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Mauscheln hinter verschlossenen Türen

Dienstag, 06. Juni 2006, 08:31 Uhr
Nordhausen (nnz). Was bislang nur den diversen Ausschüssen des Nordhäuser Stadtrates vorbehalten war, das macht jetzt auch im Kreistag Schule: Die Lächerlichkeit von Tagesordnungen...


Mit Spannung wird in der kommenden Woche die Kreistagssitzung erwartet. Es ist die 14. dieser Legislaturperiode. Sie ist gespickt mit gepfefferten Tagesordnungspunkten. Im Mittelpunkt steht die Verabschiedung des Haushaltes, es ist die letzte Chance der Verwalter, den Kommunen eine höhere Kreisumlage abzuringen. Und so wird es in den nächsten Tagen noch diverse Sitzungen der diversen Gremien geben.

Die letzte Sitzung vor dem Kreistag ist für den 14. Juni anberaumt worden. Eine Stunde vor dem Kreistag treffen sich die Mitglieder des Kreisausschusses. Da gibt es jetzt die Einladung an die interessierte Öffentlichkeit. Vorgesehen sind im öffentlichen Teil der Sitzung unter anderem die Begrüßung und die Bestätigung der Tagesordnung. Dann ist Schluß mit lustig. Das interessierte Volk wird ausgeschlossen. Da ist man lieber unter sich, will über das beraten, was nicht für die Allgemeinheit vorgesehen ist. Genau so, wie es zum Bespiel der Finanzausschuss des Stadtrates seit Jahren zelebriert.

Den Mitgliedern des Nordhäuser Kreistages kann man nun getrost zurufen: Alle und alles ist gewählt, nun lasst uns mal schön in Ruhe, ihr werdet nicht mehr gebraucht. Übrigens: In der Kreisverwaltung hört man das nicht gern, doch: Von der Stadtverwaltung Nordhausen lernen heißt: siegen lernen. Fragt sich nur – über wen?
Autor: nnz

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