Arbeitsmarkt: Weiter nach unten
Mittwoch, 31. Mai 2006, 10:05 Uhr
Nordhausen (nnz). In der Nordhäuser Arbeitsagentur kommt beim Betrachten der Arbeitsmarktzahlen für den Mai 2006 helle Freude auf. Ein wenig getrübt wird sie allerdings durch einen einzigen Zahlenumstand. Weitere Einzelheiten mit einem Klick.
Arbeitsmarkt: Weiter nach unten (Foto: nnz)
Für den Bereich der Nordhäuser Agentur (Landkreise Nordhausen und Eichsfeld sowie den Kyffhäuserkreis) errechneten die Statistiker im Monat Mai eine Arbeitslosenquote von 20,1 Prozent. Das sind eigentlich 0,2 Prozentpünktchen zu viel, denn die 20er-Marke hätte man schon im Wonnemonat hinter sich gelassen. Trotzdem: Die Bilanz kann sich sehen lassen.
Seit Jahresbeginn ist die Zahl der Arbeitslosen erfreulicherweise kontinuierlich rückläufig. Die Nordhäuser Arbeitsagentur registrierte insgesamt im Monat Mai 27.587 Arbeitslose und damit über 2.200 weniger als im April. Den höchsten Rückgang gab es mit fast 1.000 Arbeitslosen im Eichsfeld, allein 880 davon bei der Arbeitsagentur. Aber auch im Kyffhäuserkreis wurden gegenüber April und dem Vorjahr rund 930 Männer und Frauen ohne Job weniger gezählt.
Die Zahl der Arbeitslosen schreibt die Entwicklung der vergangenen Monate fort, kommentiert Helmut Ahr Geschäftsführer Operativ die Arbeitsmarktzahlen des Monats Mai. Die Frühjahrsbelebung schlägt sich stärker nieder als im April, das erklären vor allem die Einstellungen bei den ehemaligen Arbeitgebern. Erfreulich ist auch, dass sich die Entwicklung insbesondere bei den Jugendlichen positiv auswirkt. Die Zahl der jüngeren Arbeitslosen unter 25 ist im Mai um 8 Prozent auf 10,9 Prozent gesunken. Mit 3.019 gab es im Mai auch fast 600 jugendliche Arbeitslose weniger als vor einem Jahr.
Um 1,3 Prozentpunkte, von 19,7 auf 18,4 Prozent, ging die Arbeitslosenquote bei den zivilen Erwerbspersonen zurück. Vor allem die Männer erfuhren eine Verbesserung um 2,6 Prozentpunkte auf 18,4 Prozent. Auch hier wurden Rückrufe von Arbeitgebern spürbar.
Mehr Abmeldungen wurden im Berichtsmonat hauptsächlich im Kyffhäuserkreis beobachtet. Hier konnten im Mai fast 2.200 Männer und Frauen und damit 720 mehr als im April und über 850 mehr als vor einem Jahr ihre Arbeitslosigkeit beenden. Fast 1.100 von ihnen nahmen eine Erwerbstätigkeit auf, rund 350 bei ihrem letzten Arbeitgeber und dies vorwiegend im Baugewerbe. 67 Arbeitslose wagten im Mai den Sprung in die Selbständigkeit.
Auch die Zahl derer, die sich in der Arbeitsagentur melden mussten, fiel im Mai geringer aus. Hier war ebenfalls der Kyffhäuserkreis das positivste Beispiel. Mit rund 1.200 Personen wurden über 500 weniger als im April in der Geschäftsstelle Sondershausen und in der ARGE gezählt. Die Zugänge in Nordhausen selbst hielten mit cirka 970 Personen etwa das Niveau des Vormonats.
Betriebe und Unternehmen meldeten insgesamt im Mai 627 freie Stellen. Damit verfügt die Arbeitsagentur zur Zeit über 1.370 Arbeitsstellen, 510 als Arbeitsgelegenheiten. Über 200 Arbeitsstellen gibt es im Wohnungswesen, rund 130 im Baugewerbe und 150 in der öffentlichen Verwaltung. Im Kyffhäuserkreis wurden mit 243 Stellen, 35 mehr registriert als im April
Seit Oktober meldeten sich in den Dienststellen der Nordhäuser Arbeitsagentur 3.458 Bewerber, die eine Ausbildungsstelle suchen. Das sind fast 600 weniger als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres, 2.460 sind derzeit noch unvermittelt. Dem gegenüber stehen 927 Ausbildungsstellen, 618 sind davon noch nicht besetzt.
