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Thüringer Marken ausbauen

Dienstag, 09. Mai 2006, 12:51 Uhr
Nordhausen/Erfurt (nnz). Der Arbeitgeberverband Nahrung und Genuss Thüringen vertritt im Freistaat 33 Unternehmen, auch Nordhäuser Firmen sind darunter. Vertreter dieser Firmen trafen sich jüngst mit Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU).

Thüringer Marken ausbauen (Foto: nnz) Thüringer Marken ausbauen (Foto: nnz)

Mit Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz kam hoher Besuch zur diesjährigen Mitgliederversammlung des „Arbeitgeberverbandes Nahrung und Genuss Thüringen e.V.“ Der Verband vertritt 33 Firmen der umsatzstärksten Branche in Thüringen mit einem Umsatz von rund drei Milliarden Euro.

Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung wurde Bettina Henning, Personaldirektorin der Eckes & Stock-Gruppe, die auch die Nordbrand Nordhausen GmbH vertritt, als Vorsitzende des Ernährungsmittel-Verbandes Thüringens bestätigt. Der Verband – so Frau Henning – habe sich seit der Gründung im Jahre 1990 zu einem modernen Dienstleister und Partner der Ernährungswirtschaft entwickelt.

Wichtig sei für die mittelständisch geprägte Branche, die frühzeitige Einführung der Mitgliedschaft ohne Tarifbindung („OT-Mitgliedschaft“) im Jahre 1993 gewesen. Sie gäbe den Betrieben die Möglichkeit, Entgeltbedingungen betriebsnah zu regeln. Nunmehr folgten auch die meisten großen westdeutschen Verbände diesem Beispiel und hätten die „OT-Mitgliedschaft eingeführt, um flexibler auf die Markt- und Umsatzsituationen in den eigenen Betrieben zu reagieren.

Durch steigende Markt-Anteile von Discountern, Billigprodukten und Eigenmarken stünden besonders die Markenfirmen der Ernährungsbranche unter gewaltigem Preisdruck. Besondere Anstrengungen seien erforderlich, um neue, innovative Produkte zu entwickeln und die „Thüringer Marken“ weiter auszubauen, so Bettina Henning.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung referierte Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz zum Thema „Schwerpunkte der Thüringer Wirtschaftspolitik in Zeiten knapper Kassen“. Er wies auf die Bedeutung des umsatzstärksten Industriezweiges in Thüringen hin und erläuterte die diversen Förderprogramme in Thüringen. Neben der „klassischen“ Investitionsförderung sei die Förderung von Forschung und technologischer Entwicklung ein besonderer Schwerpunkt. Hierzu gehören unter anderem der „Thüringer Forschungsscheck“ sowie das „Thüringenstipendium“. Durch diverse Maßnahmen wie „Thüringen Kapital“ und den PET-Fonds verfolge man ferner das Ziel, die Eigenkapitalbasis der Unternehmen zu stärken. Minister Reinholz empfahl, neue Formen der Kooperation zu prüfen und auch über Clusterbildungen in der Branche verstärkt nachzudenken.

Der Vorstand des ANGT wird auf seiner nächsten Vorstandssitzung diese Empfehlungen prüfen und mit seinen Mitgliederfirmen diskutieren.
Autor: nnz

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