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Junges Wohnen mit Tradition

Freitag, 16. Juni 2006, 13:08 Uhr
Nordhausen (nnz). Lange Zeit war es still und ruhig am Bochumer Hof in Nordhausen. Jetzt soll ausgerechnet an diesem traditionsreichen Standort des genossenschaftlichen Bauens in der Rolandstadt „neues Leben“ einziehen.


Die Wohnungsbaugenossenschaft eG Südharz (WBG) informierte in dieser Woche (15.6.) über die geplanten Sanierungsmaßnahmen am Standort Bochumer Hof. Hier sollen in den kommenden Wochen die ersten 64 Apartments überwiegend für Studenten der Fachhochschule Nordhausen neu hergerichtet sein. Der WBG-Vorstand erläuterte den Vertretern der Fachhochschule und der Nordhäuser Stadtverwaltung, darunter Rektor Prof. Jörg Wagner und Bürgermeister Matthias Jendricke, das Vorhaben.

Die künftigen Apartments, für die seitens der Genossenschaft eine günstige Pauschalmiete inklusive Nebenkosten erhoben wird, verfügen allesamt über neue geflieste Bäder mit Dusche und über eine Grundausstattung in der Küche, die aus Kühlschrank, Gasherd sowie Spüle und Hängeschränken besteht. Die Wohnungen sind komplett saniert, für den Fußboden wählte die WBG hochwertiges Laminat. Für eine wohlige Wärme und heißes Wasser sorgt die Fernwärmeversorgung des Standortes mit der Energieversorgung Nordhausen (EVN).

Das Interesse der Studenten für den neuen Standort ist bereits jetzt sehr groß. Die ersten 25 Apartments sind bereits vergeben, das neue Semester hat noch nicht einmal begonnen. Die Studenten wohnen, auch das wurde den Gästen heute erläutert, auf historischem genossenschaftlichen Boden. Der Bochumer Hof wurde in der Zeit von 1906 bis 1914 vom Nordhäuser Spar- und Bauverein errichtet. Dieser Verein war der bereits 1901 gegründete Ursprung der Wohnungsbaugenossenschaft in Nordhausen.

Nach der Wende gestaltete sich der Bochumer Hof jedoch zunehmend schwierig in der Vermietung. Im Verlaufe der dann folgenden Jahre gab es im Rahmen der Entwicklung der Nordhäuser Stadtentwicklungskonzeption mehrere Ideen, die bislang aber allesamt nicht verwirklicht werden konnten. Die WBG suchte daraufhin eine neue Philosophie. Ausgangspunkt ist die Tatsache, dass dieses Ensemble nur ganzheitlich entwickelt werden kann. Das Ziel ist u.a. die Etablierung von „jungem Wohnen“ an einem innerstädtischen Standort mit Tradition. Architektonisch bietet der Bochumer Hof dazu alle Möglichkeiten.

Auch von der Infrastruktur her kann er sich sehen lassen. Fünf Minuten brauchen die jungen Leute bis in die Nordhäuser Altstadt oder zur Straßenbahn, der Bus der Stadtlinie A hält direkt am Standort und fährt bis zum Campus. In den nächsten Jahren soll – bei entsprechendem Bedarf – der Bochumer Hof weiter saniert und somit wieder neu mit Leben erfüllt werden.
Autor: nnz

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