Autor: nnz
Arbeitsmarkt: Weiter nach unten (Foto: nnz)
Für den Bereich der Nordhäuser Agentur (Landkreise Nordhausen und Eichsfeld sowie den Kyffhäuserkreis) errechneten die Statistiker im Monat Mai eine Arbeitslosenquote von 20,1 Prozent. Das sind eigentlich 0,2 Prozentpünktchen zu viel, denn die 20er-Marke hätte man schon im Wonnemonat hinter sich gelassen. Trotzdem: Die Bilanz kann sich sehen lassen.
Seit Jahresbeginn ist die Zahl der Arbeitslosen erfreulicherweise kontinuierlich rückläufig. Die Nordhäuser Arbeitsagentur registrierte insgesamt im Monat Mai 27.587 Arbeitslose und damit über 2.200 weniger als im April. Den höchsten Rückgang gab es mit fast 1.000 Arbeitslosen im Eichsfeld, allein 880 davon bei der Arbeitsagentur. Aber auch im Kyffhäuserkreis wurden gegenüber April und dem Vorjahr rund 930 Männer und Frauen ohne Job weniger gezählt.
Die Zahl der Arbeitslosen schreibt die Entwicklung der vergangenen Monate fort, kommentiert Helmut Ahr Geschäftsführer Operativ die Arbeitsmarktzahlen des Monats Mai. Die Frühjahrsbelebung schlägt sich stärker nieder als im April, das erklären vor allem die Einstellungen bei den ehemaligen Arbeitgebern. Erfreulich ist auch, dass sich die Entwicklung insbesondere bei den Jugendlichen positiv auswirkt. Die Zahl der jüngeren Arbeitslosen unter 25 ist im Mai um 8 Prozent auf 10,9 Prozent gesunken. Mit 3.019 gab es im Mai auch fast 600 jugendliche Arbeitslose weniger als vor einem Jahr.
Um 1,3 Prozentpunkte, von 19,7 auf 18,4 Prozent, ging die Arbeitslosenquote bei den zivilen Erwerbspersonen zurück. Vor allem die Männer erfuhren eine Verbesserung um 2,6 Prozentpunkte auf 18,4 Prozent. Auch hier wurden Rückrufe von Arbeitgebern spürbar.
Mehr Abmeldungen wurden im Berichtsmonat hauptsächlich im Kyffhäuserkreis beobachtet. Hier konnten im Mai fast 2.200 Männer und Frauen und damit 720 mehr als im April und über 850 mehr als vor einem Jahr ihre Arbeitslosigkeit beenden. Fast 1.100 von ihnen nahmen eine Erwerbstätigkeit auf, rund 350 bei ihrem letzten Arbeitgeber und dies vorwiegend im Baugewerbe. 67 Arbeitslose wagten im Mai den Sprung in die Selbständigkeit.
Auch die Zahl derer, die sich in der Arbeitsagentur melden mussten, fiel im Mai geringer aus. Hier war ebenfalls der Kyffhäuserkreis das positivste Beispiel. Mit rund 1.200 Personen wurden über 500 weniger als im April in der Geschäftsstelle Sondershausen und in der ARGE gezählt. Die Zugänge in Nordhausen selbst hielten mit cirka 970 Personen etwa das Niveau des Vormonats.
Betriebe und Unternehmen meldeten insgesamt im Mai 627 freie Stellen. Damit verfügt die Arbeitsagentur zur Zeit über 1.370 Arbeitsstellen, 510 als Arbeitsgelegenheiten. Über 200 Arbeitsstellen gibt es im Wohnungswesen, rund 130 im Baugewerbe und 150 in der öffentlichen Verwaltung. Im Kyffhäuserkreis wurden mit 243 Stellen, 35 mehr registriert als im April
Seit Oktober meldeten sich in den Dienststellen der Nordhäuser Arbeitsagentur 3.458 Bewerber, die eine Ausbildungsstelle suchen. Das sind fast 600 weniger als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres, 2.460 sind derzeit noch unvermittelt. Dem gegenüber stehen 927 Ausbildungsstellen, 618 sind davon noch nicht besetzt.
