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nnz-News-Ticker am Nachmittag

Donnerstag, 06. Dezember 2001, 15:46 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Meldungen des Tages aus Deutschland und der Welt für Sie zusammengefasst. Ein nnz-Service mit freundlicher Unterstützung der Landeswelle Thüringen.


Info Modellbahnanlage will Rekorde brechen
Die Modelleisenbahnanlage in Wiehe im Kyffhäuserkreis will mit dem Orient-Expreß alle bisherigen Rekorde brechen. Die bisher bestehende Ausstellungsfläche wurde auf 12.000 Quadratmeter erweitert. Der Expreß kann nun auf 11.000 Meter Gleise im Miniaturformat rollen. Die komplette Modellbahn in Wiehe gehöre nun zu den weltgrößten Anlagen, sagte Geschäftsführer Stiegler. Zur neuen Halle gehören neben dem Orient Expreß, verschiedene amerikanischen Bahnen und eine 40 Meter lange Brücke.


Zwei lebenslange Haft beantragt
Im Mordprozeß gegen vier junge Frauen aus dem Raum Bad Salzungen wurden heute die ersten Plädoyers gehalten. In zwei Fällen hatte die Staatsanwaltschaft lebenslange Haft beantragt. Ein Gutachter hatte zuletzt einer der Angeklagten verminderte Schuldfähigkeit eingeräumt. Die Verteidiger sehen in der Tat eine Affekthandlung. Die Frauen hatten im Mai einen Mann aus Hessen ausgeraubt und brutal umgebracht.


Großauftrag für Jenoptik-Tochter
Die Jenoptik-Tochter M+W Zander hat einen Großauftrag von IBM erhalten. Das Kulmbacher Unternehmen soll für 17 Millionen Mark die Kältetechnik an den deutschen IBM-Standorten modernisieren. Der Auftrag umfasst 15 Kältemaschinen mit einer Gesamtleistung von knapp 23.000 Kilowatt, teilte das Unternehmen heute mit. Mit anderen Großaufträgen der Quelle AG und der Stadtwerke Schwerin hat das Unternehmen in den vergangenen drei Monaten einen Auftragseingang von 33 Millionen Mark erzielt.


Neue DDR-Musik im Mittelpunkt eines Symposiums
Neue Musik in der DDR steht im Mittelpunkt eines internationalen Symposiums in Weimar. Musiker und Musikwissenschaftler wollen sich in mit den Produktions- Aufführungsbedingungen zeitgenössischer Musik unter der SED-Herrschaft befassen. Höhepunkt der Tagung ist morgen ein Sinfoniekonzert des Hochschulorchesters in Weimar.


Bundestagsabgeordnete besucht Krankenhaus
Die PDS-Bundestagsabgeordnete Ruth Fuchs besucht am Nachmittag das von der Schließung bedrohte Krankenhaus Zella-Mehlis. Am Abend beteiligt sich die ehemalige Speerwurf-Olympiasiegerin in Suhl an einer gesundheitspolitischen Diskussion zum Thema „Zwei-Klassenmedizin“.


Adressenstreit immer noch vor Gericht
Der Streit um die Internetadresse „Suhl.de“ wird jetzt vor Gericht ausgefochten. Die Südthüringer Stadt hatte sie leichtfertig an den Lübecker Unternehmer Norbert Suhl verloren, der will die Domain nur gegen eine angemessene Entschädigung hergeben. Heute wird am Landgericht Erfurt noch keine Entscheidung erwartet, bestenfalls könnte ein Verkündungstermin festgelegt werden.


Streckenstilllegungen werden untersucht
Mit den Streckenstilllegungen der Bahn im Südthüringer Raum beschäftigen sich jetzt auch Wissenschaftler der Fachhochschule Erfurt. Sie untersuchen deren Konsequenzen für das gesamte Schienennetz und auch für die Ansiedlung von Unternehmen in der Region. Im Februar soll die Studie abgeschlossen sein und in die Landesplanung einfließen.


Drogen gefunden
In Mühlhausen ist gestern eine Wohnung „Im Kittel“ auf richterlichem Beschluß durchsucht worden. Dabei fanden die Beamten der Polizei bei einem 19jährigen 10 Gramm Canabis. Gegen den Mühlhäuser wurde Anzeige erstattet.


Bombendroher ermittelt
Die Mühlhäuser Polizei konnte eine angebliche Bombendrohung aufklären. Am Dienstag erhielt die Regelschule am Forstberg einen Anruf mit dem Inhalt „Explosionsgefahr, das ist eine Bombendrohung“. Nach sofortiger Evakuierung wurde die Schule ergebnislos durchsucht. Als mutmaßliche „Bombendroher“ wurden ein 16jähriger Junge und ein 17 Jahre altes Mädchen aus dem Unstrut-Hainich-Kreis ermittelt. Ihr Motiv: Eine Klassenarbeit stand an, zu der weder sie noch ihre Mitschüler „Bock“ hatten.


Kandahar soll aufgegeben werden
Die Taliban sind angeblich zur Aufgabe ihrer Hochburg Kandahar bereit. Das meldet die afghanische Nachrichtenagentur AIP unter Berufung auf einen Taliban-Sprecher. Taliban-Führer Mullah Omar wolle die Stadt in ein bis zwei Tagen an einheimische Kriegsherren übergeben. Die Entscheidung habe Omar nach Abstimmung mit Stammesführern und Islamgelehrten getroffen. Unterdessen konzentrieren sich die US-Angriffe auf die ostafghanische Bergfestung Tora Bora. Dort wird Terroristenführer Osama bin Laden vermutet.


1,3 Milliarden Mark für Afghanistan
In Berlin läuft in Berlin der zweite Tag der Geber-Konferenz für Afghanistan. Bei dem Treffen geht es um Hilfslieferungen für Flüchtlinge und um den Wiederaufbau Afghanistans. Bislang haben die 15 Geberländer 1,3 Milliarden Mark eingeplant.


Erste Gespräche zwischen SPD und PDS in Berlin
SPD und PDS in Berlin sind zu Koalitionsgesprächen zusammengekommen. Im Mittelpunkt steht zunächst die Sanierung des angeschlagenen Berliner Haushalts. Beide Parteien zeigten sich zuversichtlich, die Gespräche erfolgreich zum Abschluß zu bringen. Der neue Berliner Senat soll Mitte Januar stehen.


Wieder mehr Lehrer in Thüringen
Thüringen will künftig wieder mehr junge Lehrer einstellen.
Finanzminister Andreas Trautvetter sagte in Erfurt, vorstellbar seien 200 bis 250 Neueinstellungen pro Jahr. Die Altersstruktur der Lehrerschaft müsse wieder verbessert werden. Trautvetter hatte sich vor den Verhandlungen zum Lehrerbedarf in Thüringen geäußert. Dabei geht es um Teilzeit, Altersteilzeit und vorgezogenen Ruhestand.
Mehr Infos gibt es bei “landeswelle.de“
Autor: nnz

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