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Abordnung war da

Dienstag, 16. Mai 2006, 16:12 Uhr
Nordhausen (nnz). Immer, wenn in der politischen Diskussion irgendwelche Anteile des Südharz-Krankenhauses „hochkommen“, dann begibt sich eine ansehnliche Delegation von Mitarbeitern der medizinischen Einrichtung auf Tour. Wo heute deren Ziel lag, das erfahren Sie mit einem einzigen Klick.


Es das letzte Mal war es zur Schulnetzdiskussion, da der Plenarsaal des Landratsamtes übervoll war. Heute saßen über 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Südharz-Krankenhauses darin und draußen und wollten denn wissen, wie es mit ihrem Krankenhaus weitergeht? Man habe Gerüchte gehört, dass Anteile verkauft werden sollen und nun wollte ein Herr Steinbrück wissen, was denn der Landkreis bislang in das Krankenhaus eingebracht habe, welche Summe im Haushaltsentwurf eingestellt sei? Landrat Joachim Claus (CDU) sprach von einer Krankenhaus-Investpauschale, die vom Freistaat käme und durch den Landkreis lediglich weitergereicht wurde. Sicher, gab Claus zu, habe der Landkreis bei einigen Krediten ausgeholfen, habe Bürgschaften erteilt, doch eigentlich war nur die Stammeinlage eingebracht worden.

Eigentlich machte in der Diskussion dann Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) der Spekulation ein Ende. Sie sagte als Kreistagsmitglied: „Wir hatten uns alle vorgenommen, das Krankenhaus aus dem Wahlkampf rauszuhalten, doch einer hat sich nicht daran gehalten. Der Stadtrat hat beschlossen, das Krankenhaus weiterhin in kommunaler Trägerschaft zu halten und keiner Veräußerung zuzustimmen und daran kann auch dieser große Kreistag in seiner ganzen Weisheit nichts ändern!“
Autor: nnz

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