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nnz-Rückspiegel: Vorbei, Paradies und ein Buch

Montag, 12. Juni 2006, 06:45 Uhr
Nordhausen (nnz). Es war vor einem Jahr, da ging das 37. Rolandsfest zu Ende. Auch damals zog die nnz ein Resümee. Was noch an diesem 12. Juni 2005 so interessant war, das erfahren Sie mit einem einzigen Klick.


Aus und vorbei
Alles geht irgendwann mal zu Ende – auch das Rolandsfest. Seine 37. Auflage stand in diesem Jahr nicht gerade unter einen guten Stern. Trotzdem hatte es sich wieder mal als Zugpferd erwiesen. Jost Rünger, der Organisator vor Ort, war schon am gestrigen Abend zufrieden. „Wir werden wohl wieder knapp unter der Marke von 100.000 Besuchern liegen“, so sei Kommentar. Und dabei waren die äußeren, aber vor allem die inneren Voraussetzungen nicht die allerbesten. Das Geld wird knapper, das bekam die ausrichtende Agentur zu spüren. Hauptsponsoren sprangen ab, auch bei den Kleineren war Zurückhaltung festzustellen. Und das merkte man auch beim Programm. Wirkliche Highlights waren Mangelware. Das soll keine Kritik an den Künstlern, Vereinen und anderen Machern sein......ausführlich im nnz-Archiv


ICE im Paradies
Mit einem halben Jahr Verzögerung ist der neue ICE-Bahnhof Jena-Paradies am Sonntag in Betrieb gegangen. Gleichzeitig trat ein Fahrplanwechsel in Kraft. „Es läuft alles pünktlich und planmäßig“, sagte eine Bahnsprecherin. Offiziell eröffnet werden soll der in der Nähe der Jenaer Innenstadt gelegene Haltepunkt an der ICE-Strecke Berlin-München am 18. Juni. In Saalfeld besteht für Reisende aus Erfurt zudem wieder direkter Anschluss an den Fernverkehr Richtung Nürnberg und München.


nnz-Bücherkiste: Das Wörterbuch
Für kurze Zeit überrascht war die politische wie journalistische Welt, als der Kanzler Neuwahlen im Herbst verkündete. Doch lange hielt die Sprachlosigkeit nicht an - Experten und Politiker geben auf allen Kanälen schon einen Vorgeschmack dessen, was uns in den "heißen" Wahlkampfwochen noch bevorstehen wird. Als unverzichtbares Handbuch für jeden, der mitreden will, empfehlen wir ein Buch. Und das ist Gustave Flauberts Wörterbuch der gemeinen Phrasen, für
das der Autor in nimmermüder Akribie jahrzehntelang Gemeinplätze,
Platituden, Klischees und Vorurteile gesammelt hat. Auch wenn Flaubert dabei sein eigenes Jahrhundert im Visier hatte, lässt sich, wie Sie sehen, vieles mühelos auch heute noch verwenden: Sprechen Sie über den entscheidenden Wählerstimmenanteil der Arbeiter (Immer anständig, wenn er gerade mal keine Unruhen anzettelt) aber vergessen sie nicht den Bauernstand (Was wären wir ohne ihn?). Besinnen Sie sich auf die Grundlagen der Gesellschaft (Eigentum, Familie, Religion, Respekt vor den Autoritäten) und halten Sie die Sparsamkeit (folgt immer auf "Ordnung", Quelle des Reichtums) hoch......ausführlich im nnz-Archiv
Autor: nnz

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