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nnz-Rückspiegel: 8. Dezember 2000

Samstag, 08. Dezember 2001, 09:58 Uhr
Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war? Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden.


Verein plant Mittelalterfest in Nordhausen für 2001
In Nordhausen soll es künftig neben dem Altstadtfest und dem Rolandsfest noch eine weitere Festivität geben - das Mittelalterfest. So jedenfalls sehen die Vorstellungen der Mitglieder des Vereins für lebendiges Mittelalter aus. In dieser Woche erhielten die Organisatoren erste Zusagen seitens der Nordhäuser Stadtverwaltung und des Schulverwaltungsamtes. Geplant wird das Mittelalterfest für den 26. Und 27. Mai 2001 auf dem Gelände des Humboldt-Gymnasiums und im Areal der Domstraße. Hintergrund des Festes ist das Jahr der Ottonen, das in Sachsen-Anhalt ausgerufen, an den ersten deutschen König erinnern soll. Und in Sachen Otto I. hat ja auch Nordhausen einiges zu bieten. So haben die Freunde des Vereins für lebendiges Mittelalter in mühevoller Arbeit einen Altar gebaut. Das 2,5 Meter mal 1,80 Meter große Werk präsentiert in der Mittel die Kopie des Tafelbildes „Madonna mit dem Akelei“. Daneben sind Tafeln mit den wichtigsten Daten von Heinrich und Mathilde angebracht. Wiederum daneben können Interessiert einen Blick auf den Grundriß der Heinrichsburg werfen und können eine dreidimensionale Ansicht der Burg bewundern, wie sie einst ausgesehen haben könnte. Und diese Ansicht soll nach den Vorstellungen der Freunde des Mittelalters auf Tafeln erscheinen. Diese Tafeln könnten dann in der Nordhäuser Altstadt dort aufgestellt werden, wo die Eingänge zur Heinrichsburg vermutet werden: An der Wassertreppe, im Bereich der Kranichstraße und der Barfüßerstraße. Die drei Tafeln könnten am 25. Mai nächsten Jahres enthüllt werden. Jetzt sucht der Verein nach Sponsoren für diese Tafeln.


Letzte Vorstellung und Harry Potter im Nordhäuser Theater
Zum letzten Mal wird am Samstag im Nordhäuser Theater die Komödie „Der nackte Wahnsinn“ zu sehen sein. Nach dieser Vorstellung senkt sich zum letzten Mal der Vorhang über einer Szenerie, die die Zuschauer lachen, die Figuren des Stücks aber verzweifeln läßt. Eine kleine und recht provinzielle Theatergruppe probt nämlich ein neues Stück, mit sie auf große Tournee gehen will. Insgesamt steht den Zuschauern noch ein letztes Mal ein köstlicher Theaterspaß ins Haus. Nach dem nackten Wahnsinn steigt ab 22.30 Uhr die große Harrry-Potter-Lesenacht im Foyer des Theaters. Gelesen wird aus dem ersten band des Bestsellers von Joanne K. Rowling. Unter den VorleserInnen sind Monika Pirklbauer, Steffen Böye und Rüdiger Hellmann, Steffi Albrecht, Christian Schütz, Charly Krieger, Marie Luise Theuerkauf, Senta Schenk, Michhael Markus Mund und Tobias Laurentius Mönch zu finden. Neben dem Lesespaß bietet das Theater ein Mitternachtsbufffet und diverse Überraschungen - ganz im Sinne der Zauberlehrlinge.


Ehrenamtliche Umweltinspektoren zogen Bilanz ihrer Arbeit
Die ehrenamtlichen Umweltinspektoren des Landkreises Nordhausen trafen sich gestern zu ihrer letzten Tagung in diesem Jahr im Landratsamt. Auf der Tagesordnung der Beratung standen Inforamtionen über den Agenda-21-Prozeß im Landkreis, zur Aktion „Ehrenamt-50-Plus“ sowie eine Bestandsaufnahme zur bisher geleisteten Arbeit. Die Umweltinspektoren über ihre Tätigkeit im Rahmen des Agenda-21-Forums „Ehrenamt“ aus.


