Der Auftritt der Elisabeth M.
Donnerstag, 06. Dezember 2001, 12:14 Uhr
Nordhausen (nnz). Jeder Nordhäuser Stadtrat hat irgendwann mal seinen ganz persönlichen Auftritt. Gestern war dieses exklusive Recht der Sundhäuser Ortsteilbürgermeisterin Elisabeth Milbret vorbehalten.
Die Niederschlagsgebühr war ihr Thema. Diese sei vor allem von Grundstücksbesitzern im ländlichen Raum so nicht hinnehmbar. Hier würden zwei Grundgebühren erhoben, obwohl es oftmals keine getrennten Abwassersysteme gebe. Das war auch die Auffassung der CDU-Stadtratsfraktion, die einen entsprechenden Beschluß eingebracht hatte.
Obwohl es der Chef des Städtischen Entwässerungsbetriebes, Matthias Hartung, mehrfach erläuterte, beharrte die couragierte Bürgermeisterin auf ihrem persönlichen Standpunkt, dass die Bürger in Sundhausen einschließlich sie selbst, nicht gerecht bei der Erhebung dieser Gebühren behandelt würden. Schließlich brachten verschiedene Gebühren, Beiträge, Abflussformen, Rohrleitungsquerschnitte und -längen die Stadträte schier zur Verzweiflung. Kaum jemand schien da noch durchzublicken. Die Stadträte, die in der Kernstadt wohnen, die hatten schon längst abgeschaltet, auch in der CDU-Fraktion wurden erste Sorgenfalten sichtbar. Elisabeth Milbret dagegen wurde wütender, wirbelte Zettel und Briefe durch die Luft.
Schließlich brachte ein Vorschlag von Thomas Pape (CDU) die Gemüter einigermaßen zur Ruhe. Ihm ging es ganz einfach darum, mit der Änderung der Gebührensatzung deutlich zu machen, dass der Wähler einen Anspruch darauf habe, dass die Parteien ihre Wahlversprechen einhalten würden. Und alle Parteien hatten sich im kommunalen Wahlkampf für eine Beibehaltung oder Senkung der Gebühren und Beiträge ausgesprochen.
Schließlich wurde die Beschlußvorlage der CDU-Fraktion in der Tagesordnung nach hinten gestellt und dann am späten Abend auch mehrheitlich angenommen. Es wird also im ländlichen Raum nur für die Ableitungsart eine Grundgebühr erhoben, die auch tatsächlich zur Anwendung kommt. Für Elisabeth Milbreth bleibt die bittere Pille, dass sie ihre jährlich gezahlten 210 Mark wohl nun doch nicht erstattet bekommt. Wie heißt es besonders in der Vorweihnachtszeit so schön: Vorfreude ist die schönste Freude.
Autor: nnzDie Niederschlagsgebühr war ihr Thema. Diese sei vor allem von Grundstücksbesitzern im ländlichen Raum so nicht hinnehmbar. Hier würden zwei Grundgebühren erhoben, obwohl es oftmals keine getrennten Abwassersysteme gebe. Das war auch die Auffassung der CDU-Stadtratsfraktion, die einen entsprechenden Beschluß eingebracht hatte.
Obwohl es der Chef des Städtischen Entwässerungsbetriebes, Matthias Hartung, mehrfach erläuterte, beharrte die couragierte Bürgermeisterin auf ihrem persönlichen Standpunkt, dass die Bürger in Sundhausen einschließlich sie selbst, nicht gerecht bei der Erhebung dieser Gebühren behandelt würden. Schließlich brachten verschiedene Gebühren, Beiträge, Abflussformen, Rohrleitungsquerschnitte und -längen die Stadträte schier zur Verzweiflung. Kaum jemand schien da noch durchzublicken. Die Stadträte, die in der Kernstadt wohnen, die hatten schon längst abgeschaltet, auch in der CDU-Fraktion wurden erste Sorgenfalten sichtbar. Elisabeth Milbret dagegen wurde wütender, wirbelte Zettel und Briefe durch die Luft.
Schließlich brachte ein Vorschlag von Thomas Pape (CDU) die Gemüter einigermaßen zur Ruhe. Ihm ging es ganz einfach darum, mit der Änderung der Gebührensatzung deutlich zu machen, dass der Wähler einen Anspruch darauf habe, dass die Parteien ihre Wahlversprechen einhalten würden. Und alle Parteien hatten sich im kommunalen Wahlkampf für eine Beibehaltung oder Senkung der Gebühren und Beiträge ausgesprochen.
Schließlich wurde die Beschlußvorlage der CDU-Fraktion in der Tagesordnung nach hinten gestellt und dann am späten Abend auch mehrheitlich angenommen. Es wird also im ländlichen Raum nur für die Ableitungsart eine Grundgebühr erhoben, die auch tatsächlich zur Anwendung kommt. Für Elisabeth Milbreth bleibt die bittere Pille, dass sie ihre jährlich gezahlten 210 Mark wohl nun doch nicht erstattet bekommt. Wie heißt es besonders in der Vorweihnachtszeit so schön: Vorfreude ist die schönste Freude.
