Anpassung kostet
Donnerstag, 18. Mai 2006, 11:35 Uhr
Nordhausen (nnz). (Fast) immer dreht sich alles um das liebe Geld. Das ist in der Arbeitsgemeinschaft des Landkreises Nordhausen nicht anders. Die muss ab dem 1. Juli tiefer in die Taschen greifen. Die nnz mit Einzelheiten.
Zum 1. Juli 2006 treten im Sozialgesetzbuch II weit reichende Änderungen in Kraft, die auch auf die Arbeitsgemeinschaft des Landkreises Nordhausen (ARGE) Auswirkungen haben werden. So steigt die Regelleistung für Alleinstehende infolge der Anpassung an das Niveau der alten Bundesländer von 331 Euro auf 345 Euro im Monat an. Volljährige Hilfebedürftige in Lebensgemeinschaften erhalten statt wie bisher 298 dann 311 Euro. Für Kinder und Jugendlichen unter 15 Jahren werden monatlich 207 Euro zur Verfügung stehen. Bis jetzt sind es 199 Euro. Auch für die Gruppe der 15 bis 18 Jahre alten Hilfebedürftigen wird es ab dem 1. Juli 2006 mehr Geld geben. Die monatlichen Leistungen steigen von 265 auf 276 Euro an.
Allein diese Änderungen wirken sich für das zweite Halbjahr 2006 auf den Landkreis Nordhausen aus. ARGE-Geschäftsführer Hans-Georg Müller: Für das zweite Halbjahr rechnen wir mit einem Mehrbedarf von 965.000 Euro. Als Basis für unsere Prognosen haben wir die Dezember-Zahlen des vergangenen Jahres herangezogen.
Durch die Novellierung der entsprechenden Gesetzlichkeiten, die vor allem bei den Jugendlichen zwischen 18 und 25 Jahren zur Wirkung kommen (wir informierten bereits mehrfach), kommt es zu einer Reduzierung der laufenden Kosten von etwa eine halben Million Euro.
Allerdings wird es bei anderen Positionen wiederum zu einer erheblichen Erhöhung der Ausgaben kommen. So zum Beispiel wird in der ARGE mit einer 20prozentigen Steigerung der Heizkosten und einer Erhöhung der Wohnnebenkosten von 10 Prozent gerechnet. Das seien nach ersten Berechnungen 800.000 Euro, die zusätzlich gezahlt werden müssen. Geht man allerdings von einer kontinuierlichen Steigerung der Anzahl der Bedarfsgemeinschaften wie im vergangenen Jahr aus, dann kommen auf die Arbeitsgemeinschaft des Landkreises Nordhausen weitere Mehrkosten in Höhe von 2,4 Millionen Euro zu.
Wenn es uns gelingt, die Bestandszahlen in diesem Jahr auf dem Niveau des Dezemberwertes 2005 zu halten, dann ergibt sich aus den oben genannten Gründen eine Erhöhung der Leistungen allein im Landkreis Nordhausen um rund 3,7 Millionen Euro, so Geschäftsführer Müller abschließend.
Autor: nnzZum 1. Juli 2006 treten im Sozialgesetzbuch II weit reichende Änderungen in Kraft, die auch auf die Arbeitsgemeinschaft des Landkreises Nordhausen (ARGE) Auswirkungen haben werden. So steigt die Regelleistung für Alleinstehende infolge der Anpassung an das Niveau der alten Bundesländer von 331 Euro auf 345 Euro im Monat an. Volljährige Hilfebedürftige in Lebensgemeinschaften erhalten statt wie bisher 298 dann 311 Euro. Für Kinder und Jugendlichen unter 15 Jahren werden monatlich 207 Euro zur Verfügung stehen. Bis jetzt sind es 199 Euro. Auch für die Gruppe der 15 bis 18 Jahre alten Hilfebedürftigen wird es ab dem 1. Juli 2006 mehr Geld geben. Die monatlichen Leistungen steigen von 265 auf 276 Euro an.
Allein diese Änderungen wirken sich für das zweite Halbjahr 2006 auf den Landkreis Nordhausen aus. ARGE-Geschäftsführer Hans-Georg Müller: Für das zweite Halbjahr rechnen wir mit einem Mehrbedarf von 965.000 Euro. Als Basis für unsere Prognosen haben wir die Dezember-Zahlen des vergangenen Jahres herangezogen.
Durch die Novellierung der entsprechenden Gesetzlichkeiten, die vor allem bei den Jugendlichen zwischen 18 und 25 Jahren zur Wirkung kommen (wir informierten bereits mehrfach), kommt es zu einer Reduzierung der laufenden Kosten von etwa eine halben Million Euro.
Allerdings wird es bei anderen Positionen wiederum zu einer erheblichen Erhöhung der Ausgaben kommen. So zum Beispiel wird in der ARGE mit einer 20prozentigen Steigerung der Heizkosten und einer Erhöhung der Wohnnebenkosten von 10 Prozent gerechnet. Das seien nach ersten Berechnungen 800.000 Euro, die zusätzlich gezahlt werden müssen. Geht man allerdings von einer kontinuierlichen Steigerung der Anzahl der Bedarfsgemeinschaften wie im vergangenen Jahr aus, dann kommen auf die Arbeitsgemeinschaft des Landkreises Nordhausen weitere Mehrkosten in Höhe von 2,4 Millionen Euro zu.
Wenn es uns gelingt, die Bestandszahlen in diesem Jahr auf dem Niveau des Dezemberwertes 2005 zu halten, dann ergibt sich aus den oben genannten Gründen eine Erhöhung der Leistungen allein im Landkreis Nordhausen um rund 3,7 Millionen Euro, so Geschäftsführer Müller abschließend.