Jugendsozialwerk Nordhausen hat Tarifverträge gekündigt
Das Jugendsozialwerk Nordhausen hat den bestehenden Tarifvertrag zum Ende des Jahres gekündigt. Das wurde nnz von der ÖTV bestätigt. Begründet sei dies mit grundsätzlich anderen tariflichen Strukturen, die künftig im Jugendsozialwerk Einzug halten sollen. Gleichzeitig soll der freie Träger auch die Bereitschaft zu neuen Verhandlungen signalisiert haben. „Für Angebote sind wir völlig offen“, so Dorothee Schmidt von der ÖTV. Nach Informationen der Gewerkschaft soll im Jugendsozialwerk künftig eine leistungsorientierte Bezahlung angestrebt werden. Das bereitet nicht nur den Gewerkschaftern, sondern auch dem Betriebsrat bereits jetzt Kopfschmerzen. Für die Vorsitzende des Betriebsrates, Rosemarie Barz, ist bisher nicht klar dargelegt worden, wie eine solche Bezahlung bei Betreuern und anderen Mitarbeitern durchgesetzt werden könne. Die ÖTV spricht hier gar von sogenannten „Nasenprämien“. Mitarbeiter seien damit der Willkür ihrer unmittelbaren Vorgesetzten ausgeliefert. Viele der rund 500 Beschäftigten am Standort Nordhausen hätten Angst vor einer solchen subjektiven Bewertung, der Betriebsrat äußert „große Bedenken“. Intern ließe sich eine derartige Struktur nicht aufbauen, hier sei Hilfe von außen dringen angesagt, meint Rosemarie Barz. Das Jugendsozialwerk Nordhausen verfügt neben seinen Bereichen in Nordhausen und Wülfingerode auch noch über Standorte in Saalfeld, Rudolstadt, Blankenburg und in Dresden.


Wacker Nordhausen seit heute offiziell aus der Insolvenz entlassen
Seit heute ist Fußball-Oberligist Wacker Nordhausen insolvenzfrei. Das Präsidium des Nordhäuser Traditionsvereins kann die Regie übernehmen und die Geschicke in eigene Hände legen. Insolvenzverwalter Olaf Kupke bemerkte heute noch einmal, daß er gemeinsam mit dem jetzigen Präsidium einen „Scherbenhaufen“ übernommen habe. Mit großer Unterstützung von Sponsoren (hier insbesondere Nordbrand Nordhausen und Kreissparkasse Nordhausen) und dem jetzigen Präsidium konnte wieder ein funktionsfähiges Gebilde zusammengekittet werden, das trotzdem immer noch der Unterstützung der gesamten Region bedarf. Wacker-Präsident Wolfgang Lutze dankte allen, die an der „Genesung“ des Vereins teilhatten, den großen und kleinen Sponsoren, aber auch den wenigen Übungsleitern, die auch in schwierigen Zeiten dem Verein die Treue hielten. Dem vorherigen Präsidium wurde mehrfach vorgehalten, den Verein sportlich ruiniert zu haben. Jetzt gelte es, die Vereinsarbeit und das Verbandsleben nur zu organisieren. Der Hauptaugenmerk des Präsidiums gilt nun dem sportlichen Aufbau. Der Klassenerhalt der ersten Mannschaft steht dabei natürlich im Vordergrund, noch bestehen berechtigte Hoffnungen. Gleichzeitig muß die Basis gestärkt, muß verloren gegangenes Vertrauen aufgebaut werden.


Geplantes Knorkator-Konzert scheitert an bürokratischer Anmeldung
Das für Samstagabend angesagte Konzert mit den Berliner Industrial-Chaoten KNORKATOR kann nicht wie geplant auf dem Schachtbaugelände am Marktkauf stattfinden. Offenbar liegt dem Ordnungsamt keine schriftliche Anmeldung für die Nutzung der Halle vor, weshalb die städtische Behörde heute keine Genehmigung für die Veranstaltung erteilte. Viel kurzfristiger hätte die Ablehnung wirklich nicht kommen können. Verständlicherweise sind der Veranstalter, die Band und unzählige Fans stinksauer über diesen bürokratischen Akt. Ein Konzert, das seit Wochen oder gar Monaten angekündigt und im Gespräch ist, einen Tag vorher zu verbieten zeugt von wenig ausgeprägtem Fingerspitzengefühl und rückt Nordhausen nicht die erste Reihe weltoffener, kulturell interessierter Städte. Die auswärtigen Fans, die kaum noch zu informieren sein dürften, werden also morgen Abend die Vorzüge der Nordhäuser Südvorstadt kennen lernen und vielleicht auf eine Bockwurst in der nahegelegenen Tankstelle einkehren können.


nnz kooperiert mit Thüringer Internetdienstleister THUECOM
Die nnz expandiert weiter. Seit dieser Woche gibt es mit einem der führenden Internetdienstleister in Thüringen, der THUECOM Medien GmbH als Betreiber verschiedener Regionalportale, eine Vereinbarung über einen ständigen Datenaustausch. Ab sofort können Nutzer über die Suchmaschine www.thuecom.de auch auf Nachrichten aus dem Landkreis Nordhausen zurückgreifen. Einfach auf „Nordhausen-Ticker“ klicken und schon erhält der Nutzer übersichtlich die aktuellen Nachrichten in Schlagzeilen und bei Bedarf selbstverständlich auch ausführlich.
Autor: nnz

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