Aus, vorbei und Lust auf mehr
Samstag, 17. Juni 2006, 18:29 Uhr
Nordhausen (nnz). Das letzte Spiel der ersten Thüringenliga-Saison war Wacker Nordhausen zuhause vorbehalten. Als Gast kam der SC 1903 Weimar, gegen den Wacker eine Rechnung offen hatte. Ob die beglichen wurde und was es am Rande des Spiels noch gab, das hat die nnz fotografiert.
Aus, vorbei und Lust auf mehr (Foto: nnz)
Es war ein versöhnlicher Ausgang gegen die Gäste aus der Klassikerstadt, die 0:4 Schlappe machten die Nordhäuser allemal wett, doch so richtig Lust zum Spiel konnten die rund 260 Zuschauer nicht ausmachen. Der Reihe nach:
Anpfiff, der erste Wacker-Angriff und das erste Tor, eingeleitet durch eine herrliche Ballstafette von Braun auf Pohl und weiter zu Pistorius. Der Kapitän haute das Leder unhaltbar in die Maschen, da waren 60 Sekunden noch nicht rum. Die Gäste zeigten sich jedoch wenig beeindruckt, tauchten auch einige Male gefährlich vor dem Gehäuse von Finsterbusch auf. In der 11. Minute dann Gefahr für den Wacker-Kasten, Albrecht köpft und Finsterbusch kann den Ball über die Latte bugsieren.
Dann ein Freistoß in der 21. Minute, Sven Hellmund tritt den Ball raffiniert in den Strafraum, Lars Pohl kickt ihn ins Tor zum 2:0. Wer da dachte, das Ding sei gelaufen, der täuschte sich. Weimar brauchte nur vier Minuten zum Anschlusstreffer. Oschmann besorgte das 2:1.
Dann herrschte so ziemliche Funkstille im Albert-Kuntz-Sportpark, in der 43. Minute ein Achtungszeichen. Einen Freistoß aus 22 Meter legte Jens Ludwig auf Tino Steinberg ab, der krachte das Leder mit unglaublicher Wucht in Richtung Tor. Jeder Keeper wäre da machtlos gewesen, nur der rechte Pfosten stand im Wege.
In der Halbzeitpause gab es dann Gratulationen für ein langjähriges Wackermitglied und für eine erfolgreiche Nachwuchsmannschaft. Und es wurden die beiden Hellmund-Brüder verabschiedet. Sven und Matthias werden in der nächsten Saison bei der Loksche in Leipzig spielen.
Auf den ersten Wacker-Torschuss mussten die Zuschauer nach dem Pausen-Bier jedoch 20 Minuten warten. Jens Ludwig war der Absender. Wacker gab das Spiel aus der Hand, gewann fast keinen Zweikampf, fehlte jetzt die Lust am Spiel? Nein, sagte sich Lars Pohl und spitzelte den Ball nach Vorlage von Jens Ludwig ins gegnerische Tor, da waren 75 Minuten gespielt. Doch diesmal hielt der Zwei-Tore-Vorsprung nicht vier, sondern nur drei Minuten bis zum Anschlusstreffer. Buschmann erzielt das 3:2 per Kopf in der 78. Minute. Wacker blieb dran, die Mannschaft wollte den Fans ihr Freibier nicht streitig machen. Wieder war es Pohl, der in der 81. Minute gekonnt den Torhüter der Weimarer ausspielte und den 4:2 Endstand erzielte.
Dann wurden noch die Hellmunds ausgewechselt, sie erhielten für eine tolle Saison den verdienten Beifall des Publikum. Beide klatschten nach dem Abpfiff die wartenden Fans noch mal ab und spendierten ihre Trikots. Schade nur, dass sich nicht alle Spieler auf diese Art und Weise von einem treuen Publikum in die verdiente Pause verabschiedeten.
So geht eine Saison zu Ende, die durch Höhen und Tiefen gekennzeichnet war. Letztlich bleibt das Positive. Das ist am Tabellenplatz auszumachen. Das ist aber daran auszumachen, dass die Mannschaft um Uwe Etzrodt den kläglichen Abgang der Abteilung Teningen nach anfänglichen Schwierigkeiten bravourös verkraftete.
In der kommenden Saison wird es einige neue Köpfe geben. Ein Pole hat bereits unterschrieben und konnte sein Können in der zurückliegenden Woche zeigen. Entgegen den bisherigen Ankündigungen wird auch Cornelius Brack weiter im Wacker-Dress auflaufen, vielleicht werden die Fans auch einen alten Bekannten aus Tschechien begrüßen können. Letztlich hat Wacker richtig Spaß gemacht, auch die Handschrift des neuen Präsidiums setzt sich immer mehr durch, nicht zuletzt im Nachwuchsbereich. Nur: Ein paar mehr Zuschauer hätte der Verein verdient. Aber was nicht ist, das kann ja noch werden: In der Saison 2006/2007.
