Bullen und Bären im nnz-aktien-Tipp
Dienstag, 11. Dezember 2001, 09:05 Uhr
Nordhausen/Frankfurt (nnz). Die nnz bietet in lockerer Folge Analysen und Markteinschätzungen an. Das Material wird nnz von der Helaba zur Verfügung gestellt. Heute: 11.12.2001
Die Standardwerte an der New Yorker Börse haben zum Wochenauftakt Kursverluste verbucht. Der Montags-Handel verlief vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed) am heutigen Dienstag ruhig. Die Mehrzahl der Experten erwartet nach den schwachen Arbeitsmarktdaten vom vergangenen Freitag eine Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte auf 1,75 Prozent. Der Dow Jones 30 Index verlor 1,27 Prozent auf 9.921,45 Zähler. Damit schlossen die Standardwerte unter der Marke von 10.000 Punkten. Der marktbreite S&P 500 Index gab 1,59 Prozent auf 1.139,93 Zähler ab. Der von Technologietiteln dominierte Nasdaq Composite Index sank um 1,44 Prozent auf 1.992,12 Punkte. Unter Druck standen Aktien der Computerhersteller Hewlett-Packard (HP) und Compaq. HP gaben 2,25 Prozent auf 22,99 US-Dollar ab. Compaq brachen um 11,04 Prozent auf 10,07 Dollar ein. Die geplante Fusion der beiden Unternehmen droht am Widerstand der Familien zu scheitern. Die einflussreichen Nachkommen der Gründer William Hewlett und David Packard, die zusammen rund 18 Prozent der Aktien kontrollieren, lehnen das Geschäft geschlossen ab. "Das Scheitern der Fusion rückt immer näher". Außerdem wurde der Markt von der Gewinnwarnung von JDS Uniphase geschwächt.
Auch für den deutschen Aktienmarkt sind die Zeichen auf eine Abschwächung gestellt. Obwohl die ersten Indikationen auf eine behauptete Eröffnung hindeuten, gehe ich von einer weiteren Abschwächung im Dax aus. Die Unterstützung bei 5080 sollte im Laufe des Vormittages getestet werden. Nach oben ist Luft zur Zeit sehr dünn. Viele Marktteilnehmer haben bereits die Bücher geschlossen und die Umsätze fallen von Tag zu Tag. Auch stehen keine neuen Unternehmensmeldungen für heute an, die den deutschen Aktienmarkt nach oben bringen könnten. Auch wir warten auf die Entscheidung der FED, die allerdings erst nach 20.00 Uhr unserer Zeit erwartet wird. Da weitere Zinssenkungen in USA aber auch im neuen Jahr nicht so schnell zu erwarten sind, gehe ich trotz einer möglichen Zinssenkung heute Abend eher von einer Belastung der Märkte aus. Denn am langen Ende der Zinskurve haben wir ja in den letzten Tagen schon starke Zinserhöhungen gesehen.
Jörg Dechert, Aktienhandel
Autor: nnzDie Standardwerte an der New Yorker Börse haben zum Wochenauftakt Kursverluste verbucht. Der Montags-Handel verlief vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed) am heutigen Dienstag ruhig. Die Mehrzahl der Experten erwartet nach den schwachen Arbeitsmarktdaten vom vergangenen Freitag eine Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte auf 1,75 Prozent. Der Dow Jones 30 Index verlor 1,27 Prozent auf 9.921,45 Zähler. Damit schlossen die Standardwerte unter der Marke von 10.000 Punkten. Der marktbreite S&P 500 Index gab 1,59 Prozent auf 1.139,93 Zähler ab. Der von Technologietiteln dominierte Nasdaq Composite Index sank um 1,44 Prozent auf 1.992,12 Punkte. Unter Druck standen Aktien der Computerhersteller Hewlett-Packard (HP) und Compaq. HP gaben 2,25 Prozent auf 22,99 US-Dollar ab. Compaq brachen um 11,04 Prozent auf 10,07 Dollar ein. Die geplante Fusion der beiden Unternehmen droht am Widerstand der Familien zu scheitern. Die einflussreichen Nachkommen der Gründer William Hewlett und David Packard, die zusammen rund 18 Prozent der Aktien kontrollieren, lehnen das Geschäft geschlossen ab. "Das Scheitern der Fusion rückt immer näher". Außerdem wurde der Markt von der Gewinnwarnung von JDS Uniphase geschwächt.
Auch für den deutschen Aktienmarkt sind die Zeichen auf eine Abschwächung gestellt. Obwohl die ersten Indikationen auf eine behauptete Eröffnung hindeuten, gehe ich von einer weiteren Abschwächung im Dax aus. Die Unterstützung bei 5080 sollte im Laufe des Vormittages getestet werden. Nach oben ist Luft zur Zeit sehr dünn. Viele Marktteilnehmer haben bereits die Bücher geschlossen und die Umsätze fallen von Tag zu Tag. Auch stehen keine neuen Unternehmensmeldungen für heute an, die den deutschen Aktienmarkt nach oben bringen könnten. Auch wir warten auf die Entscheidung der FED, die allerdings erst nach 20.00 Uhr unserer Zeit erwartet wird. Da weitere Zinssenkungen in USA aber auch im neuen Jahr nicht so schnell zu erwarten sind, gehe ich trotz einer möglichen Zinssenkung heute Abend eher von einer Belastung der Märkte aus. Denn am langen Ende der Zinskurve haben wir ja in den letzten Tagen schon starke Zinserhöhungen gesehen.
Jörg Dechert, Aktienhandel
