Erfolg mit neu besetzten Rollen
Freitag, 07. Dezember 2001, 15:59 Uhr
Nordhausen (nnz) Am gestrigen Abend präsentierten die Schüler des Herder-Gymnasiums ein Geschichtsprojekt der Öffentlichkeit, das sie zusammen mit einer Partnerschule im Rahmen der EXPO 2000 ausgearbeitet haben. Was es damit genau auf sich hat, das berichtet Manuela Jauer.
Viel Mühe und Zeit hat es die Schüler gekostet, ihr Projekt auf das Niveau zu bringen, welches es zum jetzigen Zeitpunkt hat. Zweieinhalb Jahre sind bereits vergangen, seitdem die Kooperative Gesamtschule in Stuhr-Brinkum Kontakt mit dem Nordhäuser Herder-Gymnasium aufgenommen hat und die Zusammenarbeit zwischen beiden Schulen begann. Es sollte ein gemeinsames EXPO-Projekt ausgearbeitet werden (siehe auch nnz-Archiv). Thema: Wernher von Braun, sein Traum vom Weltraum, die V2-Produktion im Stollen des KZ Mittelbau Dora sowie der Wettlauf zwischen der Sowjetunion und Amerika um die Eroberung des Alls.
Gestern Abend um 18.30 Uhr folgte eine Vorführung der szenischen Lesung in der Aula der Wiedigsburgschule. Zum ersten Mal geschah dies mit einer fast gänzlich neuen Rollen-Besetzung. Die Nordhäuser Schüler, die an dem Projekt von Anfang an mitgewirkt haben, konnten in diesem Frühjahr endlich das erlösende Abitur-Zeugnis in Empfang nehmen. Die meisten widmen sich jetzt dem wahren Ernst des Lebens bei der Bundeswehr, im Beruf oder an der Uni und konnten deshalb nicht anwesend sein. So hatten diesmal die Schüler der elften Klassen (neben zwei alten Hasen) die Chance, sich vor Publikum auf der Bühne zu beweisen.
Trotz der Aufregung, die ein paar technische Schwierigkeiten und das obligatorische Lampenfieber im Vorfeld mit sich brachten, zeigten die Beteiligten eine gelungene Lesung, deren Ernsthaftigkeit durch schwarze Kleidung, dämmriges Licht und Kerzen unterstützt wurde. Zur Veranschaulichung der Thematik wurden mit Hilfe des Computers Fotos, Zeichnungen, Schlager und Landkarten einbezogen.
Nach knapp 60 Minuten endete die Vorführung für die Darsteller mit einer Rose von ihrer betreuenden Geschichtslehrerin Frau Mertens und mit viel Applaus von Seiten des Publikums. Insgesamt waren es ungefähr 120 Hände, die die Leistung würdigten. Darunter waren nicht nur die von Lehrern und dem Direktor der Schule, sondern auch die der Vertreter des Vereins neueebenen e. V. und vieler interessierter Bürger. Dass zwischendurch ein paar kleine technische Pannen und einzelne Versprecher aufgetreten waren, nahmen sie nicht übel.
Der nächste Auftritt ist bereits geplant. Das Gymnasium in Herzberg hat sein Interesse bekundet. Dort werden die Newcomer erneut die Möglichkeit haben, sich in ihren geschichtsträchtigen und gesellschaftlich bedeutenden Rollen zu präsentieren.
Manuela Jauer
Autor: nnzViel Mühe und Zeit hat es die Schüler gekostet, ihr Projekt auf das Niveau zu bringen, welches es zum jetzigen Zeitpunkt hat. Zweieinhalb Jahre sind bereits vergangen, seitdem die Kooperative Gesamtschule in Stuhr-Brinkum Kontakt mit dem Nordhäuser Herder-Gymnasium aufgenommen hat und die Zusammenarbeit zwischen beiden Schulen begann. Es sollte ein gemeinsames EXPO-Projekt ausgearbeitet werden (siehe auch nnz-Archiv). Thema: Wernher von Braun, sein Traum vom Weltraum, die V2-Produktion im Stollen des KZ Mittelbau Dora sowie der Wettlauf zwischen der Sowjetunion und Amerika um die Eroberung des Alls.
Gestern Abend um 18.30 Uhr folgte eine Vorführung der szenischen Lesung in der Aula der Wiedigsburgschule. Zum ersten Mal geschah dies mit einer fast gänzlich neuen Rollen-Besetzung. Die Nordhäuser Schüler, die an dem Projekt von Anfang an mitgewirkt haben, konnten in diesem Frühjahr endlich das erlösende Abitur-Zeugnis in Empfang nehmen. Die meisten widmen sich jetzt dem wahren Ernst des Lebens bei der Bundeswehr, im Beruf oder an der Uni und konnten deshalb nicht anwesend sein. So hatten diesmal die Schüler der elften Klassen (neben zwei alten Hasen) die Chance, sich vor Publikum auf der Bühne zu beweisen.
Trotz der Aufregung, die ein paar technische Schwierigkeiten und das obligatorische Lampenfieber im Vorfeld mit sich brachten, zeigten die Beteiligten eine gelungene Lesung, deren Ernsthaftigkeit durch schwarze Kleidung, dämmriges Licht und Kerzen unterstützt wurde. Zur Veranschaulichung der Thematik wurden mit Hilfe des Computers Fotos, Zeichnungen, Schlager und Landkarten einbezogen.
Nach knapp 60 Minuten endete die Vorführung für die Darsteller mit einer Rose von ihrer betreuenden Geschichtslehrerin Frau Mertens und mit viel Applaus von Seiten des Publikums. Insgesamt waren es ungefähr 120 Hände, die die Leistung würdigten. Darunter waren nicht nur die von Lehrern und dem Direktor der Schule, sondern auch die der Vertreter des Vereins neueebenen e. V. und vieler interessierter Bürger. Dass zwischendurch ein paar kleine technische Pannen und einzelne Versprecher aufgetreten waren, nahmen sie nicht übel.
Der nächste Auftritt ist bereits geplant. Das Gymnasium in Herzberg hat sein Interesse bekundet. Dort werden die Newcomer erneut die Möglichkeit haben, sich in ihren geschichtsträchtigen und gesellschaftlich bedeutenden Rollen zu präsentieren.
Manuela Jauer
