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Spende fürs Mittagessen

Donnerstag, 01. Juni 2006, 15:30 Uhr
Nordhausen (nnz). Im Englischunterricht sprachen Schüler des Humboldt Gymnasiums über Solidarität. Da wollten sie selbst anderen helfen und hatten gleich die Idee, einen Kuchenbasar zu veranstalten. Wer das Geld bekommen hat, das sehen Sie hier.

Spende fürs Mittagessen (Foto: nnz) Spende fürs Mittagessen (Foto: nnz)

Für den Kuchenbasar hatten die Humboldt-Schüler die besten Rezepte bei Müttern und Großmüttern erfragt. Die halfen dann auch beim Backen mit. Die Kuchen seien so toll gewesen, daß die Schüler sie ab liebsten gleich selbst gegessen hätten. Doch sie wollten sie eigentlich in der Pause an ihre Mitschüler verkaufen. Auf Plakaten hatten sie das einige Tage vorher angekündigt. Den Kuchen wurden sie auf jeden Fall sofort los. Dafür kamen 100 Euro zusammen.

Den schrecklichen Unfall im Atomkraftwerk Tschernobyl vor 20 Jahren haben die Schüler selbst nicht miterlebt. Als sie erfuhren, wie schlecht es dort lebenden Gleichaltrigen geht, entschieden sie sich dafür einen Teil des Geldes zu spenden. Die andere Hälfte sollte Kindern in Nordhausen zugute kommen. Heute brachten die Jungen und Mädchen deshalb 50 Euro in die St.Martin Schule für geistig Behinderte. Einige Schüler können dort schon seit langem nicht mehr an der Mittagsversorgung teilnehmen, weil ihre Eltern kein Geld dafür haben. Mit der Spende möchte Schulleiterin Anne Bergmann den Kindern wenigstens einige Wochen das Mittagessen ermöglichen. Die Gymnasiasten waren als Dankeschön von den St.Martin Schülern zu Saft und Muffins eingeladen worden, was sie gern annahmen.
Autor: wf

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