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Gewinner und Verlierer

Montag, 29. Mai 2006, 12:06 Uhr
Nordhausen (nnz). In sieben der 23 Landkreise und kreisfreien Städte wurden im 1. Vierteljahr 2006 über die Hälfte des Industrieumsatzes des Landes Thüringen getätigt. Umsatzspitzenreiter war der Landkreis Sömmerda, in dem auch die höchste Exportquote errechnet wurde. Ob auch Nordhausen in der Statistik auftaucht, das erfahren Sie mit einem einzigen Klick.


Von Januar bis März 2006 erzielten die Betriebe und Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 6,4 Milliarden Euro und überboten das vergleichbare Vorjahresergebnis um 10,8 Prozent. Sieben Kreise mit einem Umsatz über 380 Millionen Euro erreichten 52,5 Prozent des Industrieumsatzes Thüringens: der Landkreis Sömmerda (624 Millionen Euro), der Wartburgkreis (520 Millionen Euro), die Stadt Eisenach (508 Millionen Euro), der Landkreis Gotha (503 Millionen Euro), der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt (413 Millionen EUR), der Saale-Orla-Kreis (400 Millionen Euro) und der Landkreis Schmalkalden-Meiningen (388 Millionen EUR). Vergleichsweise niedrige Umsätze erzielten die Betriebe der Stadt Weimar (55 Millionen Euro), der Stadt Gera (70 Millionen Euro) und der Stadt Suhl (76 Millionen Euro).

Der Anteil des Auslandsumsatzes am Umsatz insgesamt (Exportquote) betrug im 1. Vierteljahr 2005 im Durchschnitt 30,4 Prozent und verringerte sich bis zum 1. Vierteljahr 2006 auf 30,2 Prozent. Hohe Exportquoten erreichten der Landkreis Sömmerda sowie die Stadt Eisenach, deren Werte aus Geheimhaltungsgründen nicht veröffentlicht werden dürfen. Es folgte die Stadt Jena mit 44,5 Prozent, der Kyffhäuserkreis mit 38,9 Prozent, der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt mit 35,8 Prozent, der Saale-Orla-Kreis mit 34,4 Prozent und die Stadt Gera mit 30,7 Prozent. Kleinere Anteile des Auslandsumsatzes am Umsatz insgesamt wurden in der Stadt Suhl mit 14,6 Prozent, im Landkreis Hildburghausen mit 13,3 Prozent, im Landkreis Altenburger Land mit 12,7 Prozent und in der Stadt Weimar mit 11,3 Prozent ermittelt.

Im Monatsdurchschnitt von Januar bis März 2006 waren in den Thüringer Industriebetrieben 144 599 Personen tätig, 959 weniger als ein Jahr zuvor. Der Beschäftigtenrückgang erfolgte vor allem in Sömmerda (- 420 Beschäftigte), im Ilm-Kreis (- 412 Beschäftigte), in Sonneberg (- 211 Beschäftigte) und in der Stadt Eisenach (- 206 Beschäftigte). Andererseits erhöhte sich die Zahl der Beschäftigung, wie z.B. im Wartburgkreis mit einem Anstieg von 196 Beschäftigten, in der Stadt Gera (+ 187 Beschäftigte), im Eichsfeld (+ 186 Beschäftigte) und in der Stadt Jena (+ 124 Beschäftigte).

Die Produktivität (Umsatz je Beschäftigten) lag in Thüringen von Januar bis März 2006 bei 44.000 Euro und stieg gegenüber dem Vorjahr um 11,5 Prozent. Die höchsten Umsätze je Beschäftigten wurden für die nachstehenden Kreise errechnet: Landkreis Sömmerda (120.000 Euro), Stadt Eisenach (84.000 Euro), Landkreis Saalfeld-Rudolstadt (50.000 Euro), Stadt Jena (47.000 Euro), Ilm-Kreis (47.000 Euro) und Landkreis Gotha (45.000 Euro).

Die geringsten Umsätze je Beschäftigten wurden für den Kyffhäuserkreis (32.000 Euro), Nordhausen (30.000 Euro) und die Stadt Gera (26.000 Euro) ausgewiesen.
Autor: nnz

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