Peter-Stefan Greiner
PS: Salza spielt in Erfurt 1:1 und ist damit in die Bezirksliga abgestiegen.
Autor: nnz
Aus, vorbei und Lust auf mehr (Foto: nnz)
Es war ein versöhnlicher Ausgang gegen die Gäste aus der Klassikerstadt, die 0:4 Schlappe machten die Nordhäuser allemal wett, doch so richtig Lust zum Spiel konnten die rund 260 Zuschauer nicht ausmachen. Der Reihe nach:
Anpfiff, der erste Wacker-Angriff und das erste Tor, eingeleitet durch eine herrliche Ballstafette von Braun auf Pohl und weiter zu Pistorius. Der Kapitän haute das Leder unhaltbar in die Maschen, da waren 60 Sekunden noch nicht rum. Die Gäste zeigten sich jedoch wenig beeindruckt, tauchten auch einige Male gefährlich vor dem Gehäuse von Finsterbusch auf. In der 11. Minute dann Gefahr für den Wacker-Kasten, Albrecht köpft und Finsterbusch kann den Ball über die Latte bugsieren.
Dann ein Freistoß in der 21. Minute, Sven Hellmund tritt den Ball raffiniert in den Strafraum, Lars Pohl kickt ihn ins Tor zum 2:0. Wer da dachte, das Ding sei gelaufen, der täuschte sich. Weimar brauchte nur vier Minuten zum Anschlusstreffer. Oschmann besorgte das 2:1.
Dann herrschte so ziemliche Funkstille im Albert-Kuntz-Sportpark, in der 43. Minute ein Achtungszeichen. Einen Freistoß aus 22 Meter legte Jens Ludwig auf Tino Steinberg ab, der krachte das Leder mit unglaublicher Wucht in Richtung Tor. Jeder Keeper wäre da machtlos gewesen, nur der rechte Pfosten stand im Wege.
In der Halbzeitpause gab es dann Gratulationen für ein langjähriges Wackermitglied und für eine erfolgreiche Nachwuchsmannschaft. Und es wurden die beiden Hellmund-Brüder verabschiedet. Sven und Matthias werden in der nächsten Saison bei der Loksche in Leipzig spielen.
Auf den ersten Wacker-Torschuss mussten die Zuschauer nach dem Pausen-Bier jedoch 20 Minuten warten. Jens Ludwig war der Absender. Wacker gab das Spiel aus der Hand, gewann fast keinen Zweikampf, fehlte jetzt die Lust am Spiel? Nein, sagte sich Lars Pohl und spitzelte den Ball nach Vorlage von Jens Ludwig ins gegnerische Tor, da waren 75 Minuten gespielt. Doch diesmal hielt der Zwei-Tore-Vorsprung nicht vier, sondern nur drei Minuten bis zum Anschlusstreffer. Buschmann erzielt das 3:2 per Kopf in der 78. Minute. Wacker blieb dran, die Mannschaft wollte den Fans ihr Freibier nicht streitig machen. Wieder war es Pohl, der in der 81. Minute gekonnt den Torhüter der Weimarer ausspielte und den 4:2 Endstand erzielte.
Dann wurden noch die Hellmunds ausgewechselt, sie erhielten für eine tolle Saison den verdienten Beifall des Publikum. Beide klatschten nach dem Abpfiff die wartenden Fans noch mal ab und spendierten ihre Trikots. Schade nur, dass sich nicht alle Spieler auf diese Art und Weise von einem treuen Publikum in die verdiente Pause verabschiedeten.
So geht eine Saison zu Ende, die durch Höhen und Tiefen gekennzeichnet war. Letztlich bleibt das Positive. Das ist am Tabellenplatz auszumachen. Das ist aber daran auszumachen, dass die Mannschaft um Uwe Etzrodt den kläglichen Abgang der Abteilung Teningen nach anfänglichen Schwierigkeiten bravourös verkraftete.
In der kommenden Saison wird es einige neue Köpfe geben. Ein Pole hat bereits unterschrieben und konnte sein Können in der zurückliegenden Woche zeigen. Entgegen den bisherigen Ankündigungen wird auch Cornelius Brack weiter im Wacker-Dress auflaufen, vielleicht werden die Fans auch einen alten Bekannten aus Tschechien begrüßen können. Letztlich hat Wacker richtig Spaß gemacht, auch die Handschrift des neuen Präsidiums setzt sich immer mehr durch, nicht zuletzt im Nachwuchsbereich. Nur: Ein paar mehr Zuschauer hätte der Verein verdient. Aber was nicht ist, das kann ja noch werden: In der Saison 2006/2007.
Peter-Stefan Greiner
PS: Salza spielt in Erfurt 1:1 und ist damit in die Bezirksliga abgestiegen.












