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Bombe war gefährlich

Donnerstag, 18. Mai 2006, 17:54 Uhr
Nordhausen (nnz). Zwei Bombenfunde halten derzeit die Einsatzkräfte in Atem. Im ersten Fall konnte jetzt Entwarnung gegeben werden. Weitere Einzelheiten in Ihrer nnz.


Um 16.58 Uhr kam die erlösende Meldung: „Bombe entschärft!“ Damit war die Gefahr in der Andersen-Nexö-Straße gebannt. Inzwischen wird ein neuer Sperrbereich aufgebaut, nachdem am Nachmittag ebenfalls bei Bauarbeiten ein weiterer Bombenblindgänger gefunden worden war. Betroffen sind diesmal die Anlieger der Rothenburgstraße, einem Industriegebiet im Süden der Stadt.

Zunächst muss die Bombe freigelegt werden. Sie ragt nur ein kleines Stück aus der Erde. Erst dann kann der Sprengmeister entscheiden, wie großflächig evakuiert werden muss. Sollte es wieder einen Sperrkreis im Radius von 500 Metern geben, sind auch die Bundesstraße 80 aus Richtung Halle und die Bahnstrecke Halle – Nordhausen betroffen.

Als äußerst gefährlich hatte Sprengmeister Volkmann vom Erfurter Munitionsbergungsdienst TAUBER die Situation in der Nexö-Straße eingeschätzt. Hier waren Erdarbeiten durchgeführt worden, ohne das Gebiet vorher nach Blindgängern absuchen zu lassen. Das ist gerade in Nordhausen sehr gefährlich und leichtsinnig, weil hier noch immer zahlreiche Bomben aus den letzten Kriegstagen zu finden sind. „Hätte der Bagger die Bombe am anderen Ende erwischt, wäre sie hochgegangen“, meinte Volkmann zu den Einsatzkräften vor Ort.
Autor: nnz

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