Reform der Unternehmensbesteuerung bleiben. Wir plädieren für eine gewinnorientierte kommunale Unternehmensteuer mit einer Beteiligung der Gemeinden an der Lohnsteuer als stabilisierendes Element, formuliert Grusser das Reformkonzept der IHK-Organisation.
Autor: nnzIn der Debatte um die Unternehmensteuerreform übt die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt deutliche Kritik am Vorhaben von Finanzminister Peer Steinbrück, die Gewerbesteuer auszuweiten. Nach den vorgelegten Eckpunkten plant man in Berlin derzeit, ertragsunabhängige Bestandteile wie Zinsen, Pachten, Lizenzgebühren und Leasingraten noch stärker der Gewerbesteuer zu unterwerfen.
Für IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser ein Alarmsignal für den Mittelstand. Das passt nicht zur wirtschaftlichen Realität. Vielfach können Unternehmer ihren Betrieb ohne Fremdfinanzierung nicht aufrechterhalten. Nun sollen sie auf Fremdkapitalzinsen noch mehr Gewerbesteuer bezahlen – auch wenn keine Gewinne erwirtschaftet werden.
Angesichts der bevorstehenden Beratung im Koalitionsausschuss fordert die Kammer deshalb als ersten Schritt, alle ertragsunabhängigen Elemente aus der Gewerbesteuer zu streichen anstatt sie zu verstärken. Eine grundlegende Neuregelung der kommunalen Finanzen müsse aber zentraler Bestandteil einer umfassenden Reform der Unternehmensbesteuerung bleiben. Wir plädieren für eine gewinnorientierte kommunale Unternehmensteuer mit einer Beteiligung der Gemeinden an der Lohnsteuer als stabilisierendes Element, formuliert Grusser das Reformkonzept der IHK-Organisation.
